DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
TAGESTHEMA
Der deutsche Premiumautohersteller Audi blickt auf der Suche nach Wachstum in die USA. Die Volkswagen-Tochter wird ihr erstes US-Werk in Macon im Bundesstaat Georgia bauen. Dies gab US-Präsident Donald Trump am Samstag bekannt. Es ist der jüngste Schritt eines globalen Automobilherstellers, sich auf amerikanische Käufer zu konzentrieren, da die Verkäufe in anderen Teilen der Welt sinken.
"Ich freue mich außerordentlich, eine massive Investition in die Automobilproduktion im großartigen Bundesstaat Georgia durch ein fantastisches Unternehmen ankündigen zu können", sagte Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung vor den Zwischenwahlen in Perry, Georgia. Trump ergänzte, das Werk werde jährlich 200.000 Autos produzieren und der Bau werde nächsten Monat beginnen.
"Wir planen, unsere größten und hochwertigsten SUVs hierher nach Macon zu bringen und sie hier zu produzieren", sagte Audi-Vorstandsvorsitzender Gernot Döllner, der gemeinsam mit Trump auf der Bühne stand. Trump, der die Investition auf 4,2 Milliarden US-Dollar bezifferte, bezeichnete den Schritt als die größte Einzelinvestition in der Geschichte der US-Automobilindustrie.
Die Investition beschert Trump einen Erfolg in Georgia, einem hart umkämpften Bundesstaat bei den Zwischenwahlen.
Das Weiße Haus reagierte nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
AUSBLICK UNTERNEHMEN +
12:00 US/Verizon Communications Inc, Ergebnis 3Q
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US 14:30 Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) September
ÜBERSICHT INDIZES
Index zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 7.662,00 +0,0 E-Mini-Future Nasdaq-100 29.055,25 -0,2 S&P/ASX 200 (Sydney) 8.809,90 +0,2 Topix-500 (Tokio) 3.972,98 +0,2 Kospi (Seoul) 5.469,47 -1,5 Shanghai-Composite 3.693,79 +0,1 Hang-Seng-Index (Hongkong) 23.205,25 +0,5
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Zum Start in die neue Woche bewegen sich die Kursausschläge an den Börsen und Ostasien meist in engen Grenzen. Beobachter sprechen von Zurückhaltung vor einer Flut von Unternehmenszahlen und den Zinsentscheidungen der US-Notenbank, der Europäischen Zentralbank und der Bank of Japan (BoJ), aber auch der Bank of New Zealand im Wochenverlauf. Von der US Federal Reserve und der BoJ werden keine Zinsänderungen erwartet. Vor allem im Begleitkommentar der Fed dürften Anleger aber sehr genau auf etwaige Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs achten, heißt es unter Verweis auf den deutlich gestiegenen Ölpreis und das Inflationsrisiko. Unter den Einzelwerten fallen in Hongkong Minimax um 8,3 Prozent und Z.ai um 1,8 Prozent. Händler verweisen darauf, dass Moonshot am Freitag das Upgrade zum KI-Modell Kimi K3.1 Pro vorgestellt hat.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 52.215,16 -1,2 -652,82 52.867,98 S&P-500 7.623,68 -0,5 -39,75 7.663,43 NASDAQ Comp 25.955,34 -0,2 -53,52 25.955,34
Leichter - Vereinzelt ließen sich Schnäppchenjäger bei Technologiewerten beobachten, die auf den niedrigen Kursniveaus wieder zugriffen. Ein Trend sei das aber bislang nicht, hieß es. Denn die grundlegenden Sorgen über die KI-Investitionen bestanden weiter. Der Dow wurde belastet von American Express. Gestiegene Erdölpreise dämpften die Kauflust merklich. Die weiterhin hohen Ölpreise entfachten Inflations- und Zinsängste neu und bremsten Konjunkturhoffnungen. Für ein leichtes Aufatmen sorgten die Konjunkturdaten, die besser als befürchtet ausfielen. Moderna fielen nach einem Einbruch um 17,6 Prozent am Vortag um weitere 1,8 Prozent. Details aus einer streng gehüteten Studie zu einem mRNA-basierten Krebsimpfstoff waren in den sozialen Medien geteilt worden. Zwar bewerteten Analysten die Studienergebnisse überwiegend positiv, gleichwohl blieben sie hinter den hohen Erwartungen des Marktes zurück. Merck verloren 1,3 Prozent. Der Pharmakonzern kooperiert mit Moderna bei diesem Impfstoff. SpaceX legten um 1,9 Prozent zu. Laut einem Bericht will sich das Unternehmen bei seinem Einstieg in den Mobilfunk mindestens 80.000 Mobilfunkstandorte in den USA sichern. Im Sektor fielen AT&T und Verizon um 8 bzw. 1,2 Prozent, T-Mobile US um 7,7 Prozent. American Express sanken nach Drittquartalszahlen um 3,7 Prozent. Das Kreditkartenunternehmen hob die Gewinnprognose an. Das Wachstum des Kartenabrechnungsvolumens hatte die Markterwartungen aber verfehlt und die operativen Kosten waren gestiegen. Zudem kündigte der Konzern an, 3.500 Stellen abzubauen. Mit der Ölpreisrally kletterten Chevron um 2,9 Prozent.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite Veränderung 2 Jahre 4,68% +0.04 10 Jahre 4.99% +0,04 30 Jahre 5,31% +0,03
Am Vortag hatten die Sorgen Anleger massiv in den vermeintlich sicheren Anleihehafen getrieben, die Renditen stürzten ab. Nun erholten sie sich, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um 4 Basispunkte auf 4,99 Prozent und blieb damit unter der wichtigen 5-Prozentmarke.
