NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag nach dem jüngsten Preissprung wieder ein Stück weit gefallen. Zum Beginn der Handelswoche wurde ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent bei 115,32 Dollar gehandelt und damit mehr als ein Prozent tiefer als am Freitag.
Am Freitag war der Preis für Rohöl der Sorte Brent zeitweise bis auf 117,45 Dollar je Barrel gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit April. Die US-Regierung in Washington hatte eine umfassendere Evakuierung von diplomatischem Personal im Nahen Osten angeordnet. Zudem deutete der amerikanische Präsident Donald Trump an, dass die US-Streitkräfte nach den Zwischenwahlen am 3. November ihre Angriffe auf den Iran wieder aufnehmen könnten. Der Iran bereitet sich seinerseits auf Vergeltungsmaßnahmen vor.
Zudem haben am Wochenende weitere Kämpfe zwischen den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen und Saudi-Arabien stattgefunden, was die Risiken für die Öllieferungen aus den Fördergebieten am Persischen Golf erhöhte. Die Zunahme der Kämpfe in der Region und die Sorge über eine unmittelbar bevorstehende Eskalation hätten die Ölpreise deutlich nach oben getrieben, sagte Vivek Dhar, Analyst bei der Commonwealth Bank of Australia.
Seit Beginn des Monats sind die Ölpreise tendenziell gestiegen. Aus Sorge vor Angebotsausfällen infolge des Iran-Kriegs hat sich Rohöl der Sorte Brent mittlerweile seit Jahresbeginn um fast 90 Prozent verteuert./jkr/stk
