WIESBADEN (ots) -
- 125 000 ehemalige Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter aus der Türkei lebten 2025 in Deutschland
- 3,2 % der Bevölkerung hatten 2025 eine türkische Einwanderungsgeschichte
- 61 % aller 15- bis 64-jährigen Eingewanderten aus der Türkei sind erwerbstätig
Rund 2,6 Millionen Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte lebten im Jahr 2025 in Deutschland. Davon waren rund 1,5 Millionen (56 %) selbst eingewandert und 1,2 Millionen (44 %) in Deutschland geboren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des 65-jährigen Jubiläums des Anwerbeabkommens mit der Türkei am 30. Oktober 2026 auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 weiter mitteilt, waren unter den selbst Eingewanderten rund 125 000 ehemalige Gastarbeitende aus der Türkei, die von 1961 bis zum Anwerbestopp 1973 eingewandert waren. Eine Einwanderungsgeschichte hat eine Person, die entweder selbst seit 1950 nach Deutschland eingewandert ist oder bei der dies auf beide Elternteile zutrifft.
Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte stellten 2025 die größte Herkunftsgruppe der Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Deutschland und nach den in Polen geborenen Personen die zweitgrößte Gruppe der selbst Eingewanderten.
Eingewanderte aus der Türkei im Durchschnitt seit über 32 Jahren in Deutschland
Die 1,5 Millionen in der Türkei Geborenen und nach Deutschland Eingewanderten lebten 2025 seit durchschnittlich 32,4 Jahren in Deutschland. 15 % (216 000) von ihnen sind in der Zeit des Anwerbeabkommens von 1961 bis 1973 zugezogen, neben den ehemaligen Gastarbeitenden (125 000) auch deren Familien. Der Familiennachzug verstärkte sich in den 1970er und 80er Jahren. Etwa ein Drittel (33 % oder 484 000) aller heute noch in Deutschland lebenden Eingewanderten mit Geburtsland Türkei kam zwischen 1974 und 1989 nach Deutschland, darunter seit den 1980er Jahren auch zunehmend Personen, die aus politischen Gründen internationalen Schutz suchten. 21 % (307 000) sind erst seit 2014 nach Deutschland eingewandert. Bei der Einreise waren die Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte insgesamt durchschnittlich 19,6 Jahre alt.
Familienzusammenführung als häufigstes Migrationsmotiv
Mit den ehemaligen türkischen Gastarbeitenden begann die Geschichte der Einwanderung aus der Türkei nach Deutschland. Seitdem sind Menschen aus der Türkei aus den verschiedensten Gründen eingewandert. Bei knapp zwei Dritteln (64 % bzw. 944 0000) der in der Türkei geborenen und 2025 in Deutschland lebenden Eingewanderten standen familiäre Gründe als Migrationsmotiv im Vordergrund, etwa der Familiennachzug oder die Familiengründung. Weitere 15 % (218 000) gaben Erwerbstätigkeit als Hauptmotiv der Einwanderung an. Daneben nannten 10 % (146 000) Flucht, Asyl und internationalen Schutz sowie weitere 4 % (55 000) Bildung als Hauptmotiv. Bei 8 % (110 000) waren sonstige Motive ausschlaggebend. Die Migrationsmotive geben hierbei einen Hinweis, aus welchem Grund eine Person hauptsächlich nach Deutschland eingewandert ist. Häufig spielen allerdings mehrere Gründe eine Rolle. Unabhängig davon, dass die Mehrheit hauptsächlich aus familiären Gründen nach Deutschland kam, waren 61 % der 15- bis 64-jährigen Eingewanderten aus der Türkei im Jahr 2025 erwerbstätig. Die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-jährigen Bevölkerung insgesamt lag im Jahr 2025 in Deutschland bei 77 %.
3,5 % aller Erwerbstätigen von 15 bis 64 Jahren haben eine türkische Einwanderungsgeschichte
Die heute noch in Deutschland lebenden ehemaligen türkischen Gastarbeitenden haben das übliche erwerbsfähige Alter überwiegend bereits verlassen (Durchschnittsalter im Jahr 2025: 78 Jahre). Insgesamt stellten Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte 2025 gemessen an allen Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 64 Jahren einen Anteil von 3,5 % (1,4 Millionen). Sie waren vor allem in Reinigungsberufen (9,8 %), in Textil- und Lederberufen (6,7 %) und in der Metallerzeugung, -bearbeitung und dem Metallbau (6,6 %) überproportional vertreten. Vergleichsweise gering war ihr Anteil zum Beispiel in Berufen in Recht und Verwaltung, im Bereich Werbung und Marketing und bei Lehrenden und Ausbildenden (je 1,8 %).
