Berlin (ots) -
Bericht zur Zukunft der Bildung 2026: 47 Prozent der befragten Eltern in Deutschland sehen sich beim Thema KI zuerst selbst in der Pflicht, nur 24 Prozent die Schulen. Drei von vier befragten Schulkindern, die KI nutzen, haben schon KI-Arbeiten als eigene abgegeben.
Eltern in Deutschland sehen die Verantwortung für den Umgang ihrer Kinder mit Künstlicher Intelligenz stärker bei sich als Eltern in anderen europäischen Ländern. Das zeigt der neue GoStudent Bericht zur Zukunft der Bildung 2026. Dafür wurden 3.001 Eltern, ihre 3.001 Kinder im Alter von 8 bis 16 Jahren und 300 Lehrkräfte in sechs europäischen Ländern befragt, darunter 501 Eltern und 501 Kinder in Deutschland. 47 Prozent der befragten Eltern in Deutschland sagen, in erster Linie sollten Eltern ihren Kindern den verantwortungsvollen Umgang mit KI beibringen. Das ist der höchste Wert der sechs Länder; in Italien und Österreich sind es jeweils 39 Prozent, im Vereinigten Königreich 28 Prozent. Nur 24 Prozent der befragten Eltern in Deutschland sehen in erster Linie die Schulen in der Pflicht, weniger als in jedem anderen Land. Im Schnitt sind es 29 Prozent. Doch nur rund die Hälfte der befragten Eltern in Deutschland (50 Prozent) fühlt sich sicher, die KI-Nutzung ihres Kindes zu Hause zu begleiten. Über alle sechs Länder hinweg ist dieser Wert seit dem Vorjahr von 61 auf 50 Prozent gesunken.
KI-Arbeiten als eigene abgegeben
Zugleich ist KI für Kinder in Deutschland längst Teil der Hausaufgaben. Drei von vier befragten Schülerinnen und Schülern, die KI für die Schule nutzen (75 Prozent), geben an, schon KI-generierte Inhalte als eigene Arbeit eingereicht zu haben. Das ist knapp vor dem Vereinigten Königreich (73 Prozent) der höchste Wert der sechs Länder, im Schnitt sind es 68 Prozent.
Schule hält nicht Schritt
41 Prozent der befragten Kinder in Deutschland wurden im Unterricht noch nie im Umgang mit KI-Tools unterrichtet, nur 21 Prozent hatten eine strukturierte Unterrichtsstunde dazu. Die Hälfte der befragten Eltern in Deutschland (50 Prozent) meint, dass Schulen nicht gut darauf reagieren, dass KI Teil des Alltags geworden ist. Auch Lehrkräfte sehen Lücken: Über alle sechs Länder hinweg bezweifeln 53 Prozent, dass die Mehrheit ihrer Schülerinnen und Schüler ohne KI einen Aufsatz von Grund auf schreiben könnte. Nur 31 Prozent der Befragten halten die aktuellen Regeln zur KI-Nutzung an Schulen für klar.
Die Ergebnisse fallen in eine laufende Debatte: Am 16. Oktober hat die Bildungsministerkonferenz ihren Kompetenzrahmen "Bildung in der digitalen Welt" um KI-bezogene Kompetenzen erweitert. Schülerinnen und Schüler sollen lernen, "mit KI bewusst umgehen, KI kreativ anwenden, KI gezielt einsetzen und KI aktiv mitgestalten" (Quelle: KMK.org) (https://www.kmk.org/aktuelles/pressearchiv/mitteilung/was-schuelerinnen-und-schueler-im-umgang-mit-ki-koennen-sollen.html). Kurz zuvor hatte die Bundesregierung Eckpunkte zum Kinder- und Jugendmedienschutz beschlossen. Sie sehen unter anderem ein "KI-Seepferdchen" vor, mit dem schon Grundschulkinder Chancen und Risiken von KI kennenlernen sollen.
"Kinder in Deutschland machen ihre Hausaufgaben längst mit KI. Das ist kein Grund für Alarm, aber für klare Regeln. Wenn die KI die Hausaufgabe erledigt, fehlt dem Kind das Lernen. Kinder müssen lernen, KI zu hinterfragen und für das eigene Verstehen zu nutzen, statt das Denken abzugeben. Dafür brauchen Schulen in allen Bundesländern verbindliche Regeln für Hausaufgaben und Prüfungen, und Eltern brauchen Unterstützung, um mit ihren Kindern darüber zu sprechen", sagt Felix Ohswald, Co-Founder und CEO von GoStudent.