DEVISENMARKT
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Fr, 09:12 % YTD EUR/USD 1,1216 +0,1 1,1202 1,1205 -4,5 EUR/JPY 176,09 +0,2 175,70 176,03 -4,3 EUR/GBP 0,8387 +0,1 0,8375 0,8373 -3,8 USD/JPY 156,96 +0,1 156,86 157,10 +0,2 USD/KRW 1.322,44 -0,1 1.323,60 1.326,10 -8,2 USD/CNY 6,6680 -0,0 6,6702 6,6722 -4,7 USD/CNH 6,6675 -0,0 6,6690 6,6724 -4,4 USD/HKD 7,8436 +0,0 7,8416 7,8411 +0,8 AUD/USD 0,7025 -0,1 0,7033 0,7022 +5,3 NZD/USD 0,5697 -0,0 0,5699 0,5690 -1,0 BTC/USD 79.894,88 -0,7 80.415,80 81.730,20 -8,9
Der Dollar erholte sich weiter vom Dreiwochentief des Vortages und folgte den gestiegenen Renditen nach oben. Der Dollar-Index kletterte um 0,1 Prozent. Da die USA Netto-Ölexporteur sind, stützten auch die hohen Ölpreise. Der Euro gab 0,1 Prozent nach.
ROHSTOFFE
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.006,79 +0,3 11,27 3.995,52 Silber 53,90 +0,0 0,01 53,89 Platin 1.542,31 -0,5 -8,51 1.550,83
Gold verbuchte einen Wochenverlust, da die gestiegenen Energiepreise Sorgen über Inflation und Zinserhöhungen schürten. Zuletzt lag der Preis des Edelmetalls auf Tagessicht zum Settlement 1,3 Prozent im Minus bei 3.991 Dollar je Feinunze. "Ein anziehendes Inflationsumfeld in Verbindung mit Verkaufsdruck zur Deckung von Verlusten bei Aktien- oder Anleihepositionen ist kurzfristig eine ungünstige Kombination für Gold (...)", erläuterten die MUFG-Analysten.
ÖL
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 101,26 -2,0 -2,01 103,27 Brent/ICE 114,79 -1,7 -1,93 116,72
Brent war so teuer wie zuletzt Anfang Mai. Der Iran hatte gewarnt, US-Stützpunkte und zivile Infrastruktur im Persischen Golf ins Visier zu nehmen, sollte der Krieg erneut eskalieren. Die Warnung erfolgte, während die USA laut Wall Street Journal eine dritte Flugzeugträger-Kampfgruppe in den Nahen Osten verlegten. Brent verteuerte sich um weitere 3,1 Prozent auf 116,72 Dollar je Fass.
MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR
PRÄSIDENTSCHAFTSWAHL BRASILIEN
Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hat sich bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag in Brasilien mit einem überraschenden Sieg über Flavio Bolsonaro an der Macht gehalten. Damit sicherte er sich eine beispiellose vierte Amtszeit und festigte seinen Status als einer der weltweit am längsten amtierenden demokratisch gewählten Staats- und Regierungschefs. Der linke Politiker, der nur zwei Tage vor seinem 81. Geburtstag steht, holte 51,8 Prozent der Stimmen gegenüber 48,2 Prozent für Bolsonaro, wie die Wahlbehörden nach Auszählung von über 99 Prozent der Stimmen mitteilten.
STARLINK
Das militärische Starlink-System der Ukraine funktioniert offenbar wieder störungsfrei. SpaceX hatte seit dem 14. Oktober Tempolimits für Starshield im ukrainischen Einsatzgebiet verhängt. Dies führte dazu, dass Drohnen bereits ab etwa 160 km/h oder noch darunter das Signal verloren. In der Folge riss der Kontakt der ukrainischen Streitkräfte zu ihren Fluggeräten ab oder diese mussten so langsam gesteuert werden, dass die russischen Truppen leichtes Spiel beim Abschuss hatten. Die Entspannung am Samstag folgte auf ein Telefonat von US-Präsident Donald Trump mit Musk am Mittwoch, in dem er diesen bat, den Starshield-Dienst für die Ukraine wieder uneingeschränkt freizuschalten, wie aus US-Regierungskreisen verlautete.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/flf/cln
(END) Dow Jones Newswires
October 26, 2026 02:49 ET (06:49 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
