Berlin (ots) -
Nach den Parlamentswahlen in Israel zeichnet sich eine politische Pattsituation ab. Weder das Lager von Premierminister Benjamin Netanjahu noch das Oppositionsbündnis unter Gadi Eisenkot errang eine klare Mehrheit. Sowohl der Wahlkampf als auch die Berichterstattung über die Wahl zeigen eine eklatante inhaltliche Leerstelle: die Frage der Besatzungspolitik und deren Aus- und Rückwirkungen auf die israelische Gesellschaft insgesamt.
Der renommierte israelische Menschenrechtsanwalt Michael Sfard zeigt, weshalb die Unterdrückung der Palästinenser*innen untrennbar mit dem Abgleiten der israelischen Gesellschaft in einen zunehmend autoritären Zustand verbunden ist. Er beschreibt, wie sich die Besatzung nicht von der politischen und gesellschaftlichen Realität Israels abspalten lässt. Sie prägt nicht nur das Leben der Unterdrückten, sondern wirkt auch auf die Gesellschaft derjenigen zurück, die diese Herrschaft ausüben. Staatliche Politik, rechtliche Strukturen, Siedlergewalt und gesellschaftliche Verdrängung greifen dabei ineinander.
Michael Sfard verbindet diese Analyse mit der Frage, welche Perspektiven für eine Überwindung der Gewalt und für ein anderes Verhältnis zwischen Israelis und Palästinenser*innen möglich sind. Sein Buch, das er am 6.11. im Gespräch mit Lucia Engelbrecht und Gil Shohat erstmals vorstellt, ist damit zugleich eine eindringliche Analyse und ein Plädoyer für Verständigung und politische Veränderung.
Michael Sfard steht am frühen Nachmittag des 6.11. für Interviews zur Verfügung.
Livestream: https://www.youtube.com/watch?v=9xJ5JqLeW8o
Michael Sfard ist einer der renommiertesten Menschenrechtsanwälte Israels. Er wurde 1972 in Jerusalem geboren und studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie am University College London. Sfard vertritt regelmäßig palästinensische Mandant*innen und Gemeinden vor israelischen Gerichten und berät israelische Menschenrechtsorganisationen und Friedensinitiativen. Er ist auf internationales Menschenrecht und das Recht bewaffneter Konflikte spezialisiert und Autor mehrerer international beachteter Bücher und Beiträge über das israelische Rechtssystem, die Besatzung und ihre Auswirkungen auf die israelische Gesellschaft und Demokratie.
Pressekontakt:
Jannine Elaine Hamilton
Mobil +49-173-6096103
jannine.hamilton@rosalux.org
Original-Content von: Rosa-Luxemburg-Stiftung, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/128021/6380156
Nach den Parlamentswahlen in Israel zeichnet sich eine politische Pattsituation ab. Weder das Lager von Premierminister Benjamin Netanjahu noch das Oppositionsbündnis unter Gadi Eisenkot errang eine klare Mehrheit. Sowohl der Wahlkampf als auch die Berichterstattung über die Wahl zeigen eine eklatante inhaltliche Leerstelle: die Frage der Besatzungspolitik und deren Aus- und Rückwirkungen auf die israelische Gesellschaft insgesamt.
Der renommierte israelische Menschenrechtsanwalt Michael Sfard zeigt, weshalb die Unterdrückung der Palästinenser*innen untrennbar mit dem Abgleiten der israelischen Gesellschaft in einen zunehmend autoritären Zustand verbunden ist. Er beschreibt, wie sich die Besatzung nicht von der politischen und gesellschaftlichen Realität Israels abspalten lässt. Sie prägt nicht nur das Leben der Unterdrückten, sondern wirkt auch auf die Gesellschaft derjenigen zurück, die diese Herrschaft ausüben. Staatliche Politik, rechtliche Strukturen, Siedlergewalt und gesellschaftliche Verdrängung greifen dabei ineinander.
Michael Sfard verbindet diese Analyse mit der Frage, welche Perspektiven für eine Überwindung der Gewalt und für ein anderes Verhältnis zwischen Israelis und Palästinenser*innen möglich sind. Sein Buch, das er am 6.11. im Gespräch mit Lucia Engelbrecht und Gil Shohat erstmals vorstellt, ist damit zugleich eine eindringliche Analyse und ein Plädoyer für Verständigung und politische Veränderung.
Michael Sfard steht am frühen Nachmittag des 6.11. für Interviews zur Verfügung.
Livestream: https://www.youtube.com/watch?v=9xJ5JqLeW8o
Michael Sfard ist einer der renommiertesten Menschenrechtsanwälte Israels. Er wurde 1972 in Jerusalem geboren und studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie am University College London. Sfard vertritt regelmäßig palästinensische Mandant*innen und Gemeinden vor israelischen Gerichten und berät israelische Menschenrechtsorganisationen und Friedensinitiativen. Er ist auf internationales Menschenrecht und das Recht bewaffneter Konflikte spezialisiert und Autor mehrerer international beachteter Bücher und Beiträge über das israelische Rechtssystem, die Besatzung und ihre Auswirkungen auf die israelische Gesellschaft und Demokratie.
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