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Dienstag, 03.11.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
4,7 Mrd. USD aus Washington für alte Bohrlöcher: Wer sichert sich die Aufträge?
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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

(Wiederholung von 7.45 Uhr)

FEIERTAGSHINWEIS

DIENSTAG: In Tokio bleiben die Börsen wegen des Tags der Kultur geschlossen.

TAGESTHEMA

Apple hat die Erwartungen der Wall Street für das vierte Geschäftsquartal übertroffen, dank eines starken iPhone- und Servicegeschäfts. Der iPhone-Hersteller erzielte einen Nettogewinn von 30,7 Milliarden Dollar bzw. 2,10 Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 114,48 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten für das Septemberquartal einen Gewinn von 1,99 Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 113,4 Milliarden US-Dollar erwartet. Im Jahresvergleich stieg der Gewinn von Apple um 13,5 Prozent, während der Umsatz um 11,7 Prozent zulegte. Der iPhone-Umsatz stieg um 17,5 Prozent auf 57,58 Milliarden Dollar, der Umsatz im Servicebereich um 9,8 Prozent auf 31,57 Milliarden Dollar. Die viel beachtete Bruttomarge lag mit 47,9 Prozent ebenfalls knapp über den Schätzungen der Analysten.

Der Geschäftsbericht für ist der erste unter dem neuen CEO John Ternus. "Wir beenden das Jahr mit unserem bisher ambitioniertesten Produktportfolio", sagte Ternus. Allerdings gerät die Wachstums- und Gewinnmaschine von Apple ins Wanken, Preiserhöhungen reichen möglicherweise nicht aus, um das historische Tempo beizubehalten. Apple prognostiziert, dass sich das margenstarke Dienstleistungsgeschäft im laufenden Quartal weiter verlangsamen und die viel beachtete Bruttomarge weiter sinken wird. Hohe Speicherkosten belasteten, führte die Apple-Spitze in der Telefonkonferenz nach der Zahlenvorlage aus.

Nachbörslich ging es für die Apple-Aktie auf Nasdaq.com um 2,5 Prozent nach unten.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

12:45 US/Pfizer Inc, Ergebnis 3Q

22:00 US/Amgen Inc, Ergebnis 3Q

22:00 US/Booking Holdings Inc, Ergebnis 3Q

22:15 US/Advanced Micro Devices Inc, Ergebnis 3Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  16:00 Auftragseingang Industrie September 
     PROGNOSE: +1,3% gg Vm 
     zuvor:  +0,1% gg Vm 
 

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.559,00  -0,2 
E-Mini-Future Nasdaq-100  28.104,50  -0,1 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.886,80  +0,3 
Topix-500 (Tokio)       Feiertag 
Kospi (Seoul)        5.648,79  -3,6 
Shanghai-Composite      3.605,48  -0,9 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 23.456,52  +0,3 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Uneinheitlich - Hauptthemen sind die Quartalszahlen, vor allem aber der Ausblick von Apple und die Zwischenwahlen in den USA. Letztere könnten das Machtgefüge im Kongress verändern und Präsident Trump das Regieren schwerer machen. Dazu kommt eine Zinserhöhung in Australien. Die Reserve Bank of Australia hat wie mehrheitlich schon erwartet die Zinsen erhöht und zwar bereits das fünfte Mal in diesem Jahr, um die anhaltende Inflation einzudämmen. Zunächst lediglich zur Kenntnis genommen wird, dass es im Iran-Krieg wieder gegenseitige Angriffe gab. Die Ölpreise zeigen sich davon nach dem kräftigen Rücksetzer am Vortag kaum bewegt. Im koreanischen Seoul setzt sich das Hin und Her des technologielastigen Kospi fort. Nach dem deutlichen Plus am Vortag sackt der Index nun wieder stark ab, wofür Teilnehmer den Ausblick von Apple zumindest mitverantwortlich machen. Der iPhone-Hersteller prognostiziert für das wichtige Weihnachtsquartal niedrigere Bruttomargen als Folge steigender Kosten für Speicherchips. In Shanghai bremst, dass die chinesische Notenbank den Mindestreservesatz für Deviseneinlagen von Finanzinstituten ab dem 15. November von 4 auf 6 Prozent anheben will. Unter den Einzelwerten geht es in der gesamten Region nach dem Rücksetzer bei den Ölpreisen mit den Kursen der Fluggesellschaften nach oben. Unter Druck stehen Aktien von Apple-Zulieferern. Largan Precision fallen um 9,3 Prozent, TSMC um 1,9, Hon Hai (Foxconn) um 2,4 oder LG Innotek um 7,6 Prozent. Der Kurs des Apple-Konkurrenten Samsung Electronics rutscht um 4,2 Prozent ab.

