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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

FEIERTAGSHINWEIS

FREITAG: In Stockholm findet vor dem Feiertag "Allerheiligen" am Samstag lediglich ein verkürzter Handel statt.

TAGESTHEMA I

Die Fed hat ihren Leitzins wie erwartet auf dem aktuellen Niveau belassen. Der Leitzins liegt damit weiter in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Börsianer und Ökonomen hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Der Beschluss fiel mit zwei Gegenstimmen. Fed-Gouverneurin Lisa Cook und die Präsidentin der Fed von Cleveland, Beth Hammack, votierten für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Die Notenbanker sehen sich mit einem komplexen Spannungsfeld konfrontiert: Während sich der US-Arbeitsmarkt zuletzt robust zeigte, schüren die geopolitischen Verwerfungen durch den Krieg im Nahen Osten neue Inflationsängste. An den Terminmärkten wird eine Zinserhöhung im Dezember um 25 Basispunkte zu 86 Prozent eingepreist. In seinem Statement äußerte sich der FOMC nicht zu den Zinserwartungen an der Wall Street. In seiner Pressekonferenz räumte Fed-Chef Kevin Warsh ein, dass die Inflation zu hoch sei, "aber wir arbeiten daran". Bei der Bekämpfung der Inflation gehe es nicht um ein bestimmtes Datum im Kalender, genauso wenig wie um einen einzelnen Datenpunkt, sagte Warsh.

TAGESTHEMA II

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte beschließen, seine Geldpolitik unverändert zu lassen. Alle 24 von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte erwarten unveränderte Leitzinsen und ein Festhalten an dem Prinzip, von Sitzung zu Sitzung auf Basis aktueller Daten zu entscheiden. Verbale oder gar tatsächliche Hilfe der Zentralbank für französische Staatsanleihen hält keiner der Experten für wahrscheinlich. Nichtsdestoweniger dürften die Finanzierungskosten des französischen Staats ein bestimmendes Thema in der Pressekonferenz mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde sein. Fragen könnten zudem zu einer Anhebung der Mindestreserve für Banken von 1 auf 2 Prozent kommen. Einige Analysten glauben, dass die Ratssitzung in dieser Woche eine gute Gelegenheit böte, dieses aus Sicht der Banken ungeliebte Projekt voranzutreiben.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

MTU AERO (8:00h)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das dritte Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

PROG PROG PROG 
3. QUARTAL          3Q26 ggVj Zahl  3Q25 
Umsatz            2.366 +11%  15 2.132 
EBIT bereinigt         354  +4%  15  339 
EBIT-Marge bereinigt     15,0  --  --  15,8 
Ergebnis nach Steuern ber   252  +5%  15  241 
Ergebnis je Aktie bereinigt  4,64  +4%  15  4,46 
Ergebnis nach Steuern     252  +1%   9  250 
Ergebnis je Aktie       4,71  +2%   7  4,63 
Free Cashflow         109 +63%  15   67 
 

VOLKSWAGEN (7:30h)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das dritte Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro, Rendite in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

PROG  PROG PROG 
3. QUARTAL 2026         3Q26  ggVj Zahl   3Q25 
Umsatz             77.699 -3,2%  10  80.305 
Operatives Ergebnis      -2.649   --   8  -1.299 
Operative Umsatzrendite     -3,0   --   7   -1,6 
Ergebnis vor Steuern      -3.390   --   7   -364 
Ergebnis nach Steuern     -3.043   --   8  -1.072 
Ergebnis nach Steuern/Dritten -2.819   --   7   -482 
Ergebnis je Vorzugsaktie    -3,75   --   4  -0,96 
Umsatz Sparten: 
-Core             34.928 +1,3%   7  34.471 
-Progressive          14.362 -9,1%   9  15.807 
-Sport Luxury          7.304 -5,1%   9  7.695 
-Cariad              443  +12%   8   396 
-Mobility           15.040 +1,8%   6  14.778 
Operatives Ergebnis Sparten: 
-Core               268  -79%   5  1.265 
-Progressive           345  -26%   5   468 
-Sport Luxury           346   --   6  -1.060 
-Cariad             -420   --   7   -328 
-Mobility             830  -23%   6  1.082 
Netto-Cashflow Automobile    1.383  -56%   4  3.147 
 

