DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Nagel: EZB-Zinserhöhung im Dezember sehr wahrscheinlich notwendig
EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel hält eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) im Dezember für sehr wahrscheinlich. Beim Hauptstadtempfang der Deutschen Bundesbank begründete er das damit, dass sich der Inflationsausblick wegen der Entwicklung der Energiepreise verschlechtert habe. "Eine Zinserhöhung im Dezember ist aus heutiger Sicht ... sehr wahrscheinlich", sagte er laut veröffentlichtem Redetext. Schon im Basis-Szenario der der September-Projektion der EZB sei ein weiterer Zinsschritt nach oben enthalten gewesen, und seitdem habe sich der Inflationsausblick verschlechtert.
Zahl der offenen Stellen in den USA im September gestiegen
Die Zahl der offenen Stellen in den USA ist im September gestiegen, während sich die Zahl der Neueinstellungen relativ stabil verhielt. Dies geht aus dem monatlichen Bericht des Arbeitsministeriums zur Beschäftigungslage (JOLTS) hervor. Die Zahl der verfügbaren Stellen erhöhte sich im September auf 7,5 Millionen, nachdem sie im August bei nach oben korrigierten 7,2 Millionen gelegen hatte. Unterdessen veränderte sich die Einstellungsquote im September mit 3,4 Prozent im Vergleich zu 3,3 Prozent im August kaum. Rund 5,4 Millionen Amerikaner traten im Laufe des Monats eine neue Stelle an.
Auftragseingang der US-Industrie im September kräftig gestiegen
Die Auftragseingänge der US-Industrie sind im September stärker gestiegen als erwartet. Dies teilte das Census Bureau mit. Die Aufträge für US-Fabriken kletterten im September um 1,8 Prozent auf 677,2 Milliarden US-Dollar, nach einem revidierten Wert von 665 Milliarden Dollar im August. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit einem geringeren Zuwachs von 1,3 Prozent gerechnet.
US-Wirtschaft scheint sich mit zwei Geschwindigkeiten zu bewegen
Die US-Wirtschaft scheine sich zunehmend mit zwei Geschwindigkeiten zu bewegen, wobei sich die Schwachstellen häuften, schreibt Adrian Grey von Insight Investment in einer Research Note. Investitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz blieben eine wichtige Quelle der Stärke, aber der Wohnungsbau, Teile des verarbeitenden Gewerbes und zinssensitivere Bereiche stünden unter größerem Druck, so der globale Chief Investment Officer. "Das Risiko besteht darin, dass sich diese Schwachstellen gegenseitig verstärken", fügt er hinzu.
EZB-Anleihebestände sinken im Oktober um 26 Milliarden Euro
Der Abbau der Bestände an Anleihen, die die Zentralbanken des Eurosystems im Rahmen von APP- und PEPP-Programm erworben haben, hat sich im Oktober fortgesetzt. Wie die EZB mitteilte, verringerten sich die unter dem APP gehaltenen Anleihen um 26 Milliarden auf 2.031 Milliarden Euro, darunter die Bestände von Staatsanleihen um 18 Milliarden auf 1.637 Milliarden Euro. Die PEPP-Bestände sanken um 11 Milliarden auf 1.341 Milliarden Euro.
Ölpreis fällt nach Trump: Militärhilfe für Israel endet
Brent-Rohöl liegt rund 3 Prozent im Minus, nachdem Präsident Trump in der Sendung "Fox and Friends" erklärt hatte, dass die USA die Militärhilfe für Israel in Höhe von 4 Milliarden US-Dollar bis Ende dieses Jahres einstellen würden. Die Äußerungen Trumps führten zu einer Kehrtwende bei den Ölpreisen. Zuvor waren sie leicht gestiegen, nachdem das Journal berichtet hatte, dass die USA am Vortag heimlich die iranische Insel Qeschm angegriffen hätten.
US-Justizministerium: Wahlbeobachter sind erstmals in allen 50 Bundesstaaten im Einsatz
Das Justizministerium hat mitgeteilt, dass es zum ersten Mal Wahlbeobachter in allen 50 Bundesstaaten einsetzen wird, einschließlich einiger Staaten, in denen die Behörde bereits Klagen gegen lokale Wahlvertreter eingereicht hat. Das Justizministerium entsendet nach eigenen Angaben 1.000 Beobachter an Standorte im ganzen Land.
+++ Konjunkturdaten +++
US/Redbook: Einzelhandelsumsatz erste 4 Wochen Okt +9,8% gg Vorjahr
DJG/DJN/apo
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November 03, 2026 13:00 ET (18:00 GMT)
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