Tel Aviv/Bonn (ots) -
Der israelische Botschafter in Deutschland a.D. Shimon Stein, hofft am Wahltag in Israel auf eine hohe Wahlbeteiligung, damit "eine gewisse Klarheit" geschaffen werde. Laut aktueller Meinungsumfragen sei jedoch keine klare Mehrheit für eines der politischen Lager zu erwarten. Deshalb könne man auch "eine drastische Umstellung [...] eigentlich nicht erwarten."
Stein erklärt im Interview mit phoenix, dass im Ausland die Wahl insbesondere mit der Frage der Zwei-Staaten-Lösung verknüpft sei, die aber für die Wählerinnen und Wähler in Israel selbst "keine Rolle spielt." Dieses Thema sei nicht Gegenstand des Wahlkampfes gewesen. "Uns beschäftigt die Person Netanjahu und die Frage nach der Verantwortung am 7. Oktober", so der Diplomat. Der aussichtsreichste Gegenkandidat, Gadi Eizenkot, verspreche hingegen einen "neuen Charakter des Regierens".
Der Botschafter a.D. betont zudem, dass insbesondere die Parteien, die sich derzeit in der Opposition befinden, nach der Wahl eine wichtige Rolle spielen könnten. Herausforderungen sieht er vor allem in einer möglichen Zusammenarbeit zwischen zionistischen und arabischen Parteien. Die zionistischen Parteien hätten bereits im Vorfeld erklärt, nicht mit arabischen Parteien zusammenarbeiten zu wollen. "Ich sehe hier Schwierigkeiten", so Stein. Um eine Mehrheit der Mandate zu erreichen, seien sie jedoch auf die Stimmen der arabischen Parteien angewiesen.
Das vollständige Interview finden Sie in Kürze auf phoenix.de
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Original-Content von: PHOENIX, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/6511/6378604
Der israelische Botschafter in Deutschland a.D. Shimon Stein, hofft am Wahltag in Israel auf eine hohe Wahlbeteiligung, damit "eine gewisse Klarheit" geschaffen werde. Laut aktueller Meinungsumfragen sei jedoch keine klare Mehrheit für eines der politischen Lager zu erwarten. Deshalb könne man auch "eine drastische Umstellung [...] eigentlich nicht erwarten."
Stein erklärt im Interview mit phoenix, dass im Ausland die Wahl insbesondere mit der Frage der Zwei-Staaten-Lösung verknüpft sei, die aber für die Wählerinnen und Wähler in Israel selbst "keine Rolle spielt." Dieses Thema sei nicht Gegenstand des Wahlkampfes gewesen. "Uns beschäftigt die Person Netanjahu und die Frage nach der Verantwortung am 7. Oktober", so der Diplomat. Der aussichtsreichste Gegenkandidat, Gadi Eizenkot, verspreche hingegen einen "neuen Charakter des Regierens".
Der Botschafter a.D. betont zudem, dass insbesondere die Parteien, die sich derzeit in der Opposition befinden, nach der Wahl eine wichtige Rolle spielen könnten. Herausforderungen sieht er vor allem in einer möglichen Zusammenarbeit zwischen zionistischen und arabischen Parteien. Die zionistischen Parteien hätten bereits im Vorfeld erklärt, nicht mit arabischen Parteien zusammenarbeiten zu wollen. "Ich sehe hier Schwierigkeiten", so Stein. Um eine Mehrheit der Mandate zu erreichen, seien sie jedoch auf die Stimmen der arabischen Parteien angewiesen.
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