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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Ölpreisrückgang stützt - Fresenius-Aktie mit Kooperation gesucht

DJ MÄRKTE EUROPA/Ölpreisrückgang stützt - Fresenius-Aktie mit Kooperation gesucht

DOW JONES--An den europäischen Aktienmärkten ist es zu Wochenbeginn aufwärts gegangen. Teilnehmer sprachen allerdings von einem zurückhaltenden Handel vor den US-Zwischenwahlen. Stützend wirkten die deutlich fallenden Ölpreise. Der DAX gewann 0,6 Prozent auf 25.981 Punkte, der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 0,7 Prozent auf 6.176 Punkte. Die Märkte zeigten sich damit widerstandsfähig gegenüber dem Kurseinbruch der US-Technologie-Werte vom Freitag. Hier hatten neue Zweifel an der Tragfähigkeit der massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) auf die Stimmung gedrückt.

Im Gefolge des Ölpreises sanken auch die Anleiherenditen, weil Inflations- und Zinserhöhungssorgen nachließen. Dies stützte die Aktienkurse ebenfalls. Die Rendite zehnjähriger US-Titel fiel um 5 Basispunkte auf 4,88 Prozent. Die US-Notenbank hatte in der Vorwoche wie erwartet das Zinsniveau bestätigt, um nicht vor den anstehenden Zwischenwahlen am Dienstag den Anschein politischer Einflussnahme zu erwecken. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um 3 Basispunkte nach auf 3,31 Prozent. Der Euro stieg zur US-Währung um 0,4 Prozent auf gut 1,12 Dollar.

Als bedrohlicher für den Markt werteten Händler die Quartalszahlen von Apple, die am Montagabend veröffentlicht werden. Hier wird zwar mit einem Umsatzanstieg gerechnet, aufgrund der massiven Preiserhöhungen jedoch mit einem Einbruch im Geräteverkauf oder einem weniger optimistischen Ausblick auf das wichtige Weihnachtsgeschäft.

Kräftig abwärts ging es mit den Ölpreisen. Die Sorten Brent und WTI verloren jeweils über 7 Prozent. Auslöser waren neue Berichte, wonach ein Deal zwischen den USA und dem Iran bevorstehen könnte. Schon am Wochenende hatte es Berichte gegeben, sogar ein persönliches Treffen von US-Vize-Präsident JD Vance mit Irans Unterhändler Mohsen Rezaei sei denkbar, nachdem Vance ihm einen Brief geschrieben hatte.

Kein Belastungsfaktor war die Entscheidung der Rating-Agentur Fitch, den Ausblick für Frankreich auf "negativ" zu senken. Die Absicherungskosten für Frankreich seien auf einem so hohen Niveau, dass viele Risiken bereits als eingepreist gesehen würden, hieß es. Der CAC-40 gewann in Paris 1 Prozent.

Die Revisionen der europäischen Einkaufsmanager-Indizes lösten keine Reaktionen aus. Die Eurozone-Industrie ist zu Beginn des vierten Quartals 2026 auf einem soliden Wachstumskurs geblieben, obwohl sich die Auftragszuwächse verlangsamten und der Lieferdruck zunahm. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Sektor sank auf 52,7 (Vormonat: 52,9) Punkte, wie S&P Global bei der zweiten Veröffentlichung mitteilte. Bei der ersten Veröffentlichung war ein Wert von 52,4 Zählern ausgewiesen worden. Die deutsche Industrie hat im Oktober an Dynamik gewonnen. Der Einkaufsmanagerindex stieg auf 54,2 von 53,9 Punkten. In erster Veröffentlichung war ebenfalls ein Wert von 54,2 ermittelt worden.

Bei den Einzelwerten brach die Alstom-Aktie um 26 Prozent ein. Der Eisenbahntechnik-Konzern hatte eine erhebliche Gewinnwarnung herausgegeben und prüft Optionen zum Abbau von Schulden um rund 2 Milliarden Euro, was nach Einschätzung von JP Morgan eine schmerzhafte, aber notwendige Bereinigung darstellt. Die Analysten meinten, dass die Prognose des Unternehmens ein bereinigtes EBIT für das Geschäftsjahr 2027 von 200 Millionen Euro impliziere, was rund 85 Prozent unter dem Konsens liege.

