DJ Ifo: Stimmung in deutscher Autoindustrie steigt im Oktober spürbar
DOW JONES--Die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie hat sich im Oktober spürbar aufgehellt, bleibt nach Einschätzung von Experten jedoch von extremer Volatilität und Unsicherheit geprägt. Wie das Ifo-Institut mitteilte, kletterte der Geschäftsklimaindex für die Branche kräftig auf minus 4,1 Punkte, nachdem er im September noch bei minus 33,2 Punkten notiert hatte.
Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Aussichten für die kommenden Monate wurden von den Herstellern und Zulieferern deutlich weniger pessimistisch bewertet als zuletzt. "Von Entwarnung in der Automobilindustrie kann jedoch keine Rede sein, denn die starken monatlichen Schwankungen im Geschäftsklima deuten auf eine sehr hohe Unsicherheit in der Branche hin", sagte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.
Als wesentlichen Treiber des Stimmungsaufschwungs sieht das Ifo-Institut die jüngste deutsch-französische Verständigung auf eine gemeinsame Automobilstrategie. Dieser Kompromiss sieht zwar weiterhin eine Reduktion der CO2-Flottenemissionen um 90 Prozent bis 2035 gegenüber 2021 vor, verzichtet jedoch darauf, dass die verbleibenden 10 Prozent anderweitig kompensiert werden müssen. Ergänzend sollen staatliche Beihilfen künftig enger an Vorgaben für eine europäische Wertschöpfung ("Made in Europe") gekoppelt werden.
Das Institut warnt jedoch vor verfrühtem Optimismus und rechnet vorerst nur mit einem kurzen Durchschnaufen. "Die Einigung verschafft der Autoindustrie zwar ein gewisses Zeitfenster", betonte Wölfl. "Sie ändert jedoch nichts an der zentralen Herausforderung der Branche, im Technologiewettbewerb wieder an die Spitze aufzuschließen."
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November 04, 2026 01:44 ET (06:44 GMT)
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