Berlin (ots) -
Anlässlich des Gipfeltreffens zwischen der EU und Kanada in Montreal ab Donnerstag warnt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) vor weiteren LNG-Abnahmeverträgen aus Kanada. Der bundeseigene Gasimporteur SEFE hat diese Woche den Abschluss eines Liefervertrags mit dem kanadischen LNG-Konsortium Ksi Lisims verkündet, über den bis weit über das Jahr 2045 hinaus LNG bezogen werden soll. Bereits im März 2026 hatte der staatliche Gaskonzern Uniper in Anwesenheit von Katherina Reiche einen Vertrag über die Lieferung von 2,7 Milliarden Kubikmetern LNG pro Jahr bis 2051 unterzeichnet. Die DUH kritisiert die Bundesregierung dafür, die Staatsimporteure zu unterstützen, weitere fossile Abhängigkeiten aufzubauen. Dies stehe im Widerspruch zu Deutschlands Klimaneutralitätsziel bis 2045 und unterstützt das kontroverse Ksi-Lisims-Exportterminal, für das noch keine finale Investitionsentscheidung getroffen wurde.
Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH:
"Wir verurteilen den neuen LNG-Liefervertrag mit Ksi Lisims aufs Schärfste! Die europäisch-kanadische Energiepartnerschaft muss grüne Zukunftsenergien im Fokus haben, anstatt den globalen LNG-Boom weiter anzuheizen. Weitere Abnahmeverträge deutscher Konzerne wie SEFE und Uniper würden dem Ksi-Lisims-Konsortium die finanzielle Sicherheit geben, sein LNG-Terminal und die dazugehörige Frackinggas-Pipeline zu bauen - mit katastrophalen Folgen für indigene Gemeinschaften und die Natur. Deutschland verfügt durch Langfristverträge für LNG und Pipelinelieferungen bereits über ein Gasüberangebot für die kommenden Jahre. Wir fordern die Bundesregierung und die EU-Mitgliedstaaten auf, weitere fossile Abhängigkeiten zu stoppen und ein Moratorium auf alle neuen LNG-Lieferverträge zu verhängen."
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de
Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/22521/6378708
Anlässlich des Gipfeltreffens zwischen der EU und Kanada in Montreal ab Donnerstag warnt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) vor weiteren LNG-Abnahmeverträgen aus Kanada. Der bundeseigene Gasimporteur SEFE hat diese Woche den Abschluss eines Liefervertrags mit dem kanadischen LNG-Konsortium Ksi Lisims verkündet, über den bis weit über das Jahr 2045 hinaus LNG bezogen werden soll. Bereits im März 2026 hatte der staatliche Gaskonzern Uniper in Anwesenheit von Katherina Reiche einen Vertrag über die Lieferung von 2,7 Milliarden Kubikmetern LNG pro Jahr bis 2051 unterzeichnet. Die DUH kritisiert die Bundesregierung dafür, die Staatsimporteure zu unterstützen, weitere fossile Abhängigkeiten aufzubauen. Dies stehe im Widerspruch zu Deutschlands Klimaneutralitätsziel bis 2045 und unterstützt das kontroverse Ksi-Lisims-Exportterminal, für das noch keine finale Investitionsentscheidung getroffen wurde.
Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH:
"Wir verurteilen den neuen LNG-Liefervertrag mit Ksi Lisims aufs Schärfste! Die europäisch-kanadische Energiepartnerschaft muss grüne Zukunftsenergien im Fokus haben, anstatt den globalen LNG-Boom weiter anzuheizen. Weitere Abnahmeverträge deutscher Konzerne wie SEFE und Uniper würden dem Ksi-Lisims-Konsortium die finanzielle Sicherheit geben, sein LNG-Terminal und die dazugehörige Frackinggas-Pipeline zu bauen - mit katastrophalen Folgen für indigene Gemeinschaften und die Natur. Deutschland verfügt durch Langfristverträge für LNG und Pipelinelieferungen bereits über ein Gasüberangebot für die kommenden Jahre. Wir fordern die Bundesregierung und die EU-Mitgliedstaaten auf, weitere fossile Abhängigkeiten zu stoppen und ein Moratorium auf alle neuen LNG-Lieferverträge zu verhängen."
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