Mainz (ots) -
Kau- oder Kratzgeräusche, das Summen des Föhns oder des Dunstabzugs: Geräusche, die für manche Menschen auf Dauer anstrengend sind, sorgen bei anderen für Entspannung. Was es mit dem Phänomen ASMR (Autonomous Sensory Meridian Response) auf sich hat, erklärt Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker (biha).
Positive Monotonie
Eltern kennen das vielleicht: Wenn das Baby partout nicht einschlafen mag, kann das Geräusch des Dunstabzugs plötzlich wahre Wunder bewirken. Doch nicht nur bei Säuglingen können diese monotonen Geräusche einen positiven Effekt haben. Auch einige Erwachsene genießen die Geräusche von Staubsauger oder Föhn und können mit ihnen besonders gut abschalten und einschlafen. Dies kann so weit gehen, dass diese Art von Einschlafhilfe irgendwann sogar regelrecht benötigt wird.
ASMR und binaurale Beats
Neben diesen akustischen, können auch visuelle und taktile Reize für ein angenehmes Kribbeln sorgen, das meist auf der Kopfhaut beginnt und sich wie ein Schauer über den Körper ausbreitet. Das Phänomen ASMR ist Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen und erlebt seit einigen Jahren einen regelrechten Hype, vor allem in sozialen Medien sind zahlreiche Beiträge hierzu zu finden.
Häufig werden auch binaurale Beats mit ASMR kombiniert. Dabei handelt es sich um Töne - zum Beispiel ein Flüstern - die mit minimal anderer Frequenz jeweils auf dem linken und rechten Ohr vorgespielt werden. "Ruhige, sich ständig wiederholende Geräusche können dabei helfen, sich zu entspannen. Trotzdem sollte man seinen Ohren regelmäßig Pausen gönnen", sagt der Hörakustiker-Meister Schmidt. Fällt es allerdings schwer, bei kompletter Ruhe abzuschalten, können ASMR-Geräusche den Übergang in die Entspannung erleichtern.
Selektive Intoleranz
Im Gegensatz zum Hörgenuss stehen Misophonie und Hyperakusis. Von Misophonie spricht man, wenn harmlose Töne wie zum Beispiel Kaugeräusche oder ein tropfender Wasserhahn starke negative Emotionen hervorrufen. Von Hyperakusis, wenn Geräusche sogar körperliches Unbehagen bis hin zu Schmerz verursachen. Diese Überempfindlichkeit kann durch Lärmschäden, ein Knalltraum oder durch Innenohrerkrankungen hervorgerufen werden. Ob eine Hyperakusis oder eine Hörbeeinträchtigung vorliegt, kann ein Hörakustiker per professionellem Hörtest ermitteln. Er prüft dabei, ob das Gehör einwandfrei funktioniert oder ob ein Hörsystem ratsam ist und versorgt Betroffene individuell.
Mehr Informationen rund ums Hören:
https://www.richtig-gut-hoeren.de
https://www.instagram.com/biha.kdoer/
Pressekontakt:
presse@biha.de
Original-Content von: Bundesinnung der Hörakustiker KdöR, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/70547/6378671
Kau- oder Kratzgeräusche, das Summen des Föhns oder des Dunstabzugs: Geräusche, die für manche Menschen auf Dauer anstrengend sind, sorgen bei anderen für Entspannung. Was es mit dem Phänomen ASMR (Autonomous Sensory Meridian Response) auf sich hat, erklärt Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker (biha).
Positive Monotonie
Eltern kennen das vielleicht: Wenn das Baby partout nicht einschlafen mag, kann das Geräusch des Dunstabzugs plötzlich wahre Wunder bewirken. Doch nicht nur bei Säuglingen können diese monotonen Geräusche einen positiven Effekt haben. Auch einige Erwachsene genießen die Geräusche von Staubsauger oder Föhn und können mit ihnen besonders gut abschalten und einschlafen. Dies kann so weit gehen, dass diese Art von Einschlafhilfe irgendwann sogar regelrecht benötigt wird.
ASMR und binaurale Beats
Neben diesen akustischen, können auch visuelle und taktile Reize für ein angenehmes Kribbeln sorgen, das meist auf der Kopfhaut beginnt und sich wie ein Schauer über den Körper ausbreitet. Das Phänomen ASMR ist Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen und erlebt seit einigen Jahren einen regelrechten Hype, vor allem in sozialen Medien sind zahlreiche Beiträge hierzu zu finden.
Häufig werden auch binaurale Beats mit ASMR kombiniert. Dabei handelt es sich um Töne - zum Beispiel ein Flüstern - die mit minimal anderer Frequenz jeweils auf dem linken und rechten Ohr vorgespielt werden. "Ruhige, sich ständig wiederholende Geräusche können dabei helfen, sich zu entspannen. Trotzdem sollte man seinen Ohren regelmäßig Pausen gönnen", sagt der Hörakustiker-Meister Schmidt. Fällt es allerdings schwer, bei kompletter Ruhe abzuschalten, können ASMR-Geräusche den Übergang in die Entspannung erleichtern.
Selektive Intoleranz
Im Gegensatz zum Hörgenuss stehen Misophonie und Hyperakusis. Von Misophonie spricht man, wenn harmlose Töne wie zum Beispiel Kaugeräusche oder ein tropfender Wasserhahn starke negative Emotionen hervorrufen. Von Hyperakusis, wenn Geräusche sogar körperliches Unbehagen bis hin zu Schmerz verursachen. Diese Überempfindlichkeit kann durch Lärmschäden, ein Knalltraum oder durch Innenohrerkrankungen hervorgerufen werden. Ob eine Hyperakusis oder eine Hörbeeinträchtigung vorliegt, kann ein Hörakustiker per professionellem Hörtest ermitteln. Er prüft dabei, ob das Gehör einwandfrei funktioniert oder ob ein Hörsystem ratsam ist und versorgt Betroffene individuell.
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