AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen hat das Margenziel für dieses Jahr gesenkt und für die kommenden Jahre gleich ganz gestrichen. So rechnet das Unternehmen für das laufende Jahr bei der Marge gemessen am Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) jetzt mit einem Wert von 50 Prozent und damit rund zwei Prozentpunkte weniger als bisher. Das mittelfristige Ziel einer Marge von mehr als 55 Prozent wurde ganz gestrichen.
Angaben zur Profitabilität im dritten Quartal machte der Konzern wie üblich im Herbst nicht. Der Umsatz legte in den drei Monaten bis Ende September um 23 Prozent auf 738 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Mittwoch in Amsterdam mitteilte. Das Wachstum fiel damit etwas stärker als erwartet aus. Das Umsatzziel wurde bestätigt.
Die gekappte Margenprognose belastet die im EuroStoxx 50 notierte Aktie am Morgen stark. Ihr Kurs dank auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Euronext-Schlusskurs um rund 4 Prozent auf 906 Euro. Der Wert des Papieres ist im bisherigen Jahresverlauf bereits um fast ein Drittel gefallen. Damit knüpfte es an die schwache Entwicklung der vergangenen Jahre an. Seit dem Rekordhoch von 2.835 Euro vor gut fünf Jahren sank der Börsenwert um rund zwei Drittel auf zuletzt etwas weniger als 30 Milliarden Euro./zb/lew/mis




