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MÄRKTE EUROPA/Leichtes Plus vor US-Zinsentscheidung

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichtes Plus vor US-Zinsentscheidung

DOW JONES--Mit moderaten Aufschlägen haben die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch geschlossen. Wie das Wall Street Journal berichtete, sollen die USA mehrere arabische Golfstaaten aufgefordert haben, sich nach den US-Zwischenwahlen Anfang November auf einen kurzen, intensiven Militäreinsatz einzustellen. Das bremste die Kauflaune. Auch warteten Anleger auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend. Der Brent-Ölpreis zog auf über 116 Dollar das Fass an, die Rendite der 10-jährigen US-Benchmarkanleihe stieg leicht auf 5,02 Prozent. Der DAX stieg um 0,4 Prozent bei 25.704 Punkten, der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 6.168 Punkte.

Es gilt als ausgemacht, dass die Fed das aktuelle Leitzinsniveau bestätigen wird. "Normalerweise würde man an der Stelle sagen, entscheidend ist der Ausblick. Allerdings wird Kevin Warsh hier Anleger und Börsen wohl ganz bewusst im Unklaren lassen", hieß es von QC Partners. Die Wahrscheinlichkeit einer Dezember-Erhöhung wird aktuell mit 90 Prozent eingepreist.

Davor setzte vor allem die Berichtssaison Impulse. SK Hynix hat sehr gute Geschäftszahlen vorgelegt, was Technologieaktien Auftrieb verleiht. Am Abend berichten zudem die Technologie-Konzerne Alphabet und Microsoft. Anleger interessiert dabei vor allem die Frage, ob der KI-Investitionsboom weiter in Takt ist. Siemens Energy gewannen 3,6 Prozent, Infineon 1,6 Prozent, Aixtron 3,4 Prozent oder ASML 1,3 Prozent.

Die Deutsche Bank (+4,0%) hat überzeugende Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Sie steigerte den Gewinn trotz einer schwächeren Investmentbank und einer deutlich erhöhten Risikovorsorge und schlug die Markterwartungen. Die Vermögenstochter DWS (-1,7%) entwickelte sich auf der Ergebnisseite zwar nicht so zufriedenstellend, hat jedoch sehr starke Nettomittelzuflüsse ausgewiesen. "Das ist eigentlich wichtiger", hieß es im Handel.

BASF hat ordentliche Zahlen für das dritte Quartal bekannt gegeben. Allerdings wurde der Ausblick auf das vierte Quartal von Analysten als schwächlich beschrieben. BASF gewannen 1,4 Prozent. Das organische Wachstum von Symrise von 5,3 Prozent im dritten Quartal hat laut Jefferies die Konsensschätzung um 30 Basispunkte geschlagen. Aber ein nicht überzeugender Ausblick auf das vierte Quartal schickte die Aktie um 10,2 Prozent nach unten.

Traton fielen um 2,0 Prozent. Einige Schlüsselparameter haben laut Bernstein im dritten Quartal nicht ganz überzeugt. JP Morgan sieht aber eine Verbesserung der Dynamik im abgelaufenen Quartal, da sich der stärkere Auftragsbestand aus den Vorquartalen nun in Auslieferungen niederschlage. Die endgültigen Drittquartalszahlen von Mercedes-Benz setzten keine großen Akzente mehr - das Papier erhöhte sich um 0,1 Prozent.

Während das Gesamtergebnis von Unilever laut RBC zufriedenstellend ausgefallen ist, so sei das dritte Quartal doch eins der zwei Geschwindigkeiten gewesen. Die Prognose für das Volumenwachstum im Gesamtjahr wurde von "rund 3 Prozent" auf "mindestens 3 Prozent" leicht angehoben. Das reichte den Anlegern offenbar nicht. Unilever fielen um 2,1 Prozent. Die UBS-Aktie reduzierte sich um 0,6 Prozent. Die Schweizer Bank hat im dritten Quartal "etwas enttäuschende" Zahlen vorgelegt, was die Chancen auf potenzielle Heraufstufungen einschränke, so die Analysten von Keefe, Bruyette and Woods.

Das flächenbereinigte Umsatzwachstum von Danone (+2,6%) hat laut JP Morgan mit 4,0 Prozent die Konsensprognose von 3,7 Prozent geschlagen. Die Werte dürften zur Beruhigung der Anleger mit Blick auf die wichtigsten Ertragssäulen von Danone beitragen, hieß es. Die Aktien von GSK reduzierten sich um 4,8 Prozent, nachdem der britische Pharmakonzern geringer als erwartet ausgefallene Umsätze für seinen Gürtelrose-Impfstoff Shingrix gemeldet hatte. Das meistverkaufte Produkt des Unternehmens litt vor allem unter einer Schwäche auf dem chinesischen Markt.

Der von Thyssenkrupp abgespaltene Werkstoffhändler TK Accelis feierte am Mittwoch sein Börsendebüt und wurde bis Handelsende im MDAX geführt. Der erste Kurs lag bei 27,80 Euro, der Schlusskurs bei 27,28 Euro - ein Minus von 1,9 Prozent. Die Aktionäre von Thyssenkrupp hatten für jeweils 20 Aktien ein Accelis-Papier erhalten. Thyssenkrupp gaben entsprechend nach.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.168       +0,1          +6,5 
Stoxx-50        5.368       -0,1          +9,2 
DAX          25.704       +0,4          +4,5 
FTSE-100 London    10.695       +0,1          +7,6 
CAC-40 Paris      7.887        0,0          -3,2 
AEX Amsterdam     1.136       -0,4         +19,8 
BEL-20 Brüssel     5.816       +0,2         +14,3 
IBEX-35 Madrid    18.884       -1,5         +10,7 
SMI Zürich      14.581       -0,1         +10,0 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 18:43 
EUR/USD          1,1147  +0,2  0,0025     1,1122   1,1139 
EUR/JPY          176,32  +0,4  0,6200      175,7  175,8700 
EUR/CHF          0,9241  +0,2  0,0019     0,9222   0,9224 
EUR/GBP          0,8372  +0,2  0,0014     0,8358   0,8364 
USD/JPY          158,15  +0,1  0,2100     157,94  157,8600 
GBP/USD          1,3313  +0,1  0,0010     1,3303   1,3313 
USD/CNY          6,666  0,0  0,0000     6,6660   6,6660 
USD/CNH          6,6632  -0,0  -0,0015     6,6647   6,6641 
AUS/USD          0,7041  +0,2  0,0017     0,7024   0,7032 
Bitcoin/USD      80.433,66  -0,3  -270,84    80.704,50 80.603,34 
 
ROHÖL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         103,02  +3,1   3,12      99,9 
Brent/ICE         116,25  +2,1   2,37     113,88 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.042,19  -0,4  -15,61    4.057,80 
Silber           53,70  -1,2   -0,66      54,36 
Platin         1.535,90  -0,3   -4,38    1.540,28 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/apo

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October 28, 2026 13:12 ET (17:12 GMT)

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