Weitere Termine:

06:55 DE/Kion Group AG, ausführliches Ergebnis 3Q

06:55 ES/Banco Bilbao Vizcaya Argentaria SA (BBVA), Ergebnis 3Q

07:00 AT/OMV AG, Ergebnis 3Q

07:00 BE/Anheuser-Busch Inbev SA, Ergebnis 3Q

07:00 CH/STMicroelectronics NV, Ergebnis 3Q

07:00 FR/Renault SA, Umsatz 3Q

07:20 FR/Air Liquide SA, Ergebnis 3Q

07:30 DE/Adidas AG, ausführliches Ergebnis 3Q

07:30 DE/Aixtron SE, ausführliches Ergebnis 3Q

07:30 FR/Schneider Electric SE, Ergebnis 3Q

07:30 NL/ING Groep NV, Ergebnis 3Q

07:30 DE/Baader Bank AG, Ergebnis 3Q

07:30 DE/Drägerwerk AG & Co KGaA, ausführliches Ergebnis 3Q (16:00 Investorenkonferenz)

08:00 CH/Glencore plc, Production Report 3Q

08:00 FR/Totalenergies SE, Ergebnis 3Q

08:00 GB/Shell plc, Ergebnis 3Q

08:00 DE/LPKF Laser & Electronics SE, Ergebnis 3Q

08:00 ES/Repsol SA, Ergebnis 3Q

08:00 GB/Haleon plc, Trading Statement 3Q

08:00 GB/Lloyds Banking Group plc, Ergebnis 3Q

11:00 GB/Linde plc, Ergebnis 3Q (14:00 Analystenkonferenz)

11:30 US/Merck & Co Inc, Ergebnis 3Q

12:00 US/Mastercard Inc, Ergebnis 3Q

12:30 US/Caterpillar Inc, Ergebnis 3Q

17:45 FR/Axa SA, Ergebnis 1Q

17:45 FR/Universal Music Group NV (UMG), Ergebnis 3Q

21:00 US/Intel Corp, Ergebnis 3Q

21:00 US/Starbucks Corp, Ergebnis 4Q

21:05 US/Amazon.com Inc, Ergebnis 3Q

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Banco Santander     0,13 EUR 
Inditex         0,70875 EUR 
 

AUSBLICK KONJUNKTUR

- EU 
  11:00 Index Wirtschaftsstimmung Oktober 
     Wirtschaftsstimmung Eurozone 
     PROGNOSE: 97,7 
     zuvor:  97,9 
     Industrievertrauen Eurozone 
     PROGNOSE: -3,8 
     zuvor:  -3,8 
     Verbrauchervertrauen Eurozone 
     PROGNOSE:    -17,9 
     Vorabschätzung: -17,9 
     zuvor:     -16,8 
 
  14:15 EZB, Ergebnis der Ratssitzung 
     Einlagensatz 
     PROGNOSE: 2,50% 
     zuvor:  2,50% 
- US 
  13:30 BIP (1. Veröffentlichung) 3Q 
     annualisiert 
     PROGNOSE:  +3,1% gg Vq 
     2. Quartal: +2,2% gg Vq 
     BIP-Deflator 
     PROGNOSE:  +3,3% gg Vq 
     2. Quartal: +6,1% gg Vq 
 
  13:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     PROGNOSE: 200.000 
     zuvor:  194.000 
 