48 % aller Personen mit türkischer Einwanderungsgeschichte besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit
In Deutschland lebten 2025 etwas mehr Männer mit türkischer Einwanderungsgeschichte (1 361 000 bzw. 51 %) als Frauen (1 287 000 bzw. 49 %). Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte waren 2025 durchschnittlich 42,0 Jahre alt. 52 % oder 1 364 000 aller 2 648 000 Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte besaßen 2025 die türkische oder seltener eine andere ausländische Staatsangehörigkeit, 48 % oder 1 284 000 besaßen (auch oder ausschließlich) die deutsche Staatsangehörigkeit. Bei den selbst aus der Türkei Eingewanderten lag der Anteil mit deutscher Staatsangehörigkeit bei mehr als einem Viertel (28 %), bei den in Deutschland geborenen Nachkommen traf dies auf fast drei Viertel (74 %) zu.
Die meisten Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte leben in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen
73 % aller Personen mit türkischer Einwanderungsgeschichte wohnten in vier Bundesländern: Nordrhein-Westfalen (32 %), gefolgt von Baden-Württemberg (18 %), Bayern (12 %) und Hessen (10 %). Gemessen an ihrem Anteil an der Bevölkerung, lebten die meisten Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte in Bremen (6,6 %), in Berlin (5,0 %) und in Nordrhein-Westfalen (4,8 %).
Hintergrund: Abkommen zur Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte
Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs Anfang der 1950er Jahre herrschte in Deutschland ein Mangel an Arbeitskräften. Daher schloss die Bundesrepublik Deutschland am 30. Oktober 1961 ein Abkommen zur Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte mit der Türkei ab. Zuvor waren bereits 1955 Anwerbeabkommen mit Italien sowie 1960 mit Spanien und Griechenland abgeschlossen worden. Es folgten noch weitere Länder. Viele der Eingewanderten aus den Ländern mit Anwerbeabkommen entschlossen sich, in Deutschland zu bleiben und ihre Familien nachzuholen. Am 23. November 1973 wurde vor dem Hintergrund der Ölpreiskrise ein Anwerbestopp erlassen - damit endete die erste Phase der Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte in der Bundesrepublik. Ab 1963 schloss auch die DDR sogenannte Vertragsarbeiterabkommen ab, zunächst mit Polen. Es folgten bis zum Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 weitere Abkommen mit anderen sozialistischen Ländern, so zum Beispiel 1980 mit Vietnam. Insgesamt lebten 2025 noch 455 000 ehemalige Arbeitsmigrantinnen und -migranten aus Gastarbeiter- sowie Vertragsarbeiteranwerbeländern in Deutschland.
Methodische Hinweise:
Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund 1 % der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Alle Angaben beruhen auf Selbstauskünften der Befragten. Um aus den erhobenen Daten Aussagen über die Gesamtbevölkerung treffen zu können, werden die Daten an den Eckwerten der Bevölkerungsfortschreibung hochgerechnet.
Eine Person eine Einwanderungsgeschichte, wenn sie selbst oder beide Elternteile seit dem Jahr 1950 nach Deutschland eingewandert sind. Weitere Definitionen zu den Begriffen bietet ein Glossar im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Die Ergebnisse beziehen sich auf die Bevölkerung in privaten Hauptwohnsitzhaushalten (2025: 82,7 Millionen Personen) und nicht auf die Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften (zum Beispiel für Geflüchtete), da für Personen in Gemeinschaftsunterkünften die zur Auswertung erforderlichen Merkmale gemäß Mikrozensusgesetz (MZG) nicht erhoben werden.
Die Angaben zu ehemaligen Gast- und Vertragsarbeitenden wurden näherungsweise auf Basis der Angaben der Befragten zum Geburtsland, Zuzugsjahr und Zuzugsmotiv berechnet.
