DJ Aktien Schweiz im europäischen Kontext leichter
DOW JONES--In einem schwachen europäischen Börsenumfeld hat der schweizerische Aktienmarkt am Freitag leichter geschlossen. Als Belastungsfaktoren wurden der Ölpreisanstieg genannt und der Blick auf den französischen Anleihemarkt. Mit 172 Basispunkten lag die Zinsdifferenz zwischen französischen und deutschen 10-jährigen Benchmarkanleihen auf dem Niveau wie zu Zeiten der Schuldenkrise. Sorgen machten sich Börsianer auch wegen der Bonitätsüberprüfung Frankreichs durch die Ratingagentur Moody's am Abend nach Börsenschluss. Eine Abstufung der französischen Bonität lag im Bereich des Möglichen. Dazu passte auch der Einbruch des französischen Einkaufsmanagerindex für den wichtigen Dienstleistungsbereich.
Der SMI verlor 0,6 Prozent auf 14.462 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich elf Kursgewinner und neun -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 27,77 (zuvor: 27,74) Millionen Aktien. Anleger hatten in der Schweiz wichtige Geschäftszahlen zu verarbeiten.
So hatte Holcim überzeugende Geschäftszahlen vorgelegt. Der Umsatz lag im dritten Quartal laut JP Morgan über dem vom Unternehmen erhobenen Konsens. Das EBIT bewegte sich 3 Prozent über Konsens. Der Baustoffkonzern hob zudem seinen Ausblick an. Auch die überarbeitete Prognose erscheine konservativ, hieß es im Handel. Der Kurs legte um 5 Prozent zu.
Der Sika-Geschäftsausweis überzeugte Anleger dagegen nicht. Das Chemie- und Baustoffunternehmen meldete ein langsameres organisches Wachstum auf Quartalssicht. Die Schwäche der chinesischen Bauindustrie belastete den Umsatz - der Kurs sank um 2,3 Prozent. Im Luxusgütersektor hielt die Flut an negativen Schlagzeilen an. Nun wartete Kering mit schwachen Drittquartalszahlen unter den Erwartungen auf. In der Schweiz gaben Richemont und Swatch um 6,4 bzw. 5 Prozent nach.
Die drei Schwergewichte Novartis (-0,7%), Roche (-0,3%) und Nestle (-0,8%) zählten zu den Verlierern am Markt, obwohl die Nachrichtenlage nicht so negativ ausfiel. Die kanadische Zymeworks hatte eine millionenschwere Vereinbarung mit Roche geschlossen zur Kooperation bei der Entwicklung einer potenziellen Behandlung gegen Lungenkrebs. Zudem hatte die Deutsche Bank die Aktie auf "Kaufen" erhöht und das Kursziel deutlich angehoben. Novartis gab indes positive Studienergebnisse bekannt. Galderma kletterten nach einer Zulassung in China um 2,3 Prozent.
Gurit rutschten nach Zahlenausweis 9,6 Prozent ab, hier könnten Gewinnmitnahmen belastet haben. Unter anderem legten auch SGS (+1,8%) und HBM Healthcare Investments (-0,4%) Geschäftszahlen vor.
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October 23, 2026 11:44 ET (15:44 GMT)
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