BERLIN (dpa-AFX) - Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Metin Hakverdi, erwartet von der Niederlage der Republikaner von US-Präsident Donald Trump in beiden Kammern des Kongresses eine erhebliche Änderung der politischen Dynamik in Washington. "Amerika hat den Wandel gewählt", sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zugleich schränkte er ein, Trump habe als Präsident eine verfassungsrechtlich starke Stellung besonders in der Außenpolitik.
Es habe sich gezeigt, wie schnell sich politische Kräfteverhältnisse verschieben könnten - selbst in vermeintlich sicheren Republikaner-Hochburgen, sagte Hakverdi. Die Bundesregierung müsse mit beiden Parteien und den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen in den USA im Gespräch bleiben, forderte er als Konsequenz. "Wir dürfen unsere Kontakte gerade nicht auf einzelne politische Lager beschränken."
Hakverdi: Diese Wahl war historisch
Zudem gelte, dass Deutschland seine Verteidigungs- und Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken müsse. "Unsere Sicherheit und unseren wirtschaftlichen Erfolg dürfen wir nicht von amerikanischen Wahlergebnissen abhängig machen." Schon jetzt könne man aber sagen: "Diese Wahl war historisch", ergänzte Hakverdi vor dem Hintergrund, dass in New Mexico und in Georgia erstmals eine indigene und eine schwarze Frau Gouverneurin geworden seien./bk/DP/mis