Auch bei Ryanair ist der Gewinn zurückgegangen gegenüber dem Vorjahr. Grund war wie erwartet der starke Anstieg bei den Treibstoff-Kosten. Die Fluglinie rechnet mit rund 2 Milliarden Euro höheren Kosten und plant daher noch weitere Sparmaßnahmen. "Richtig problematisch für Ryanair kann die Lage aber nicht sein, weil sie trotzdem noch Geld für einen Aktienrückkauf haben", so ein Händler. Die Ryanair-Aktie gewann 5,4 Prozent.

Für die anderen Airlines zählte nur der aktuelle Fall der Ölpreise: Daher legten Air France-KLM, IAG und Lufthansa um bis zu 4,8 Prozent zu. Die Aktien des Reiseveranstalters Tui kletterten um 5,9 Prozent nach oben.

Bei Fresenius (+1,6%) würdigten die Anleger eine exklusive Entwicklungsvereinbarung mit Wuxi Biologics zum Ausbau seiner Biosimilars-Pipeline. Dadurch erhält der Gesundheitskonzern exklusiven Zugang zu bis zu 37 potenziellen Biosimilar-Kandidaten und adressiert damit Originalpräparate mit einem Umsatz von mehr als 370 Milliarden Euro. Die neue Partnerschaft mit WuXi erweitert aus Sicht der DZ Bank die langfristigen Wachstumsperspektiven von Fresenius insbesondere für die Zeit nach 2030 deutlich. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt.

Die Aktien der Supermarktkette Ahold Delhaize fielen um 2,2 Prozent. Carrefour schlossen kaum verändert. Tiefkühl- und Kühlschränke in einigen belgischen Filialen waren Berichten zufolge von Hackern in den Abtaumodus versetzt worden. Auch in anderen europäischen Ländern meldeten Supermarktbetreiber entsprechende Zwischenfälle.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.176       +0,7          +5,9 
Stoxx-50        5.401       +0,2          +9,6 
Stoxx-600        649       +0,4          +9,2 
DAX          25.981       +0,6          +5,4 
FTSE-100 London    10.730       +0,3          +8,0 
CAC-40 Paris      7.969       +1,0          -2,2 
AEX Amsterdam     1.134       -0,2         +19,3 
ATHEX-20 Athen     6.702       -0,6         +25,3 
BEL-20 Br ssel     5.841       +0,6         +15,0 
BUX Budapest     145.257       +0,1         +30,8 
OMXH-25 Helsinki    6.191       +0,4          +8,6 
OMXC-20 Kopenhagen   1.633       +0,8          +1,6 
PSI 20 Lissabon    9.276       -0,3         +12,3 
IBEX-35 Madrid    18.653       +1,6          +7,8 
FTSE-MIB Mailand   49.501       +0,9         +10,1 
OBX Oslo        2.060       -1,2         +28,9 
PX Prag        2.627       +0,3          -2,2 
OMXS-30 Stockholm   3.271       +0,5         +13,5 
WIG-20 Warschau   156.383       -0,8         +34,5 
ATX Wien        6.420       +0,2         +20,5 
SMI Z rich      14.811       -0,1         +11,6 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:08 Uhr 
EUR/USD          1,1203  +0,4  0,0045     1,1158     1,1169 
EUR/JPY          176,83  +0,6  1,0000     175,83    175,8000 
EUR/CHF          0,9168  -0,4  -0,0038     0,9206     0,9188 
EUR/GBP          0,8348  +0,2  0,0015     0,8333     0,8334 
USD/JPY          157,82  +0,2  0,2900     157,53    157,3900 
GBP/USD          1,3418  +0,2  0,0027     1,3391     1,3400 
USD/CNY          6,648  -0,1  -0,0058     6,6538     6,6538 
USD/CNH          6,6462  -0,1  -0,0066     6,6528     6,6521 
AUS/USD          0,7016  -0,2  -0,0014      0,703     0,7035 
Bitcoin/USD      77.406,84  -0,5  -402,42    77.809,26   77.432,29 
 
ROHOEL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         96,51  -7,3   -7,61     104,12 
Brent/ICE         104,77  -7,6   -8,66     113,43 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          3.967,45  +2,4   92,43    3.875,02 
Silber           50,92  +3,7   1,82      49,10 
Platin         1.460,30  +2,0   29,08    1.431,22 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mgo

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November 02, 2026 12:09 ET (17:09 GMT)

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