Den vollständigen Bericht zur Zukunft der Bildung 2026, Grafiken und Bildmaterial gibt es unter https://www.gostudent.org/de-de/education-report/2026 (https://www.gostudent.org/de-de/education-report/2026)
Methodik
Der GoStudent Bericht zur Zukunft der Bildung basiert auf einer Erhebung des Marktforschungsinstituts Censuswide.
Eltern und Kinder
Censuswide hat 3.001 Eltern (ab 23 Jahren) und Kinder zwischen 8 und 16 Jahren in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich befragt. Die Befragung fand vom 26. Juni bis 13. Juli 2026 statt.
Lehrkräfte
Zusätzlich hat Censuswide 300 Lehrkräfte befragt, die Kinder zwischen 8 und 16 Jahren unterrichten, ebenfalls in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich. Diese Befragung fand vom 6. bis 23. Juli 2026 statt.
Censuswide ist Mitglied der Market Research Society (MRS) und des British Polling Council (BPC) und hat den Global Data Quality Pledge unterzeichnet. Das Institut arbeitet nach dem Verhaltenskodex der MRS und den Grundsätzen der ESOMAR.
Über GoStudent
GoStudent ist einer der führenden Bildungsanbieter weltweit und unterstützt jeden Monat mehr als 10 Millionen Familien. Das Unternehmen wurde 2016 in Wien von Felix Ohswald und Gregor Müller gegründet und verbindet Online-Nachhilfe mit Lernangeboten vor Ort. Zu GoStudent gehören Studienkreis, LernQuadrat, Seneca Learning und Tus Media. Gemeinsam betreiben sie über 1.000 Bildungsstandorte in Europa. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern individuelle Lernunterstützung zu ermöglichen, online wie vor Ort.
Weitere Informationen: https://www.gostudent.org (https://www.gostudent.org)
Pressekontakt:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Lena van Hooven
E-Mail: Lena.vanhooven@gostudent.org
Original-Content von: GoStudent Online Tutoring GmbH, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/157457/6381949
Bericht zur Zukunft der Bildung 2026: 47 Prozent der befragten Eltern in Deutschland sehen sich beim Thema KI zuerst selbst in der Pflicht, nur 24 Prozent die Schulen. Drei von vier befragten Schulkindern, die KI nutzen, haben schon KI-Arbeiten als eigene abgegeben.
Eltern in Deutschland sehen die Verantwortung für den Umgang ihrer Kinder mit Künstlicher Intelligenz stärker bei sich als Eltern in anderen europäischen Ländern. Das zeigt der neue GoStudent Bericht zur Zukunft der Bildung 2026. Dafür wurden 3.001 Eltern, ihre 3.001 Kinder im Alter von 8 bis 16 Jahren und 300 Lehrkräfte in sechs europäischen Ländern befragt, darunter 501 Eltern und 501 Kinder in Deutschland. 47 Prozent der befragten Eltern in Deutschland sagen, in erster Linie sollten Eltern ihren Kindern den verantwortungsvollen Umgang mit KI beibringen. Das ist der höchste Wert der sechs Länder; in Italien und Österreich sind es jeweils 39 Prozent, im Vereinigten Königreich 28 Prozent. Nur 24 Prozent der befragten Eltern in Deutschland sehen in erster Linie die Schulen in der Pflicht, weniger als in jedem anderen Land. Im Schnitt sind es 29 Prozent. Doch nur rund die Hälfte der befragten Eltern in Deutschland (50 Prozent) fühlt sich sicher, die KI-Nutzung ihres Kindes zu Hause zu begleiten. Über alle sechs Länder hinweg ist dieser Wert seit dem Vorjahr von 61 auf 50 Prozent gesunken.
KI-Arbeiten als eigene abgegeben
Zugleich ist KI für Kinder in Deutschland längst Teil der Hausaufgaben. Drei von vier befragten Schülerinnen und Schülern, die KI für die Schule nutzen (75 Prozent), geben an, schon KI-generierte Inhalte als eigene Arbeit eingereicht zu haben. Das ist knapp vor dem Vereinigten Königreich (73 Prozent) der höchste Wert der sechs Länder, im Schnitt sind es 68 Prozent.