Weitere Informationen:
Weitere Ergebnisse zur Situation der Bevölkerung nach Einwanderungsgeschichte in Deutschland bietet der Statistische Bericht "Bevölkerung nach Einwanderungsgeschichte" sowie die Themenseite "Migration und Integration" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Darüber hinaus bietet das "Dashboard Integration", das Teil des "Dashboard Deutschland" (www.dashboard-deutschland.de) ist, ein umfassendes, interaktives Datenangebot zur Situation eingewanderter Menschen und ihrer Nachkommen. Das Dashboard präsentiert über 60 Indikatoren aus allen gesellschaftlichen Bereichen, unter anderem zum Arbeitsmarkt, zu schulischer und beruflicher Bildung sowie zu Sicherheit und Partizipation.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Bevölkerungsstatistische Auswertungen und Analysen aus dem Mikrozensus
Telefon: +49 611 75 2262
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/32102/6379925
- 125 000 ehemalige Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter aus der Türkei lebten 2025 in Deutschland
- 3,2 % der Bevölkerung hatten 2025 eine türkische Einwanderungsgeschichte
- 61 % aller 15- bis 64-jährigen Eingewanderten aus der Türkei sind erwerbstätig
Rund 2,6 Millionen Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte lebten im Jahr 2025 in Deutschland. Davon waren rund 1,5 Millionen (56 %) selbst eingewandert und 1,2 Millionen (44 %) in Deutschland geboren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des 65-jährigen Jubiläums des Anwerbeabkommens mit der Türkei am 30. Oktober 2026 auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 weiter mitteilt, waren unter den selbst Eingewanderten rund 125 000 ehemalige Gastarbeitende aus der Türkei, die von 1961 bis zum Anwerbestopp 1973 eingewandert waren. Eine Einwanderungsgeschichte hat eine Person, die entweder selbst seit 1950 nach Deutschland eingewandert ist oder bei der dies auf beide Elternteile zutrifft.
Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte stellten 2025 die größte Herkunftsgruppe der Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Deutschland und nach den in Polen geborenen Personen die zweitgrößte Gruppe der selbst Eingewanderten.
Eingewanderte aus der Türkei im Durchschnitt seit über 32 Jahren in Deutschland
Die 1,5 Millionen in der Türkei Geborenen und nach Deutschland Eingewanderten lebten 2025 seit durchschnittlich 32,4 Jahren in Deutschland. 15 % (216 000) von ihnen sind in der Zeit des Anwerbeabkommens von 1961 bis 1973 zugezogen, neben den ehemaligen Gastarbeitenden (125 000) auch deren Familien. Der Familiennachzug verstärkte sich in den 1970er und 80er Jahren. Etwa ein Drittel (33 % oder 484 000) aller heute noch in Deutschland lebenden Eingewanderten mit Geburtsland Türkei kam zwischen 1974 und 1989 nach Deutschland, darunter seit den 1980er Jahren auch zunehmend Personen, die aus politischen Gründen internationalen Schutz suchten. 21 % (307 000) sind erst seit 2014 nach Deutschland eingewandert. Bei der Einreise waren die Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte insgesamt durchschnittlich 19,6 Jahre alt.
Familienzusammenführung als häufigstes Migrationsmotiv
Mit den ehemaligen türkischen Gastarbeitenden begann die Geschichte der Einwanderung aus der Türkei nach Deutschland. Seitdem sind Menschen aus der Türkei aus den verschiedensten Gründen eingewandert. Bei knapp zwei Dritteln (64 % bzw. 944 0000) der in der Türkei geborenen und 2025 in Deutschland lebenden Eingewanderten standen familiäre Gründe als Migrationsmotiv im Vordergrund, etwa der Familiennachzug oder die Familiengründung. Weitere 15 % (218 000) gaben Erwerbstätigkeit als Hauptmotiv der Einwanderung an. Daneben nannten 10 % (146 000) Flucht, Asyl und internationalen Schutz sowie weitere 4 % (55 000) Bildung als Hauptmotiv. Bei 8 % (110 000) waren sonstige Motive ausschlaggebend. Die Migrationsmotive geben hierbei einen Hinweis, aus welchem Grund eine Person hauptsächlich nach Deutschland eingewandert ist. Häufig spielen allerdings mehrere Gründe eine Rolle. Unabhängig davon, dass die Mehrheit hauptsächlich aus familiären Gründen nach Deutschland kam, waren 61 % der 15- bis 64-jährigen Eingewanderten aus der Türkei im Jahr 2025 erwerbstätig. Die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-jährigen Bevölkerung insgesamt lag im Jahr 2025 in Deutschland bei 77 %.
3,5 % aller Erwerbstätigen von 15 bis 64 Jahren haben eine türkische Einwanderungsgeschichte
Die heute noch in Deutschland lebenden ehemaligen türkischen Gastarbeitenden haben das übliche erwerbsfähige Alter überwiegend bereits verlassen (Durchschnittsalter im Jahr 2025: 78 Jahre). Insgesamt stellten Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte 2025 gemessen an allen Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 64 Jahren einen Anteil von 3,5 % (1,4 Millionen). Sie waren vor allem in Reinigungsberufen (9,8 %), in Textil- und Lederberufen (6,7 %) und in der Metallerzeugung, -bearbeitung und dem Metallbau (6,6 %) überproportional vertreten. Vergleichsweise gering war ihr Anteil zum Beispiel in Berufen in Recht und Verwaltung, im Bereich Werbung und Marketing und bei Lehrenden und Ausbildenden (je 1,8 %).
