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Dr. Eckhard Schulte (MainSky): Drahtseilakt für EZB und Fed

27.10.2026 -

EZB mit Frankreich und Lagardes Zukunft im Fokus Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte primär die angespannte fiskalische Lage Frankreichs im Mittelpunkt stehen. Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass die Notenbank noch weit davon entfernt ist, ihr Antifragmentierungsinstrument TPI zur Stabilisierung französischer Staatsanleihen zu aktivieren. Präsidentin Christine Lagarde dürfte vielmehr erneut deutlich machen, dass die Lösung der französischen Schuldenprobleme in Paris liegt und nicht in Frankfurt.

Gleichzeitig dürfte Lagarde darauf bedacht sein, verbal kein zusätzliches Öl ins Feuer zu gießen. Die zuletzt deutlich gestiegenen Anleiherenditen wirken bereits dämpfend auf Wachstum und Inflation. Es besteht deshalb wenig Anlass, die ohnehin aggressiv eingepreisten Zinserhöhungen für das kommende Jahr noch weiter anzufeuern. Eine Zinserhöhung im Dezember bleibt aus unserer Sicht zwar wahrscheinlich, ist aber keineswegs ausgemacht. Entscheidend dürfte auch sein, wie sich die Lage im Nahen Osten nach den US-Zwischenwahlen entwickelt.

Für zusätzliche Spannung könnten Fragen zur persönlichen Zukunft Lagardes sorgen. Dabei dürfte insbesondere die Möglichkeit eines vorzeitigen Rücktritts diskutiert werden, um eine Neubesetzung der EZB-Spitze noch vor den französischen Parlamentswahlen zu ermöglichen.

Fed im Beobachtungsmodus, Warsh sucht seine Linie Auch bei der Fed gilt eine Zinspause als nahezu sicher. Die Leitzinsspanne dürfte bei 3,75 bis 4,00 Prozent bleiben. Wenige Tage vor den US-Midterms am 3. November dürfte die Notenbank zunächst in den Beobachtungsmodus wechseln. Für Fed-Chef Kevin Warsh wird dabei primär die Kommunikation zur Herausforderung. Nach mehreren unglücklichen Pressekonferenzen muss es ihm gelingen, den Märkten mehr Orientierung zu geben, ohne sich durch eine konkrete Forward Guidance auf einen geldpolitischen Kurs festzulegen.

Auch in den USA bleibt eine weitere Zinserhöhung im Dezember im Spiel. Für 2027 halten wir die vom Markt eingepreisten Zinserhöhungen allerdings weiterhin für überzogen. Das gilt aus unserer Sicht für beide Seiten des Atlantiks.

MainSky Asset Management AG

Grüneburgweg 58-62 60322 Frankfurt am Main

Tel.: 069 / 150 49 680-0

www.mainsky.de

Pressekontakt:

Kranch Media Thomas Kranch

Mozartstraße 30 64584 Biebesheim am Rhein

Tel.: 0151 / 1200 25 35

E-Mail: tk@kranch-media.de

Über die MainSky Asset Management AG

Seit 2001 steht die MainSky Asset Management AG für bankenunabhängige Vermögensverwaltung mit dem Fokus auf Familienvermögen, Family Offices und institutionelle Investoren. MainSky ist spezialisiert auf das Management von liquiden Assets. Mehrwert wird generiert, indem das Performancepotenzial für einzelne Märkte bzw. Marktsegmente aus makroökonomischen Fundamentalanalysen abgeleitet und die Portfoliostruktur aktiv auf die erwarteten Marktbedingungen ausgerichtet wird. Analyse und Meinungsbildung werden durch eigens entwickelte quantitative Modelle unterstützt. Dennoch gibt es keine Modellgläubigkeit und es erfolgt immer eine ökonomische Interpretation aller Informationen hin zu einem ökonomisch plausiblen Marktbild. Insgesamt verwaltet die Gesellschaft mit einem Team von acht Mitarbeitern rund 680 Millionen Euro in mehreren Spezialfonds, Managed Accounts und dem vermögensverwaltenden MainSky Macro Allocation Fund.

Über den MainSky Macro Allocation Fund

Der MainSky Macro Allocation Fund bietet Investoren Zugang zu den globalen Aktien- und Rentenmärkten und orientiert sich an der gleichnamigen und seit 2007 mit einem Track Record und einem herausragendem Rendite-Risiko-Verhältnis ausgestatteten Anlagestrategie. Der Investmentansatz konnte in der Vergangenheit durch konstant gute Ergebnisse überzeugen. Gerade in schwierigen Marktphasen wie der Finanzmarkt- und der Corona-Krise 2008 zeigte sich die Überlegenheit der Strategie durch erfolgreichen Kapitalerhalt. Grundlage des Ansatzes ist eine Makro- bzw. Top-Down-Analyse, aus der heraus das Management die jeweiligen Asset-Klassen und Marktsegmente allokiert. Die Finanzmärkte sind weitgehend mikro-effizient, aber makro-ineffizient. Das Fondsmanagement nutzt diese makroökonomischen Ineffizienzen durch eine flexible Assetklassen-, Sektor-, Faktor- & Länderallokation aus. Die Umsetzung der Aktienquote über ETFs ermöglicht zudem eine Partizipation an verschiedenen Faktorprämien (z.B. Low Volatility, Growth). Mit einer Aktienquote zwischen 25 und 75 Prozent strebt der Fonds eine mittelfristige absolute Wertentwicklung von 5-6 Prozent über der Geldmarktrendite sowie eine jährliche Ausschüttung von drei Prozent an. Der MainSky Macro Allocation Fund ist ein Artikel 8-Fonds gemäß der EU-Offenlegungsverordnung.

Disclaimer Dieses Informationsmaterial enthält kein Angebot zum Erwerb oder zur Zeichnung von Wertpapieren. Alleinige Grundlage für den Erwerb von MainSky Investmentfonds sind die jeweiligen Verkaufsprospekte. Die Informationen in diesem Dokument sind ausschließlich zur Veranschaulichung und zur Diskussion bestimmt und stellen keine Beratung dar. Die enthaltenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren lediglich die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle. Angaben über Anlageergebnisse und Anlageziele sind keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung.

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Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

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