  13:30 Persönliche Ausgaben und Einkommen September 
     Ausgaben / Einkommen 
     PROGNOSE: +0,6% gg Vm/+0,3% gg Vm 
     zuvor: +0,9% gg Vm/+0,2% gg Vm 
     PCE-Preisindex / Gesamtrate 
     PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+3,7% gg Vj 
     zuvor:  +0,3% gg Vm/+3,4% gg Vj 
     PCE-Preisindex / Kernrate 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,1% gg Vj 
     zuvor:  +0,2% gg Vm/+3,0% gg Vj 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.849,00  +0,2 
E-Mini-Future S&P-500   7.767,50  -0,2 
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.704,25  -0,9 
Topix (Tokio)       3.995,70  +0,1 
Hang-Seng (Hongk.)    23.072,16  -0,1 
Shanghai-Comp.       3.660,73  -0,6 
 
Mittwoch: 
INDEX        Schluss +/- % 
DAX        25.704,02  +0,4 
DAX-Future    25.849,00  +0,5 
MDAX       30.425,40  -0,2 
TecDAX       4.115,60  +0,6 
SDAX       18.422,69  +0,3 
Euro-Stoxx-50   6.167,81  +0,1 
Stoxx-50      5.368,46  -0,1 
XDAX       25.713,38  +0,0 
Dow-Jones     52.475,10  +0,2 
S&P-500      7.743,98  +0,3 
Nasdaq Composite 26.549,85  +0,3 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Die Börsen dürften mit Aufschlägen in den Handel starten. Die US-Notenbank hat wie erwartet das aktuelle Leitzinsniveau bestätigt. Zum weiteren geldpolitischen Vorgehen hielt sich Fed-Präsident Kevin Warsh wie erwartet bedeckt, Analysten gehen davon aus, dass die Fed im Dezember die Leitzinsen erhöhen wird. Leicht positiv für die Börsen ist, dass Warsh das Wachstumstempo der US-Wirtschaft auf "stark" von "solide" hochgestuft hat. Möglicherweise ist das ein positives Signal für die am Nachmittag anstehenden BIP-Zahlen für das dritte Quartal. Die Blicke richten sich nun auf die geldpolitische Entscheidung der EZB am Nachmittag. Auch hier wird eine Bestätigung der Leitzinsen erwartet. Die nach Börsenschluss veröffentlichten Geschäftszahlen von Microsoft und Alphabet enthalten Licht und Schatten.

Rückblick: Gut behauptet - Laut Berichten sollen die USA mehrere arabische Golfstaaten aufgefordert haben, sich nach den US-Zwischenwahlen Anfang November auf einen kurzen, intensiven Militäreinsatz einzustellen. Das bremste die Kauflaune. Auch warteten Anleger auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend. SK Hynix hatte sehr gute Geschäftszahlen vorgelegt, was Technologieaktien Auftrieb verlieh. Siemens Energy gewannen 3,6 Prozent, Infineon 1,6 Prozent, Aixtron 3,4 Prozent oder ASML 1,3 Prozent. UBS reduzierte sich um 0,6 Prozent. Die Bank hatte im dritten Quartal "etwas enttäuschende" Geschäftszahlen vorgelegt, so KBW. Das flächenbereinigte Umsatzwachstum von Danone (+2,6%) hatte laut JP Morgan die Konsensprognose geschlagen. GSK reduzierten sich um 4,8 Prozent, nachdem der Pharmakonzern geringer als erwartet ausgefallene Umsätze für seinen Gürtelrose-Impfstoff Shingrix gemeldet hatte. Das meistverkaufte Produkt des Unternehmens litt vor allem unter einer