48 % aller Personen mit türkischer Einwanderungsgeschichte besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit
In Deutschland lebten 2025 etwas mehr Männer mit türkischer Einwanderungsgeschichte (1 361 000 bzw. 51 %) als Frauen (1 287 000 bzw. 49 %). Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte waren 2025 durchschnittlich 42,0 Jahre alt. 52 % oder 1 364 000 aller 2 648 000 Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte besaßen 2025 die türkische oder seltener eine andere ausländische Staatsangehörigkeit, 48 % oder 1 284 000 besaßen (auch oder ausschließlich) die deutsche Staatsangehörigkeit. Bei den selbst aus der Türkei Eingewanderten lag der Anteil mit deutscher Staatsangehörigkeit bei mehr als einem Viertel (28 %), bei den in Deutschland geborenen Nachkommen traf dies auf fast drei Viertel (74 %) zu.
Die meisten Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte leben in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen
73 % aller Personen mit türkischer Einwanderungsgeschichte wohnten in vier Bundesländern: Nordrhein-Westfalen (32 %), gefolgt von Baden-Württemberg (18 %), Bayern (12 %) und Hessen (10 %). Gemessen an ihrem Anteil an der Bevölkerung, lebten die meisten Menschen mit türkischer Einwanderungsgeschichte in Bremen (6,6 %), in Berlin (5,0 %) und in Nordrhein-Westfalen (4,8 %).
Hintergrund: Abkommen zur Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte
Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs Anfang der 1950er Jahre herrschte in Deutschland ein Mangel an Arbeitskräften. Daher schloss die Bundesrepublik Deutschland am 30. Oktober 1961 ein Abkommen zur Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte mit der Türkei ab. Zuvor waren bereits 1955 Anwerbeabkommen mit Italien sowie 1960 mit Spanien und Griechenland abgeschlossen worden. Es folgten noch weitere Länder. Viele der Eingewanderten aus den Ländern mit Anwerbeabkommen entschlossen sich, in Deutschland zu bleiben und ihre Familien nachzuholen. Am 23. November 1973 wurde vor dem Hintergrund der Ölpreiskrise ein Anwerbestopp erlassen - damit endete die erste Phase der Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte in der Bundesrepublik. Ab 1963 schloss auch die DDR sogenannte Vertragsarbeiterabkommen ab, zunächst mit Polen. Es folgten bis zum Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 weitere Abkommen mit anderen sozialistischen Ländern, so zum Beispiel 1980 mit Vietnam. Insgesamt lebten 2025 noch 455 000 ehemalige Arbeitsmigrantinnen und -migranten aus Gastarbeiter- sowie Vertragsarbeiteranwerbeländern in Deutschland.
Methodische Hinweise:
Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund 1 % der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Alle Angaben beruhen auf Selbstauskünften der Befragten. Um aus den erhobenen Daten Aussagen über die Gesamtbevölkerung treffen zu können, werden die Daten an den Eckwerten der Bevölkerungsfortschreibung hochgerechnet.
Eine Person eine Einwanderungsgeschichte, wenn sie selbst oder beide Elternteile seit dem Jahr 1950 nach Deutschland eingewandert sind. Weitere Definitionen zu den Begriffen bietet ein Glossar im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Die Ergebnisse beziehen sich auf die Bevölkerung in privaten Hauptwohnsitzhaushalten (2025: 82,7 Millionen Personen) und nicht auf die Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften (zum Beispiel für Geflüchtete), da für Personen in Gemeinschaftsunterkünften die zur Auswertung erforderlichen Merkmale gemäß Mikrozensusgesetz (MZG) nicht erhoben werden.
Die Angaben zu ehemaligen Gast- und Vertragsarbeitenden wurden näherungsweise auf Basis der Angaben der Befragten zum Geburtsland, Zuzugsjahr und Zuzugsmotiv berechnet.
Weitere Informationen:
Weitere Ergebnisse zur Situation der Bevölkerung nach Einwanderungsgeschichte in Deutschland bietet der Statistische Bericht "Bevölkerung nach Einwanderungsgeschichte" sowie die Themenseite "Migration und Integration" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Darüber hinaus bietet das "Dashboard Integration", das Teil des "Dashboard Deutschland" (www.dashboard-deutschland.de) ist, ein umfassendes, interaktives Datenangebot zur Situation eingewanderter Menschen und ihrer Nachkommen. Das Dashboard präsentiert über 60 Indikatoren aus allen gesellschaftlichen Bereichen, unter anderem zum Arbeitsmarkt, zu schulischer und beruflicher Bildung sowie zu Sicherheit und Partizipation.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
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Bevölkerungsstatistische Auswertungen und Analysen aus dem Mikrozensus
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