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Dow Jones News
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MÄRKTE USA/Wall Street mit KI-Sorgen unter Druck - Intel-Aktie bricht um knapp 30% ein

DJ MÄRKTE USA/Wall Street mit KI-Sorgen unter Druck - Intel-Aktie bricht um knapp 30% ein

DOW JONES--Erneute kräftige Verluste im Technologie-Sektor sorgen zum Wochenausklang an der Wall Street für eine negative Tendenz. Der Dow-Jones-Index verliert 0,3 Prozent auf 52.175 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verzeichnet ein Minus von 1,2 Prozent und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 2,8 Prozent nach unten. Neuerliche Zweifel an der Tragfähigkeit der massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) belasten. Dazu kommen negative Impulse von Intel und Amazon. Der Chip-Konzern Intel verbuchte im dritten Quartal einen geringeren Gewinn und gab einen trüben Ausblick auf das vierte Quartal, was die Aktie um 28,9 Prozent einbrechen lässt. Der Reingewinn des Online-Riesen Amazon überstieg 20 Milliarden Dollar, aber der freie Cashflow brach ein. Hier geht es um 4,3 Prozent nach unten.

Zudem hat Binance alle Transaktionen nach dem größten Cyber-Raub aller Zeiten ausgesetzt. Binance teilte mit, dass sich der Hacker-Angriff auf insgesamt rund 6,3 Milliarden US-Dollar belaufe. "Die Gelder der Nutzer sind sicher", versicherte Changpeng Zhao, der Binance-Gründer auf der Social-Media-Plattform X. Der Hack bei Binance, der weltweit größten Kryptobörse, werde die Branche zu einer tiefen Selbstreflexion über Ausfallsicherungen zwingen, so Sandeep Pyapali von Mesta.

Vor diesem Hintergrund fällt der Bitcoin um weitere 2,3 Prozent, nachdem die Kryptowährung zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen gerutscht war. "Ich vermute, dass die negative Kursentwicklung noch einen gewissen Weg vor sich hat", meint Geoff Kendrick von Standard Chartered. "Erst wenn die Vermögenswerte wieder freigegeben sind und weitere Details zu dem Hack bekannt werden, werden wir eine neue Basis finden."

Als weiteren Belastungsfaktor nennen Teilnehmer die wieder steigenden Ölpreise, angetrieben von andauernden Bedrohungen für die Schifffahrt in der Straße von Hormus und der Befürchtung, dass die USA ihre Militärschläge gegen den Iran im Anschluss an die US-Zwischenwahlen wieder aufnehmen könnten. Rohöl der Sorte Brent steigt um 2,0 Prozent auf 117,15 Dollar je Barrel.

Gesucht ist mit den aktuellen Entwicklungen der "sichere Hafen" der Anleihen. Hier fällt die Rendite zehnjähriger Titel um 7 Basispunkte auf 4,92 Prozent.

Dagegen geht es für den Dollar nach unten. Der Dollar-Index reduziert sich um 0,1 Prozent. Das größte Risiko für den Dollar ist die Möglichkeit, dass Anleger vor den US-Zwischenwahlen am Dienstag Wetten auf eine Aufwertung der Währung auflösen, so Francesco Pesole von ING. Ein Erdrutschsieg der Demokraten werde auf den Prognosemärkten mit rund 68 Prozent gehandelt, was aus verschiedenen Blickwinkeln als negativ für den Dollar angesehen werden könne, meint er. Dazu gehöre das höhere Risiko eines Government Shutdowns und eines Stillstands bei den Verhandlungen über die Schuldenobergrenze sowie ein potenzieller Schaden für die ohnehin angeschlagene Stimmung im Zusammenhang mit KI, meint er.

Der Goldpreis rutscht unter die psychologische Marke von 4.000 Dollar. Höhere Ölpreise und eine andauernde Inflation schüren die Erwartungen, dass die US-Notenbank die Zinsen im weiteren Jahresverlauf erneut anheben wird, so Marktbeobachter. Laut dem CME FedWatch-Tool preisen Händler eine Wahrscheinlichkeit von 74 Prozent für eine Zinserhöhung im Dezember ein. Unterdessen erhöhe ein Ausverkauf bei Technologieaktien das Risiko, dass Anleger das Metall veräußern, um Verluste zu decken. Die Feinunze verliert 2,0 Prozent auf 3.939 Dollar.

Für die Aktien der Öl-Konzerne Exxon und Chevron geht es um 2,0 bzw. 1,6 Prozent aufwärts. Beide Konzerne haben die Erwartungen der Wall Street deutlich übertroffen, getrieben von stark gestiegenen Ölpreisen infolge geopolitischer Spannungen sowie einem massiven Boom im Raffineriegeschäft.

Der Online-Forumanbieter Reddit verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatzsprung, doch das langsamere Wachstum seiner Nutzerbasis als erwartet enttäuscht die Anleger. Die Aktie stürzt um 24,7 Prozent ab.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.174,89  -0,3  -167,67    52.342,56 
S&P-500         7.628,08  -1,2   -92,31    7.720,39 
NASDAQ Comp      25.567,55  -2,4  -617,18    26.184,72 
NASDAQ 100       28.590,07  -2,8  -812,44    29.402,51 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,59 -0,06    4,62      4,55 
5 Jahre           4,72 -0,08    4,75      4,69 
10 Jahre          4,92 -0,07    4,95      4,89 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:25 Uhr 
EUR/USD          1,1163  -0,1  -0,0015     1,1178     1,1164 
EUR/JPY          175,55  -0,4  -0,7400     176,29    176,1800 
EUR/CHF          0,9192  -0,2  -0,0022     0,9214     0,9223 
EUR/GBP          0,8334  -0,2  -0,0020     0,8354     0,8348 
USD/JPY          157,25  -0,3  -0,4400     157,69    157,8200 
GBP/USD          1,339  +0,1   0,0015     1,3375     1,3370 
USD/CNY          6,6526  -0,1  -0,0084     6,6610     6,6610 
USD/CNH          6,6503  -0,1  -0,0055     6,6558     6,6574 
AUS/USD          0,7025  -0,0  -0,0002     0,7027     0,7036 
Bitcoin/USD      77.014,56  -2,3 -1.826,12    78.840,68   81.395,18 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         103,97  +1,9    1,97       102 
Brent/ICE         117,15  +2,0    2,27     114,88 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          3.939,00  -2,0   -81,42    4.020,42 
Silber           49,73  -5,1   -2,66      52,39 
Platin         1.431,93  -3,8   -55,82    1.487,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 30, 2026 09:41 ET (13:41 GMT)

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