Schwäche auf dem chinesischen Markt.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Etwas fester - Die Deutsche Bank (+4,0%) hatte überzeugende Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Die Vermögenstochter DWS (-1,7%) entwickelte sich auf der Ergebnisseite nicht so zufriedenstellend. BASF hatte ordentliche Geschäftszahlen für das dritte Quartal bekannt gegeben. BASF gewannen 1,4 Prozent. Ein nicht überzeugender Ausblick auf das vierte Quartal schickte die Aktie von Symrise um 10,2 Prozent nach unten. Traton fielen um 2,0 Prozent. Einige Schlüsselparameter hatten laut Bernstein im dritten Quartal nicht ganz überzeugt. Die endgültigen Drittquartalszahlen von Mercedes-Benz setzten keine großen Akzente mehr - das Papier erhöhte sich um 0,1 Prozent. Der von Thyssenkrupp abgespaltene Werkstoffhändler TK Accelis feierte sein Börsendebüt und wurde bis Handelsende im MDAX geführt. Der erste Kurs lag bei 27,80 Euro, der Schlusskurs bei 27,28 Euro - ein Minus von 1,9 Prozent. Thyssenkrupp gaben mit der Abspaltung entsprechend nach.

XETRA-NACHBÖRSE

Airbus kletterten um 1,2 Prozent, Salzgitter um 4,1 Prozent, Befesa um 1,1 Prozent und Knorr-Bremse verloren 0,8 Prozent. Vonovia büßten 0,9 Prozent ein.

USA - AKTIEN

Gut behauptet - Nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank und vor wichtigen Quartalszahlen aus dem Technologiesektor hat sich die Wall Street mit moderaten Aufschlägen gezeigt. Die Fed hatte wie erwartet das Leitzinsniveau bestätigt. Im Technologiesektor standen nach der Schlussglocke die Quartalszahlen der Google-Mutter Alphabet und von Microsoft im Fokus. Gestützt wurde das Sentiment von starken Zahlen von SK Hynix. Bei den Chipwerten kletterten Intel, die am Donnerstag ihre Zahlen vorlegen werden, um 1,9 Prozent. Das Medizintechnikunternehmen GE HealthCare Technologies (+6,6%) hatte die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Auch GE Vernova hat den Ausblick für das Gesamtjahr nach oben genommen. GE Vernova übernimmt jedoch die deutsche Trench Group 9 Milliarden US-Dollar. GE Vernova büßten 1,9 Prozent ein. Die Aktien der Burger-Kette Wendy's stiegen um 15,2 Prozent. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" hat der Hedgefonds Trian Fund Management ein Übernahmeangebot für rund 1,4 Milliarden US-Dollar vorlegt.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries  Rendite +/- 
2 Jahre     4,73 -0,004 
10 Jahre     5,04 +0,05 
30 Jahre     5,36 +0,06 
 

Die Renditen am langen Ende des Marktes zogen an, die Rendite der geldpolitisch sensiblen zweijährigen sank dagegen. Die zweijährige Rendite zeigte sich zunächst stabil, bevor sie während der Pressekonferenz von Fed-Chairman Kevin Warsh kräftig fiel. Denn Warsh vermiet es, eine Zinserhöhung im Dezember anzudeuten.

DEVISENMARKT

DEVISEN    zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:00 
EUR/USD     1,1136  -0,1  -0,0016     1,1152   1,1139 
EUR/JPY     175,77  -0,1  -0,2500    176,0200  176,2500 
EUR/CHF     0,9232  -0,0  -0,0003     0,9235   0,9245 
EUR/GBP     0,8364  -0,0  -0,0003     0,8367   0,8374 
USD/JPY     157,82  0,0   0,0000    157,8200  158,2100 
GBP/USD     1,3311  -0,1  -0,0014     1,3325   1,3297 
USD/CNY     6,661  -0,1  -0,0050     6,6660   6,6662 
USD/CNH     6,6585  -0,0  -0,0029     6,6614   6,6634 
AUS/USD     0,7046  -0,1  -0,0007     0,7053   0,7034 
Bitcoin/USD 80.153,69  -1,4 -1.119,89    81.273,58 80.453,83 
 

Der Dollar-Index behauptete seine jüngsten Gewinne weitgehend, verlor nach der Fed-Entscheidung 0,1 Prozent. Der Euro legte um 0,3 Prozent auf 1,1154 Dollar zu. Die Märkte rechneten mit einer Straffung im Dezember, auch wenn sich Warsh nicht in die Karten schauen ließ.

