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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA

Die US-Zwischenwahlen haben die Mehrheitsverhältnisse in Washington grundlegend verändert. Die Demokraten gewannen sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat und übernehmen damit die Kontrolle über beide Kongresskammern. Sie erzielten dabei auch in traditionell republikanischen Bundesstaaten wie Texas, Kansas, Iowa, Ohio und South Carolina Erfolge. Das Ergebnis gilt als deutliche Absage vieler Wähler an die Politik von Präsident Trump. Im Wahlkampf standen vor allem die hohen Lebenshaltungskosten, die wirtschaftliche Entwicklung, der Iran-Krieg und Vorwürfe politischer Begünstigung im Mittelpunkt. Umfragen zufolge waren viele Wähler mit der Richtung des Landes unzufrieden. Für Trump bedeutet der Ausgang eine Einschränkung seiner politischen Handlungsmöglichkeiten in den verbleibenden zwei Amtsjahren. Die Demokraten können künftig Untersuchungsausschüsse und Anhörungen vorantreiben, Gesetzesvorhaben blockieren und bei Haushaltsfragen größeren Druck ausüben. Allerdings behält Trump sein Vetorecht; für viele Gesetze wären zudem überparteiliche Mehrheiten erforderlich. Die endgültigen Folgen für die Wirtschafts- und Haushaltspolitik sind daher noch offen. Manche politischen Beobachter halten es für möglich, dass Trump sein Augenmerk nun noch mehr auf die Außenpolitik legen könnte.

Trump reagierte zunächst mit Kritik an den eigenen Kandidaten und der Erklärung, die Republikaner hätten besser abgeschnitten, wenn er selbst zur Wahl gestanden hätte. Zugleich gratulierte er den Demokraten ausdrücklich zu ihren Erfolgen und erklärte, er wolle mit ihnen zum Wohl des Landes zusammenarbeiten. Beruhigend wirkt, dass Trump das Wahlergebnis zunächst anerkannt und keine Zweifel an seiner Rechtmäßigkeit geäußert hat.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

12:00 US/Kraft Heinz Co, Ergebnis 3Q

13:00 US/McDonald's Corp, Ergebnis 3Q

13:00 US/Uber Technologies Inc, Ergebnis 3Q

22:00 US/Expedia Group Inc, Ergebnis 3Q

22:00 US/News Corp Ltd, Ergebnis 1Q

22:05 US/Qualcomm Inc, Ergebnis 4Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht Oktober 
     Beschäftigung privater Sektor 
     PROGNOSE: +75.000 Stellen 
     zuvor:  +90.000 Stellen 
 
  14:30 Handelsbilanz September 
     PROGNOSE: -107,7 Mrd USD 
     zuvor:  -105,57 Mrd USD 
 
  15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (2. Veröffentlichung) Oktober 
     PROGNOSE:  58,0 Punkte 
     1. Veröff.: 57,9 Punkte 
     zuvor:   58,7 Punkte 
 
  16:00 US/ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Oktober 
     PROGNOSE: 54,8 Punkte 
     zuvor:  54,9 Punkte 
 

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.578,00  -0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100  28.197,00  -0,4 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.834,50  -0,6 
Topix-500 (Tokio)      3.895,38  -0,9 
Kospi (Seoul)        5.683,80  +0,6 
Shanghai-Composite      3.674,34  +1,8 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 23.820,90  +1,3 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Uneinheitlich - Hauptthema ist die Zwischenwahl in den USA. Dort zeichnet sich ein klarer erdrutschartiger Sieg der Demokraten ab, womit sie sowohl im Repräsentantenhaus wie auch im Senat die Mehrheit erringen könnten. Das würde Präsident Trump das Regieren zumindest erschweren. Unter Druck stehen Aktien mit KI-Fantasie. Im Handel geht die Befürchtung um, dass die Demokraten die US-Technologiebranche stärker regulieren und insbesondere die großen KI-Unternehmen stärker kontrollieren könnten. Das könne unter dem Strich KI-Investitionen verteuern und die Wachstumsaussichten belasten. Allerdings wäre eine umfassende neue KI-Gesetzgebung keineswegs sicher, heißt es auch. Denn Trump könne mögliche Gesetze unter demokratischer Mehrheit mit seinem Veto blockieren. Samsung Electronics geben um 2,7 Prozent nach, SK Hynix um 3,7 Prozent. Die Aktie von Japans wertvollstem Chip-Hersteller Kioxia verliert über 11 Prozent. Advantest verlieren 7,0 Prozent, für das Papier des Technologieinvestors Softbank geht es um 6,8 Prozent abwärts. An den chinesischen Börsen in Shanghai und in Hongkong zeigen sich die Leitindizes gut behauptet. Dass der Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen von RatingDog im Oktober auf 50,8 nach 51,6 im September gesunken ist, belastet nicht, zumal er damit immer noch im Expansion anzeigenden Bereich über 50 liegt.

