Berlin (ots) -
Premiere am 4. November in Berlin - Enkel reist aus Frankreich an
1932 standen sie gemeinsam vor der Kamera: Otto Wallburg und Heinz Rühmann drehten die Komödie "Strich durch die Rechnung", zum Teil auf der Radrennbahn in Forst (Lausitz). Rühmann wurde einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. Wallburg wurde als Jude verfolgt und am 30. Oktober 1944 in Auschwitz ermordet. Am Freitag jährt sich sein Todestag zum 82. Mal, und heute kennt ihn kaum noch jemand.
Das FILM LAB Lausitz, eine Initiative des Filmmuseum Lausitz e.V. in Klein Loitz (Spree-Neiße), zeichnet in dem Dokumentarfilm "Vergessene Gesichter: Otto Wallburg seinen Lebensweg nach. Dabei stellt sich die Frage, warum ein Schauspieler, der in Kinoerfolgen wie "Der Kongreß tanzt" und "Bomben auf Monte Carlo" ein Millionenpublikum begeisterte, heute vergessen ist.
Im Film kommt auch Wallburgs Enkel François Wasserzug zu Wort. Rühmann habe bis 1933 fast täglich mit der Familie Wallburg verkehrt, berichtet er. Nach dem Krieg baten sein Vater und dessen Bruder Rühmann um eine Zeugenaussage im Wiedergutmachungsverfahren, denn die Nationalsozialisten hatten Wallburgs Besitz enteignet. Rühmann habe geantwortet: "Ich erinnere mich an nichts." Die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) hat Rühmann im November 2025 nach einer Studie des Instituts für Zeitgeschichte ihre Ehrenmedaille aberkannt.
Wallburg musste 1933 Deutschland verlassen. Über die Niederlande und Theresienstadt wurde er nach Auschwitz deportiert. Der Film zeigt zum ersten Mal die Aufzeichnungen seines Sohnes Reinhard Wasserzug, der die Jahre 1933 bis 1938 im französischen Exil festgehalten hat.
Der Film entstand für das FILM LAB Lausitz nach einem Drehbuch von Ariane Rykov, Regie führte Uwe Marcus Rykov.
Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat den 41-minütigen Film durch die Plattform Kulturelle Bildung gefördert. Jugendliche aus Brandenburg haben seine Entstehung begleitet.
Zur Premiere am 4. November im Berliner Kino Babylon kommt François Wasserzug mit seiner Familie aus Frankreich.
Pressekontakt:
FILM LAB Lausitz - Filmmuseum Lausitz e.V.
www.schloss-klein-loitz.com
info@schloss-klein-loitz.com
Tel.: 0177-1369144
Original-Content von: Filmmuseum Lausitz e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/183149/6380431
Premiere am 4. November in Berlin - Enkel reist aus Frankreich an
1932 standen sie gemeinsam vor der Kamera: Otto Wallburg und Heinz Rühmann drehten die Komödie "Strich durch die Rechnung", zum Teil auf der Radrennbahn in Forst (Lausitz). Rühmann wurde einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. Wallburg wurde als Jude verfolgt und am 30. Oktober 1944 in Auschwitz ermordet. Am Freitag jährt sich sein Todestag zum 82. Mal, und heute kennt ihn kaum noch jemand.
Das FILM LAB Lausitz, eine Initiative des Filmmuseum Lausitz e.V. in Klein Loitz (Spree-Neiße), zeichnet in dem Dokumentarfilm "Vergessene Gesichter: Otto Wallburg seinen Lebensweg nach. Dabei stellt sich die Frage, warum ein Schauspieler, der in Kinoerfolgen wie "Der Kongreß tanzt" und "Bomben auf Monte Carlo" ein Millionenpublikum begeisterte, heute vergessen ist.
Im Film kommt auch Wallburgs Enkel François Wasserzug zu Wort. Rühmann habe bis 1933 fast täglich mit der Familie Wallburg verkehrt, berichtet er. Nach dem Krieg baten sein Vater und dessen Bruder Rühmann um eine Zeugenaussage im Wiedergutmachungsverfahren, denn die Nationalsozialisten hatten Wallburgs Besitz enteignet. Rühmann habe geantwortet: "Ich erinnere mich an nichts." Die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) hat Rühmann im November 2025 nach einer Studie des Instituts für Zeitgeschichte ihre Ehrenmedaille aberkannt.
Wallburg musste 1933 Deutschland verlassen. Über die Niederlande und Theresienstadt wurde er nach Auschwitz deportiert. Der Film zeigt zum ersten Mal die Aufzeichnungen seines Sohnes Reinhard Wasserzug, der die Jahre 1933 bis 1938 im französischen Exil festgehalten hat.
Der Film entstand für das FILM LAB Lausitz nach einem Drehbuch von Ariane Rykov, Regie führte Uwe Marcus Rykov.
Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat den 41-minütigen Film durch die Plattform Kulturelle Bildung gefördert. Jugendliche aus Brandenburg haben seine Entstehung begleitet.
Zur Premiere am 4. November im Berliner Kino Babylon kommt François Wasserzug mit seiner Familie aus Frankreich.
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