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Small- & Micro Cap Investment
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Antimonpreise fallen, der Wettbewerb um Rohstoffe bleibt: Europas Industrie braucht neue Bezugsquellen

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Fast 60.000 US-Dollar je Tonne kostete Antimon am europäischen Markt zeitweise im Sommer 2025. Chinesische Exportbeschränkungen hatten Käufer zur Suche nach alternativen Lieferanten gezwungen. Inzwischen haben zusätzliche Verarbeitungskapazitäten und zurückhaltendere Kunden den Markt deutlich entspannt.

Doch hinter der Preiskorrektur bleibt eine industrielle Frage bestehen: Woher beziehen die Verarbeiter langfristig ihr Ausgangsmaterial?

Neue Schmelzanlagen können vorhandene Erze und Konzentrate verarbeiten. Zusätzliche Lagerstätten schaffen sie nicht. Für Anleger lohnt deshalb der Blick auf die gesamte Lieferkette - von europäischen Spezialchemieherstellern bis zur Exploration neuer Vorkommen.

Campine zeigt, wie sich der Markt verändert

Der belgische Spezialchemie- und Recyclingkonzern Campine (ISIN: BE0003825420) gehört zu den wichtigen europäischen Antimonverarbeitern. Sein Antimontrioxid wird insbesondere in Flammschutzanwendungen eingesetzt. Damit steht das Unternehmen zwischen internationalen Metalllieferanten und industriellen Kunden.

Campines Geschäftsbericht für 2025 beschreibt beide Seiten des Marktumschwungs: Die Exportbeschränkungen eröffneten nichtchinesischen Anbietern zusätzliche Absatzmöglichkeiten. Später führten mehr Angebot und eine schwächere Nachfrage zu sinkenden Preisen.

Bereits im Dezember 2025 verwies Campine auf neue Schmelzanlagen in Südostasien, die die Metallversorgung verbessert hätten. Gleichzeitig investiert das Unternehmen in Antimonrecycling. Eine angekündigte Erweiterung soll jährlich zusätzliche 800 bis 1.000 Tonnen handelsübliches Antimonmetall aus industriellen Abfallströmen ermöglichen.

Das zeigt, wie Versorgungssicherheit praktisch entsteht: durch unterschiedliche Lieferanten, zusätzliche Verarbeitung und Rückgewinnung. Neue Minen sind ein möglicher weiterer Baustein.

Mehr Verarbeitung bedeutet nicht automatisch mehr Erz

Nach dem vorliegenden Fastmarkets-Bericht beeinflusst inzwischen besonders Chinas Nachfrage nach Erzen und Konzentraten den internationalen Markt. Chinesische und andere Schmelzbetriebe konkurrieren um Ausgangsmaterial.

Für Bergbauunternehmen zählt dabei nicht allein der veröffentlichte Metallpreis. Entscheidend ist auch, welchen Anteil des enthaltenen Metallwerts ein Verarbeiter tatsächlich bezahlt. Solche Vergütungsbedingungen hängen unter anderem von Materialqualität, Verarbeitungsaufwand und Nachfrage ab.

Ein wachsendes Angebot aus Minen könnte die Preise weiter belasten. Eine stärkere Nachfrage nach Konzentraten könnte dagegen die Kosten der Verarbeiter stützen. Eine belastbare Preisuntergrenze lässt sich daraus nicht ableiten.

Auch die Abnehmer reagieren: Extrem hohe Antimonpreise fördern sparsamere Rezepturen und Ersatzprodukte. Die Investmentgeschichte besteht deshalb in wirtschaftlich konkurrenzfähigen, verlässlichen Bezugsquellen.

Yugo untersucht Gold und Antimon in Bosnien

Einen frühen Explorationsansatz bietet Yugo Metals (ISIN: AU0000404998). Das Unternehmen untersucht beim Golden-Hills-Projekt mit Sinjakovo und Jezero in Bosnien und Herzegowina ein Gebiet mit Gold-, Antimon-, Silber- und Kupfermineralisierung.

Die geografische Nähe zur europäischen Industrie macht die Region interessant. Ob daraus geeignetes Ausgangsmaterial für Verarbeiter entstehen kann, müssen jedoch geologische und technische Untersuchungen zeigen.

Konkrete Fortschritte meldete Yugo bislang insbesondere bei Gold. Am Erak-Ziel lieferte Bohrloch ERDD006 nach Unternehmensangaben 36,1 Meter mit durchschnittlich 2,3 Gramm Gold je Tonne, darunter drei Meter mit 14,5 Gramm. Ein weiterer gemeldeter Abschnitt umfasste 10,4 Meter mit 2,6 Gramm Gold je Tonne.

Diese Ergebnisse liefern Ansatzpunkte für weitere Bohrungen. Zugleich bleibt offen, welchen wirtschaftlichen Beitrag Antimon innerhalb des Systems leisten könnte. Eine definierte Antimonressource ist bislang nicht belegt.

Fazit

Der Antimonmarkt hat auf die außergewöhnlichen Preise reagiert. Zusätzliche Verarbeitungskapazitäten, veränderte Handelsströme und sparsamere Anwendungen haben die Versorgung entspannt. Das begrenzt die Aussagekraft einer pauschalen Knappheitsgeschichte.

Für Europas Industrie bleibt die Herkunft des Ausgangsmaterials dennoch relevant. Campines Aktivitäten zeigen, dass Lieferantendiversifizierung und Recycling konkrete unternehmerische Aufgaben sind. Neue wirtschaftlich tragfähige Vorkommen könnten diese Versorgung langfristig ergänzen.

Yugo bietet dafür einen frühen geologischen Ansatz. Die Goldresultate bei Erak geben der Exploration Substanz; Antimon erweitert die Fragestellung innerhalb des Projektgebiets. Eine Geschäftsbeziehung zu Campine oder anderen genannten Verarbeitern ist damit nicht verbunden.

Anleger sollten auf weitere Bohrungen, die räumliche Kontinuität der Mineralisierung und spätere metallurgische Ergebnisse achten. Ressourcendefinition, Genehmigungen und Finanzierung bleiben wesentliche Hürden. Auch niedrigere Metallpreise müssen mögliche Projekte wirtschaftlich verkraften können.

Entscheidend ist damit die Frage, ob Yugo eine Lagerstätte nachweisen kann, die auch unter normalen Marktbedingungen überzeugt.

Quellen

https://www.fastmarkets.com/insights/europes-antimony-market-faces-uncertainty-after-years-of-volatility/ Fastmarkets
https://www.campine.com/wp-content/uploads/2026/03/25-jaar-eng.pdf campine.com
https://www.campine.com/wp-content/uploads/2025/12/251218share.pdf campine.com
https://www.yugometals.com/projects/sinjakovo Yugo Metals
https://www.onvista.de/news/2026/08-18-irw-news-yugo-metals-limited-yugo-bringt-die-entdeckung-erak-voran-0-10-26543984

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Yugo Metals Ltd
Land: Australien
ISIN: AU0000404998
Yugo Metals

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