DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
PREISE - Eine Ausweitung der EU-Regeln gegen unfaire Handelspraktiken auf große internationale Lebensmittelkonzerne könnte nach Einschätzung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) die Verbraucherpreise erhöhen, ohne die Lage der Landwirte zu verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom HDE in Auftrag gegebene Studie der Düsseldorf Competition Economics GmbH (DCE). Die in der politischen Debatte angeführte Annahme, dass ein stärkerer Schutz der Lebensmittelindustrie auch den Bauern zugutekomme, sei ökonomisch nicht plausibel, hieß es in der Veröffentlichung, die der HDE in Berlin präsentieren will. (Funke Medien)
AUTOMOBILE - Auch nach einer Lockerung des Verbrenner-Aus in der EU sieht Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) in E-Autos die Zukunft. "Elektroautos werden sich in jedem Fall durchsetzen, weil sie technisch überlegen sind und man damit viel günstiger fahren kann", sagte Schneider dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die entscheidende Frage ist, wo sie künftig gebaut werden." Die neuen europäischen Regeln sollten dazu beitragen, dass die Autos in Europa produziert würden und nicht nur in China, betonte der Minister. "Nachdem die Manager der Konzerne das Thema zu lange verschlafen haben, habe ich jetzt die Hoffnung, dass die Aufholjagd gelingt." Die Nachfrage sei jetzt da und werde weiter wachsen, ist Schneider überzeugt. "Die deutschen Hersteller haben richtig gute elektrische Angebote." (Redaktionsnetzwerk Deutschland)
JOBABBAU - Angesichts der anhaltend schwachen Auftragslage und hoher Produktionskosten in vielen Firmen rechnet der Arbeitgeberverband Gesamtmetall mit einer Beschleunigung des Jobabbaus in der Metall- und Elektroindustrie. Zu Bild sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander: "Seit 2019 hat die Deindustrialisierung allein in der Metall- und Elektro-Industrie 350.000 Arbeitsplätze gekostet. ... Angesichts der Unterauslastung sind weitere 300.000 Arbeitsplätze allein in der M+E-Industrie in den nächsten zwei bis drei Jahren bedroht." (Bild)
PLASTIKSTEUER - Der Chemieindustrieverband VCI hat die geplante Plastiksteuer scharf kritisiert. Sie wäre ein "Frontalangriff auf die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland", sagte Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Regierung verspreche zwar Bürokratieabbau und ein Comeback der Wirtschaft, plane aber gleichzeitig einen "Kontrollapparat für Joghurtbecher", kritisierte er. Das sei das Gegenteil von Standportpolitik und "Murks von Anfang an". Der VCI sei skeptisch, ob am Ende tatsächlich zusätzliche Steuereinnahmen herausspringen. (Redaktionsnetzwerk Deutschland)
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November 04, 2026 00:46 ET (05:46 GMT)
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