WALL STREET

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     51.983,98  +0,4  +213,67    51.770,31 
S&P-500    7.541,40  -0,5  -38,67    7.580,07 
NASDAQ Comp 25.164,36  -1,1  -272,64    25.437,00 
NASDAQ 100  27.989,82  -1,4  -395,03    28.384,85 
 
           Montag   Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,34 Mrd  1,56 Mrd 
Gewinner       1.722   1.005 
Verlierer       989   1.715 
Unverändert       82     64 
 

Uneinheitlich - Der rund 7-prozentige Rückgang der Ölpreise und niedrigere Marktzinsen konnten die US-Aktien am Montag nur bedingt stützen. Die volatilen Technologiewerte zeigten sich erneut mit Abgaben. Vor den Apple-Quartalszahlen nach Börsenschluss und auch im Hinblick auf das Ergebnis der US-Zwischenwahlen hätten die Anleger eher vorsichtig agiert, hieß es. Nvidia fielen um 1,3 Prozent, AMD sogar um 7,5 Prozent. Intel gaben um weitere 8,8 Prozent nach. Das Unternehmen hatte am Freitag mit einem enttäuschenden Ausblick in der gesamten Branche für starke Kursverluste gesorgt, die Intel-Aktie selbst war um fast 30 Prozent abgestürzt. Oracle verbilligten sich um 8,8 Prozent. Das Unternehmen will für KI-Investitionen 20 Milliarden Dollar über eine Kapitalerhöhung und die Emission von Anleihen bei den Investoren einsammeln. Marvell Technology bestätigte die Übernahme des Glasfaser- und Laserspezialisten Lumentum, über die in der vergangenen Woche Bloomberg berichtet hatte. Lumentum fielen um 18,6 Prozent, Marvel gaben um 12,7 Prozent nach. Aktien mit Bezug zu Kryptowährungen wurden erneut von dem massiven Cyberdiebstahl bei der nicht börsennotierten Kryptobörse Binance belastet. Coinbase verloren weitere 4 Prozent. Nach einem überzeugenden Quartalsbericht legte die Aktie der Hotelkette Marriott um 4,3 Prozent zu. Nach Zahlen verlor das Papier des Kosmetikkonzerns Estee Lauder dagegen 4,1 Prozent.

US-ANLEIHEN

Rendite  +/- 
2 Jahre    4,58 +0,02 
10 Jahre    4,89 -0,04 
 

Der deutliche Rückgang der Ölpreise linderte Inflations- und Zinserhöhungssorgen, worauf die Anleiherenditen am langen Ende leicht nachgaben. Dabei dürften aber auch Zuflüsse in Anleihen als Folge der Schwäche am Aktienmarkt beigetragen haben, hieß es.

DEVISEN

zuletzt +/- %     00:00    Mo, 08:44 % YTD 
EUR/USD     1,1189  +0,0     1,1185     1,1186  -4,7 
EUR/JPY     176,63  -0,0     176,68     176,35  -4,0 
EUR/GBP     0,8343  0,0     0,8343     0,8346  -4,3 
USD/JPY     157,84  -0,1     157,94     157,62  +0,8 
USD/KRW    1.340,38  -0,4    1.346,05    1.333,72  -7,0 
USD/CNY     6,6712  +0,4     6,6480     6,6566  -4,6 
USD/CNH     6,6702  +0,4     6,6461     6,6523  -4,4 
USD/HKD     7,8462  0,0     7,8465     7,8450  +0,8 
AUD/USD     0,6982  -0,2     0,6996     0,7031  +4,7 
NZD/USD     0,5627  +0,2     0,5615     0,5635  -2,2 
BTC/USD    76.645,64  -0,1   76.730,93    78.379,03 -12,6 
 

Der Dollar folgte den Anleiherenditen nach unten. Der Euro legte leicht auf zuletzt 1,1186 Dollar im US-Handel zu, nachdem er im Tageshoch über 1,1230 Dollar erreicht hatte.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold   3.921,48  -0,7     -25,94    3.947,42 
Silber    49,29  -2,6     -1,34      50,63 
Platin  1.433,76  -1,1     -15,49    1.449,25 
 

Das Gold profitierte von den gesunkenen Marktzinsen und dem schwächeren Dollar. Der Preis für die Feinunze stieg um 1,9 Prozent auf 3.947 Dollar.

ÖL

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    97,70  +1,3      1,24      96,46 
Brent/ICE   105,81  +1,0      1,04     104,77 
 

Neue Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg ließen die Ölpreise kräftig fallen. Der Preis für ein Barrel Brentöl rutschte um 7,6 Prozent auf 104,77 Dollar ab. Es gebe Hinweise darauf, dass sowohl die USA als auch der Iran verhandlungsbereit seien, wodurch eine weitere Eskalation verhindert werden könnte, hieß es.

Im asiatischen Handel am Dienstag zeigen sich die Ölpreise auf dem ermäßigten Niveau wenig verändert, trotz Berichten über Angriffe der USA auf die iranische Insel Keschm in der Straße von Hormus.

MELDUNGEN SEIT MONTAG 20.00 UHR

AUSTRALIEN - Geldpolitik

Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat die Leitzinsen auf den höchsten Stand seit 18 Jahren angehoben, nachdem sie ihre Inflationsprognosen "erheblich" nach oben korrigiert hatte. Der offizielle Leitzins wurde um 25 Basispunkte auf 4,85 Prozent angehoben. Es war die fünfte Erhöhung im laufenden Jahr. Das neunköpfige geldpolitische Board der RBA stimmte mit sechs zu drei Stimmen für eine Erhöhung. RBA-Gouverneurin Bullock erklärte, dass die Notenbank nicht mit einer Rezession der Wirtschaft rechne. Gleichwohl lehnte sie es ab, weitere Zinserhöhungen auszuschließen.

CHINA - Währungspolitik

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

November 03, 2026 05:07 ET (10:07 GMT)

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Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

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Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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