DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
ENERGIEVERSORGUNG - Wenige Wochen nach Beginn des Irankriegs hatte Fatih Birol im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vor der "größten Bedrohung der Energiesicherheit in der Geschichte der Menschheit" gewarnt. Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA) wählte im März drastische Worte, um, wie er sagte, "die Welt vorzuwarnen". Der Irankrieg habe dramatische Folgen für die globale Öl- und Gasversorgung, doch die Politik habe die Tragweite des Problems noch nicht verstanden. Rückblickend sieht sich Birol mit seinem Alarmruf im Recht. "Was wir in den vergangenen acht Monaten gesehen haben, bestätigt alles damals Besprochene", erklärt er nun im Gespräch mit der FAZ. Der Preis für ein Fass der Nordseeöl Brent liegt bei knapp 120 Dollar, die Dieselpreise sind doppelt so hoch wie vor dem Irankrieg, und die Aussichten seien trübe. "Ich sehe keinen plausiblen Weg für eine Normalisierung der Energiemärkte bis 2027", sagt Birol. (FAZ)
EU-HAUSHALT - In den aktuellen Verhandlungen über einen langfristigen EU-Haushalt droht Österreich als erstes Land mit einem Veto. "Das, was jetzt auf dem Tisch liegt, ist nicht akzeptabel. Es gibt eine Schmerzgrenze für Österreich. Wenn diese Schmerzgrenze überschritten werden sollte, werde ich nicht zustimmen", sagte Bundeskanzler Christian Stocker der Zeitung Welt. Wo diese Schmerzgrenze für Österreich liegt, wisse er "sehr genau", sagte Stocker, der auch Chef der christdemokratischen ÖVP in Österreich ist. Einzelheiten dazu nannte er nicht. Der EU-Haushalt muss laut Vertrag einstimmig beschlossen werden. Es sei aber nicht sein Ziel, eine Einigung zu verhindern, so Stocker weiter. "Am Ende muss es einen Kompromiss geben - aber nicht um jeden Preis. Das wird nur gelingen, wenn der neue Vorschlag realistisch ist", erklärte der Kanzler. (Welt)
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October 26, 2026 01:16 ET (05:16 GMT)
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