Der Dollar-Index gewinnt am Morgen um 0,1 Prozent - bewegt sich aber letztlich kaum. "Wir sind der Meinung, dass die geringer als erwartet ausgefallene Zahl von Gegenstimmen und die am Ende der Erklärung eingefügten warnenden Formulierungen am Rande als eher taubenhaft interpretiert werden sollten", sagt Analyst Karl Schamotta von Corpay mit Blick auf die Fed und die zwei Stimmen gegen eine Bestätigung des Zinsniveaus.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle    zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.024,13  -1,1   -42,91    4.067,04 
Silber      52,77  -2,2   -1,21      53,98 
Platin    1.510,65  -1,8   -27,47    1.538,12 
 

Der Goldpreis gab einen Teil seiner Vortagesgewinne wieder ab, notierte aber weiterhin über der Marke von 4.000 Dollar je Feinunze. Das Edelmetall reduzierte sich zum Settlement vor der Fed-Entscheidung um 0,6 Prozent auf 4.036 Dollar. Im Anschluss passierte dann aber nicht mehr viel. Der Schritt sei erwartet worden, hieß es.

ÖL

ROHÖL     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    101,34  -1,4   -1,44     102,78 
Brent/ICE    113,78  -1,3   -1,54     115,32 
 

Die Ölpreise legten zu. Die USA sollen mehrere arabische Golfstaaten aufgefordert haben, sich nach den US-Zwischenwahlen Anfang November auf einen kurzen, intensiven Militäreinsatz einzustellen. Außerdem hatten die jemenitischen Huthi-Milizen bekannt gegeben haben, dass sie die größte Ölraffinerie Saudi-Arabiens angegriffen hätten. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent stieg um 1,3 Prozent auf 115,32 Dollar.

MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR

AIRBUS

hat seine Jahresprognose nach dem dritten Quartal 2026 bekräftigt. Demnach plant der Konzern in diesem Jahr weiterhin mit einem Anstieg des bereinigten EBIT auf 7,5 Milliarden Euro von 7,1 Milliarden im vergangenen Jahr. Der freie Cashflow (FCF) vor Kundenfinanzierungen soll auf dem Vorjahresniveau von 4,5 Milliarden Euro liegen. Bis zum Jahresende will der Luft- und Raumfahrtkonzern unverändert rund 870 Verkehrsflugzeuge an Kunden übergeben nach 793 Maschinen im vergangenen Jahr. Für das dritte Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Bilanzierung nach IFRS):

.                BERICHTET  PROG  PROG 
3. QUARTAL           3Q26 ggVj  3Q26  ggVj  3Q25 
Umsatz            17.469  -2% 17.910 +0,5% 17.826 
EBIT bereinigt        1.768  -9%  1.777  -8%  1.942 
EBIT             1.805  +3%  1.751 +0,2%  1.748 
Ergebnis nach Steuern/Dritten 1.344 +20%  1.298  +16%  1.116 
Ergebnis je Aktie       1,70 +21%  1,67  +18%  1,41 
Free Cashflow*         -102  --   325  -53%   696 
* vor Kundenfinanzierungen 
 

ALZCHEM

hat in den ersten neun Monaten von einem zweistelligen Wachstum im Spezialchemiegeschäft profitiert. Maßgeblicher Treiber sei die Nachfrage nach Inhaltsstoffen für die Bereiche Ernährung und Verteidigung gewesen. Umsatz und operative Marge legten zu, den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern. In den neun Monaten legte Umsatz um 4 Prozent zum Vorjahr auf 444 Millionen Euro zu. Das EBITDA erhöhte sich um 8 Prozent auf 93,2 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Alzchem 48,4 Millionen Euro nach 46,8 Millionen im Vergleichszeitraum.

