DÜSSELDORF (dpa-AFX) - In den Warnstreiks in Nordrhein-Westfalens Metall- und Elektroindustrie schaltet die IG Metall einen Gang hoch. Nachdem sich zum Wochenauftakt nach Gewerkschaftsangaben rund 4.000 Beschäftigte aus 33 Betrieben an den Arbeitsniederlegungen der Frühschicht beteiligt hatten, richtet sich der Streikaufruf für den heutigen Dienstag an Beschäftigte von rund 240 Betrieben. Auch das Düsseldorfer Mercedes-Werk, in dem Transporter vom Modell Sprinter hergestellt werden, sowie der Kölner Ford -Standort sind betroffen. Geplant sind Kundgebungen an mehreren Standorten.
Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld bei einem zwölf Monate laufenden Tarifvertrag. Den Arbeitgebern ist das viel zu viel, sie bieten zunächst eine Einmalzahlung und in einem zweiten Schritt eine Erhöhung der Entgelte um 1,3 Prozent bei einer Laufzeit von 26 Monaten. Dabei verweisen sie auf die schwierige wirtschaftliche Lage und die hohen Kostenbelastungen für die Industrie. In NRW sind rund 640.000 Menschen in der Metall- und Elektro-Branche beschäftigt. Die dritte Verhandlungsrunde ist nach Angaben der IG Metall für den 9. November geplant./wdw/DP/zb
