EUWAX Trends 02.11.2026, 14:00 Uhr | Steffen Heizereder SAP und NTT planen Cloud für sensible Daten
SAP will mit dem japanischen Konzern NTT bei Cloud-Diensten und Künstlicher Intelligenz (KI) kooperieren. Ihre Absicht gaben beide Unternehmen am 28. Oktober bekannt. Zunächst wollen sie das Angebot SAP Sovereign Cloud On-Site mit Infrastruktur und Betrieb von NTT verbinden. Bei diesem Angebot laufen von SAP verwaltete Cloud-Lösungen in einem Rechenzentrum, das der Kunde selbst besitzt oder auswählt. Gedacht ist die Kombination nach Angaben der Unternehmen unter anderem für Regierungen, Verteidigungsorganisationen und Betreiber kritischer Infrastruktur. Zu den finanziellen Bedingungen machten SAP und NTT keine Angaben. Für den öffentlichen Sektor und regulierte Branchen sei Souveränität "die Grundlage für Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und den verantwortungsvollen Einsatz von KI", sagte SAP-Finanzvorstand Dominik Asam. Die Zahlen für das dritte Quartal hatte SAP bereits am 21. Oktober veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wuchs der Cloud-Umsatz demnach um 26 Prozent, der Gesamtumsatz um 13 Prozent. Die SAP-Aktie kostete an der Börse Stuttgart um 11:08 Uhr 210,15 Euro. Allianz legt am 12. November Quartalszahlen vor
Die Allianz zieht am 12. November Bilanz für das dritte Quartal. Zuletzt hatte der Versicherer am 7. August über das erste Halbjahr berichtet. Nach Konzernangaben wuchs das operative Ergebnis in diesem Zeitraum gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro. Auf das zweite Quartal entfielen davon 4,9 Milliarden Euro, 10,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der bereinigte Überschuss der Anteilseigner ging im zweiten Quartal dagegen um 12,7 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zurück. Als Sonderfaktoren nennt die Allianz einen Veräußerungsgewinn im Vorjahr sowie Ausgleichsmaßnahmen nach dem Verkauf ihrer Beteiligung an indischen Gemeinschaftsunternehmen. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern ein operatives Ergebnis von 17,4 Milliarden Euro an, plus oder minus eine Milliarde Euro. Mit 9,4 Milliarden Euro hatte die Allianz nach dem ersten Halbjahr rechnerisch rund 54 Prozent der Mitte dieser Zielspanne erreicht. Im August sah sich der Versicherer nach eigenen Angaben voll auf Kurs, das Ziel zu erreichen. Die Allianz-Aktie kostete an der Börse Stuttgart um 11:12 Uhr 439,10 Euro. Eli Lilly erhöht Umsatzprognose, Zukäufe drücken Gewinnausblick Eli Lilly hat am 29. Oktober seine Umsatzprognose für 2026 erhöht. Statt mit 85 bis 87 Milliarden Dollar rechnet der Pharmakonzern nun mit 91 bis 92 Milliarden Dollar. Die Spanne für den bereinigten Gewinn je Aktie senkte Lilly hingegen von 35,50 bis 36,50 Dollar auf 35,00 bis 36,00 Dollar. Ausschlaggebend sind nach Konzernangaben Belastungen von 4,57 Dollar je Aktie für zugekaufte Forschungs- und Entwicklungsprojekte, vor allem aus den Übernahmen von AtaiBeckley und Curevo. Für das zugrunde liegende Geschäft hob Lilly die Erwartung beim Gewinn je Aktie in der Mitte der Spanne um 4,07 Dollar an. Im dritten Quartal setzte Lilly 24,4 Milliarden Dollar um, 39 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Getragen wurde das Wachstum laut Lilly vor allem von Mounjaro gegen Typ-2-Diabetes und Zepbound gegen Fettleibigkeit. Rund 900 Millionen Dollar des Quartalsumsatzes gehen nach Unternehmensangaben auf Sondereffekte zurück, darunter 410 Millionen Dollar an umsatzabhängigen Meilensteinzahlungen für das Medikament Jardiance. Dem Konzern zufolge stehen für Jardiance keine weiteren Meilensteinzahlungen mehr aus. An der New Yorker Börse schloss die Aktie am Freitag laut Reuters bei 1.417,54 Dollar. An der Börse Stuttgart kostete sie um 11:10 Uhr 1.255,40 Euro.