DEUTSCHE TELEKOM

Der Gewinn von T-Mobile US ist im dritten Quartal gestiegen, da das Unternehmen weiterhin Postpaid-Abonnenten hinzugewann und mehr Umsatz mit diesen Kunden erzielte. Die Ergebnisse des Mobilfunkanbieters übertrafen die Erwartungen der Wall Street beim Gewinn und Umsatz sowie bei den Netto-Neuzugängen von Postpaid-Konten. Der Gewinn im dritten Quartal belief sich auf 3,46 Milliarden US-Dollar bzw. 3,22 Dollar je Aktie, verglichen mit 2,71 Milliarden Dollar bzw. 2,41 Dollar je Aktie im Vorjahr. Analysten hatten mit einem Gewinn von 2,89 Dollar je Aktie gerechnet.

KNORR-BREMSE

hat im dritten Quartal dank einer guten Entwicklung bei höheren Umsätzen auch mehr verdient. Die operative Rendite verbesserte sich deutlich. Zudem bekräftigte der Bremsenhersteller den Ausblick für das Gesamtjahr und sieht dabei sowohl den Umsatz als auch den Free Cashflow jeweils am oberen Ende der Bandbreiten liegen. Beim Umsatz hatte sich der Konzern für dieses Jahr 8,1 bis 8,3 Milliarden Euro zum Ziel gesetzt, zudem eine operative EBIT-Marge zwischen 14,0 und 14,5 Prozent und einen Free Cashflow von 750 bis 850 Millionen Euro. In den drei Monaten per Ende September lag der Umsatz laut Mitteilung mit 2,051 Milliarden Euro 9 Prozent über Vorjahresniveau. Das operative EBIT stieg überproportional um 19,1 Prozent auf 299 Millionen Euro. Die Marge lag mit 14,6 Prozent über dem Vorjahresniveau von 13,3 Prozent. Analysten hatten Knorr-Bremse exakt 14,6 Prozent Rendite zugetraut. Der Auftragseingang stieg den weiteren Angaben zufolge in den drei Monaten auf 2,053 von 1,956 Milliarden Euro. Der Free Cashflow stieg um fast 50 Prozent auf 238 Millionen Euro.

SALZGITTER

hat nach spürbaren Ergebnisverbesserungen in den ersten neun Monaten dieses Jahres die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2026 angehoben. Wie der MDAX-Konzern mitteilte, plant er nun mit einem EBITDA VX zwischen 800 und 875 Millionen Euro nach zuvor in Aussicht gestellten 725 bis 825 Millionen. Das EBT VX sieht Salzgitter in diesem Jahr nun bei 400 bis 475 Millionen Euro nach bislang 325 bis 425 Millionen. Die Umsatzporgnose lautet unverändert auf rund 10 Milliarden Euro. In den Monaten Januar bis September stieg der Außenumsatz nach vorläufigen Berechnungen auf 7,3 von 6,9 Milliarden Euro vor einem Jahr. Das EBITDA VX erreichte 659 Millionen Euro nach 224 Millionen Euro EBITDA im Vorjahr, und das EBT VX 353 Millionen Euro nach minus 72,7 Millionen Euro EBT vor Jahresfrist. Darin enthalten ist ein Beitrag von 252 (Vorjahr 83,5) Millionen Euro aus der Beteiligung an Aurubis.

BEFESA

hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres mehr verdient. Wie das Unternehmen mitteilte, wuchsen die Umsatzerlöse leicht um 1 Prozent auf 901 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA stieg überproportional um 10 Prozent auf 192 Millionen Euro. Im dritten Quartal erhöhte sich das bereinigte EBITDA ebenfalls um 10 Prozent auf 68 Millionen Euro, während sich die bereinigte EBITDA-Marge leicht auf 22 von 21 Prozent im Vorjahr verbesserte. Getragen wurde die Ergebnissteigerung laut Befesa insbesondere durch höhere Zinkpreise sowie die Erholung der Margen im Sekundäraluminiumgeschäft.

