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Kornelius Purps (antea): Frankreich: Proteste auch am Bondmarkt

Frankreich: Proteste auch am Bondmarkt

Wenn man spöttisch sein will, könnte man sagen: Die Protestler in Frankreich haben nicht nur Rathäuser angezündet, sondern auch den Bondmarkt. Jedenfalls stößt derjenige, der dieser Tage - sinnbildlich - den Markt für europäische Staatsanleihen besucht, auf einen lichterloh brennenden Verkaufsstand für Obligations Assimilables du Trésor, wie französische Schuldpapiere in der Fachsprache heißen. Gleichzeitig finden die Bundesanleihen am Stand gegenüber reißenden Absatz. Warum beherrscht La Grande Nation derzeit die Schlagzeilen und was sollte ein Anleger in diesem Umfeld berücksichtigen? Eine Aufarbeitung.

Viele Anleger dürften aus der Zeit der europäischen Schuldenkrise in den Jahren 2009 bis 2012 noch mit dem Begriff "Spread" vertraut sein. Im Markt für festverzinsliche Wertpapiere bezeichnet der "Spread" die Renditedifferenz zwischen zwei vergleichbaren Schuldpapieren. Der Spread, auf den dieser Tage alle schauen, ist der Renditeaufschlag französischer gegenüber deutschen Staatsanleihen im zehnjährigen Laufzeitsegment, bisweilen fast schon liebevoll "Le Spread" genannt.

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Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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