München (ots) -
Wer entscheidet, welche Inhalte in unseren Social-Media-Feeds auftauchen? Und wie lässt sich verhindern, dass journalistische Angebote und damit verlässliche Information im Wettbewerb um Aufmerksamkeit untergehen? Auf den MEDIENTAGEN MÜNCHEN hat die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) heute Vertreter von TikTok und Ippen Media zur Diskussion über Informationsvielfalt im digitalen Raum gebeten. Hintergrund war auch die aktuelle Anhörung um den Digitale Medien-Staatsvertrag, der neue Regeln für die digitale Medienwelt schaffen soll.
BLM-Präsident Dr. Thorsten Schmiege: "Heute bestimmen Algorithmen, was wir sehen. Ihre Kriterien folgen dabei nicht unbedingt dem Ziel einer vielfältigen öffentlichen Meinungsbildung, sondern wirtschaftlichen, oder gar politischen Interessen. Deshalb brauchen wir faire Regeln, damit verlässliche Informationen sichtbar bleiben. Klar: Weder Staat noch Plattformen sollen vorgeben, was Menschen lesen. Das müssen sie selbst entscheiden - und dafür eine breite Auswahl haben."
Markus Knall von Ippen.Media lenkte den Blick auf die Bedeutung des Lokaljournalismus für die Informationsvielfalt. Denn verlässliche Nachrichten in den Sozialen Netzwerken entstünden häufig durch die Recherche von Journalistinnen und Journalisten vor Ort. "Lokalmedien haben etwas, das Social Media oft fehlt: das Vertrauen der Menschen. Wenn es vor Ort keine Reporter mehr gibt, droht auch im Feed die Informationswüste. Denn wer soll dann noch die Informationen liefern, die für unsere Demokratie so wichtig sind?"
Melanie Ohnemus-Springmann von TikTok: "TikToks Für-Dich-Feed basiert auf den individuellen Interessen der Nutzer*innen. Wir freuen uns, dass lokale, nationale und internationale Medienhäuser auf TikTok bereits erfolgreich Communities aufgebaut und Nutzer*innen einen niedrigschwelligen Zugang zu Nachrichten ermöglicht haben. Verordnete Quoten auf digitalen Plattformen sind dagegen nicht zielführend, da sie bevormundend wirken und in die Freiheit der Nutzer*innen eingreifen."
Pressekontakt:
Stefanie Reger
Pressesprecherin
Tel. 089/63808-315
stefanie.reger@blm.de
Original-Content von: BLM Bayerische Landeszentrale für neue Medien, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/62483/6376923
Wer entscheidet, welche Inhalte in unseren Social-Media-Feeds auftauchen? Und wie lässt sich verhindern, dass journalistische Angebote und damit verlässliche Information im Wettbewerb um Aufmerksamkeit untergehen? Auf den MEDIENTAGEN MÜNCHEN hat die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) heute Vertreter von TikTok und Ippen Media zur Diskussion über Informationsvielfalt im digitalen Raum gebeten. Hintergrund war auch die aktuelle Anhörung um den Digitale Medien-Staatsvertrag, der neue Regeln für die digitale Medienwelt schaffen soll.
BLM-Präsident Dr. Thorsten Schmiege: "Heute bestimmen Algorithmen, was wir sehen. Ihre Kriterien folgen dabei nicht unbedingt dem Ziel einer vielfältigen öffentlichen Meinungsbildung, sondern wirtschaftlichen, oder gar politischen Interessen. Deshalb brauchen wir faire Regeln, damit verlässliche Informationen sichtbar bleiben. Klar: Weder Staat noch Plattformen sollen vorgeben, was Menschen lesen. Das müssen sie selbst entscheiden - und dafür eine breite Auswahl haben."
Markus Knall von Ippen.Media lenkte den Blick auf die Bedeutung des Lokaljournalismus für die Informationsvielfalt. Denn verlässliche Nachrichten in den Sozialen Netzwerken entstünden häufig durch die Recherche von Journalistinnen und Journalisten vor Ort. "Lokalmedien haben etwas, das Social Media oft fehlt: das Vertrauen der Menschen. Wenn es vor Ort keine Reporter mehr gibt, droht auch im Feed die Informationswüste. Denn wer soll dann noch die Informationen liefern, die für unsere Demokratie so wichtig sind?"
Melanie Ohnemus-Springmann von TikTok: "TikToks Für-Dich-Feed basiert auf den individuellen Interessen der Nutzer*innen. Wir freuen uns, dass lokale, nationale und internationale Medienhäuser auf TikTok bereits erfolgreich Communities aufgebaut und Nutzer*innen einen niedrigschwelligen Zugang zu Nachrichten ermöglicht haben. Verordnete Quoten auf digitalen Plattformen sind dagegen nicht zielführend, da sie bevormundend wirken und in die Freiheit der Nutzer*innen eingreifen."
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