REDCARE PHARMACY

hat im dritten Quartal von einem deutlichen Wachstum des Geschäfts mit rezeptpflichtigen Medikamenten (Rx) in Deutschland profitiert. Den Ausblick bestätigte das Unternehmen. Der Umsatz betrug im dritten Quartal 847 Millionen Euro nach 719 Millionen im Vorjahr. Allein der Rx-Umsatz kletterte um 31 Prozent, in Deutschland zog er sogar um 56 Prozent an. Der Umsatz mit rezeptfreien Produkten legte konzernweit um 13 Prozent zu. Das bereinigte EBITDA zog auf 29 Millionen Euro von 17 Millionen an. Die entsprechende bereinigte EBITDA-Marge rückte auf 3,4 von 2,4 Prozent vor. Der Nettogewinn belief sich auf 1 Million Euro.

VONOVIA

BERICHTET  PROG  PROG 
9MON                   9M26 ggVj  9M26  ggVj  9M25 
EBITDA bereinigt total*         2.190  +3% 2.216  +5%  2.118 
Ergebnis vor Steuern bereinigt*     1.410  -3% 1.465 +0,3%  1.460 
Ergebnis nach Steuern/Dritten bereinigt 1.120  -7%   --   --  1.201 
* fortgeführte Geschäftsbereiche 
 

* fortgeführte Geschäftsbereiche

- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro;

WACKER CHEMIE

BERICHTET  PROG PROG 
3. QUARTAL       3Q26 ggVj  3Q26 ggVj  3Q25 
Umsatz         1.466  +9% 1.474 +10% 1.340 
EBITDA          217 +94%  213 +91%  112 
EBIT           103  --   91  --  -20 
Ergebnis nach Steuern   87  --   47  --  -82 
Ergebnis je Aktie    1,68  --  0,86  -- -1,73 
 
AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet: 
- Umsatz: Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich 
- EBITDA: 625 bis 750 Mio Euro 
 

- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro;

BBVA

hat für das dritte Quartal einen höheren Nettogewinn ausgewiesen, nachdem eine starke Kreditvergabe in ihren spanischen und mexikanischen Kernmärkten das Ertragswachstum ankurbelte. Der Nettogewinn für das Quartal lag bei 3,015 Milliarden Euro verglichen mit 2,53 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten einen Gewinn von 3,01 Milliarden Euro prognostiziert. Die Gesamterträge kletterten um 20 Prozent auf 10,91 Milliarden Euro.

SOCIETE GENERALE

hat im dritten Quartal einen Nettogewinn erzielt, der die Markterwartungen trotz eines volatilen makroökonomischen Umfelds in ihrem Heimatland übertroffen hat. Der Kreditgeber meldete für den Dreimonatszeitraum einen Nettogewinn von 1,89 Milliarden Euro. Dies stellt einen Anstieg von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar, der auf höhere Erträge und niedrigere Kosten zurückzuführen ist. Die Nettobankerträge stiegen um 7,8 Prozent auf 7,17 Milliarden Euro. Für das Jahr 2026 erwartet die Bank ein Umsatzwachstum von mehr als 2 Prozent und einen Kostenrückgang von rund 4 Prozent.

ALPHABET

Künstliche Intelligenz treibt das Wachstum von Google an mehreren Fronten voran, aber das Unternehmen sucht noch nach Wegen, dies in schnellere Umsätze in seinem Kerngeschäft mit der Websuche umzusetzen. Die mächtige Werbemaschine von Google verfehlte im dritten Quartal die Schätzungen der Analysten. Dies zog den freien Cashflow des Unternehmens nach unten und ließ die Aktie im nachbörslichen Handel um etwa 10 Prozent fallen.

MICROSOFT

Das Cloud-Geschäft verzeichnete im jüngsten Quartal des Unternehmens weiterhin ein beschleunigtes Wachstum. Dies trug zu einem höheren Gewinn bei und dämpfte die Sorgen über potenzielle Renditen aus dem Ausbau der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI).

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

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October 29, 2026 02:36 ET (06:36 GMT)

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Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

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