PARIS (dpa-AFX) - Hohe Preise für Kraftstoffe und Gas haben die Inflation in Frankreich auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren getrieben. Die für europäische Vergleichszwecke berechneten Verbraucherpreise (HVPI) legten im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent zu, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris nach einer ersten Schätzung mitteilte. Stärker war die Teuerung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone zuletzt im Dezember 2023.
Im September hatte die Inflationsrate bei 3,4 Prozent gelegen. Experten hatten damit gerechnet, dass die Teuerung deutlich anzieht, hatten aber im Schnitt nur mit einem Anstieg um 3,6 Prozent gerechnet.
Der mit Abstand stärkste Preistreiber im Oktober waren Kosten für Energie. Hier meldet das Statistikamt im Jahresvergleich einen Anstieg um 24,1 Prozent. Die Energiepreise hätten bereits den vierten Monat in Folge zugelegt, angetrieben von den Preisen für Gas und Erdölprodukte, heißt es in der Mitteilung.
Mit dem jüngsten Schub steigt die Teuerung weiter über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), die für den gesamten Euroraum mittelfristig zwei Prozent anstrebt. Wie das Statistikamt weiter mitteilte, stiegen die französischen Verbraucherpreise im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent, nachdem sie im Monat zuvor noch gesunken waren. Hier hatten Analysten im Schnitt einen Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet./jkr/mis
