PEKING (dpa-AFX) - Zum Abschluss seines Staatsbesuchs in China wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an diesem Freitag Gespräche mit Präsident Xi Jinping führen. Zuvor hatte er schon Ministerpräsident Li Qiang getroffen. Xi wird Steinmeier in der Großen Halle des Volkes in der Hauptstadt Peking mit militärischen Ehren begrüßen und nach dem Treffen ein Abendessen zu Ehren des Gastes aus Deutschland geben.
Steinmeier erwartet von China weltpolitische Verantwortung
Den inhaltlichen Rahmen für die Gespräche hatte Steinmeier bereits in einer Rede an der Peking Universität am Vortag skizziert. Dabei rief er China dazu auf, entsprechend seiner Rolle als Weltmacht Verantwortung in den internationalen Beziehungen zu übernehmen. So sollte China seine Stellung als ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat und seine guten Verbindungen zu Russland nutzen, um Moskau zu einem Ende des Krieges in der Ukraine zu bewegen.
Steinmeier will auch die Ungleichgewichte in den Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland beziehungsweise Europa ansprechen. In seiner Rede an der Peking Universität hatte er faire Handelsbedingungen zu beiderseitigem Nutzen angemahnt.
Außenamt nennt Steinmeier einen alten Freund Chinas
Steinmeier und Xi kennen sich seit langem. Der Bundespräsident war zuletzt 2018 zu einem Staatsbesuch in China. Zuvor war er als Außenminister mehrfach dort gewesen.
Jetzt kann er hier trotz der Differenzen zwischen Deutschland und China etwa in Handelsfragen mit einem freundlichen Empfang rechnen. Eine Sprecherin des chinesischen Außenamtes bezeichnete ihn vor seiner Ankunft als "alten Freund des chinesischen Volkes", der positiv zu den beiderseitigen Beziehungen beigetragen habe./sk/DP/jha