Schule hält nicht Schritt
41 Prozent der befragten Kinder in Deutschland wurden im Unterricht noch nie im Umgang mit KI-Tools unterrichtet, nur 21 Prozent hatten eine strukturierte Unterrichtsstunde dazu. Die Hälfte der befragten Eltern in Deutschland (50 Prozent) meint, dass Schulen nicht gut darauf reagieren, dass KI Teil des Alltags geworden ist. Auch Lehrkräfte sehen Lücken: Über alle sechs Länder hinweg bezweifeln 53 Prozent, dass die Mehrheit ihrer Schülerinnen und Schüler ohne KI einen Aufsatz von Grund auf schreiben könnte. Nur 31 Prozent der Befragten halten die aktuellen Regeln zur KI-Nutzung an Schulen für klar.
Die Ergebnisse fallen in eine laufende Debatte: Am 16. Oktober hat die Bildungsministerkonferenz ihren Kompetenzrahmen "Bildung in der digitalen Welt" um KI-bezogene Kompetenzen erweitert. Schülerinnen und Schüler sollen lernen, "mit KI bewusst umgehen, KI kreativ anwenden, KI gezielt einsetzen und KI aktiv mitgestalten" (Quelle: KMK.org) (https://www.kmk.org/aktuelles/pressearchiv/mitteilung/was-schuelerinnen-und-schueler-im-umgang-mit-ki-koennen-sollen.html). Kurz zuvor hatte die Bundesregierung Eckpunkte zum Kinder- und Jugendmedienschutz beschlossen. Sie sehen unter anderem ein "KI-Seepferdchen" vor, mit dem schon Grundschulkinder Chancen und Risiken von KI kennenlernen sollen.
"Kinder in Deutschland machen ihre Hausaufgaben längst mit KI. Das ist kein Grund für Alarm, aber für klare Regeln. Wenn die KI die Hausaufgabe erledigt, fehlt dem Kind das Lernen. Kinder müssen lernen, KI zu hinterfragen und für das eigene Verstehen zu nutzen, statt das Denken abzugeben. Dafür brauchen Schulen in allen Bundesländern verbindliche Regeln für Hausaufgaben und Prüfungen, und Eltern brauchen Unterstützung, um mit ihren Kindern darüber zu sprechen", sagt Felix Ohswald, Co-Founder und CEO von GoStudent.
Den vollständigen Bericht zur Zukunft der Bildung 2026, Grafiken und Bildmaterial gibt es unter https://www.gostudent.org/de-de/education-report/2026 (https://www.gostudent.org/de-de/education-report/2026)
Methodik
Der GoStudent Bericht zur Zukunft der Bildung basiert auf einer Erhebung des Marktforschungsinstituts Censuswide.
Eltern und Kinder
Censuswide hat 3.001 Eltern (ab 23 Jahren) und Kinder zwischen 8 und 16 Jahren in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich befragt. Die Befragung fand vom 26. Juni bis 13. Juli 2026 statt.
Lehrkräfte
Zusätzlich hat Censuswide 300 Lehrkräfte befragt, die Kinder zwischen 8 und 16 Jahren unterrichten, ebenfalls in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich. Diese Befragung fand vom 6. bis 23. Juli 2026 statt.
Censuswide ist Mitglied der Market Research Society (MRS) und des British Polling Council (BPC) und hat den Global Data Quality Pledge unterzeichnet. Das Institut arbeitet nach dem Verhaltenskodex der MRS und den Grundsätzen der ESOMAR.
Über GoStudent
GoStudent ist einer der führenden Bildungsanbieter weltweit und unterstützt jeden Monat mehr als 10 Millionen Familien. Das Unternehmen wurde 2016 in Wien von Felix Ohswald und Gregor Müller gegründet und verbindet Online-Nachhilfe mit Lernangeboten vor Ort. Zu GoStudent gehören Studienkreis, LernQuadrat, Seneca Learning und Tus Media. Gemeinsam betreiben sie über 1.000 Bildungsstandorte in Europa. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern individuelle Lernunterstützung zu ermöglichen, online wie vor Ort.
Weitere Informationen: https://www.gostudent.org (https://www.gostudent.org)
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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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