FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro war am Dienstag kaum verändert. Am Vormittag wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1194 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1216 Dollar festgesetzt.
In den vergangenen Handelstagen konnte sich der Euro erholen, nachdem er in der vergangenen Woche bis auf 1,1105 Dollar gefallen war und damit auf den tiefsten Stand seit Mai 2025. Der frühe Dienstagshandel verlief ohne größere Impulse. In der Eurozone stehen keine wichtigen Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten.
Erst am Nachmittag könnten US-Konjunkturdaten für Impulse sorgen. Erwartet werden Daten zum Auftragseingang in der amerikanischen Industrie und für langlebige Güter.
Zu den Kursverlierern am Devisenmarkt zählte hingegen der Australische Dollar. Der stand zu allen anderen wichtigen Währungen unter Druck, obwohl die Notenbank des Landes am frühen Morgen den Leitzins angehoben hatte, und zwar auf 4,85 Prozent von zuvor 4,60 Prozent. Am Markt war der Zinsschritt erwartet worden.
Devisenexperte Norman Liebke von der Commerzbank verwies auf das Stimmenverhältnis der australischen Währungshüter bei der Zinsentscheidung. Die Erhöhung sei nur mit sechs zu drei Stimmen beschlossen worden. Dies unterstreicht "die zunehmende Zurückhaltung innerhalb des Boards". Es zeige auch, dass die Hürde für eine weitere Zinserhöhung recht hoch sein dürfte, sagte Liebke./jkr/jsl/mis