WALL STREET

zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     51.786,72  -0,4  -197,26    51.983,98 
S&P-500    7.568,92  +0,4  +27,52    7.541,40 
NASDAQ Comp 25.372,01  +0,8  +207,65    25.164,36 
NASDAQ 100  28.180,26  +0,7  +190,44    27.989,82 
 
           Dienstag   Montag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,41 Mrd  1,34 Mrd 
Gewinner       1.029   1.722 
Verlierer      1.677    989 
Unverändert       83     82 
 

Freundlich - Trotz Nervosität und Zurückhaltung vor dem Ergebnis der US-Zwischenwahlen ging es mit den Indizes nach oben. Im Blick standen die Zahlen und der Ausblick von Apple. Der iPhone-Hersteller schnitt im vierten Geschäftsquartal besser ab als erwartet, doch enttäuschte die Unternehmensprognose für die Bruttomarge, denn Apple rechnet mit höheren Preisen für Speicherchips, die von den vorgenommenen eigenen Preiserhöhungen offenbar nicht ausgeglichen werden. Die Apple-Aktie fiel um 1,9 Prozent. Palantir gaben nach Zahlen um 1,7 Prozent nach. Sie übertrafen zwar ebenfalls die Erwartungen, das Softwareunternehmen meldete jedoch ein langsameres Wachstum neuer Verträge. Pfizer fielen um 2,2 Prozent, obwohl der Pharmakonzern mit Vorlage der Quartalszahlen den Ausblick erhöht hatte. Pfizer teilte mit, verstärkt auf Krebstherapien und Mittel zur Gewichtsreduktion setzen zu wollen. Auch der Chemiekonzern Dupont zeigte sich zuversichtlicher für das laufende Geschäftsjahr, was der Aktie zu einem Plus von 8,6 Prozent verhalf. Shopify verfehlte mit Umsatz und operativem Bruttoergebnis die Erwartungen. Die Aktie gab um 8,7 Prozent nach.

US-ANLEIHEN

Rendite   +/- 
2 Jahre     4,61  +0,03 
10 Jahre     4,95  +0,06 
 

Am Anleihemarkt zogen die Renditen nach dem Rücksetzer vom Vortag an. Marktteilnehmer verwiesen auf gut ausgefallene Konjunkturdaten, die tendenziell eher für höhere Zinsen sprächen.

DEVISEN

zuletzt +/- %     00:00    Di, 08:08 % YTD 
EUR/USD     1,1231  +0,3     1,1193     1,1191  -4,4 
EUR/JPY     177,49  -0,1     177,59     176,62  -3,5 
EUR/GBP     0,8342  +0,1     0,8337     0,8345  -4,3 
USD/JPY     158,03  -0,4     158,66     157,79  +0,9 
USD/KRW    1.341,10  -0,3    1.344,57    1.340,55  -6,9 
USD/CNY     6,6772  +0,1     6,6701     6,6736  -4,5 
USD/CNH     6,6767  +0,1     6,6699     6,6729  -4,3 
USD/HKD     7,8451  -0,0     7,8467     7,8457  +0,8 
AUD/USD     0,6982  +0,2     0,6966     0,6981  +4,7 
NZD/USD     0,5607  +0,4     0,5584     0,5626  -2,6 
BTC/USD    77.861,43  +0,0   77.840,35    76.454,02 -11,2 
 

Der Dollar tendierte seitwärts, der Euro kostete zuletzt im US-Handel knapp über 10,12 Dollar. Im asiatisch dominierten Geschäft am Mittwoch geht es für den Dollar nach unten, der Euro zieht auf 1,1231 Dollar an. Dahinter dürften Spekulationen stehen, dass der sich abzeichnende Sieg der Demokraten bei der US-Zwischenwahl unter anderem die Aussicht auf zusätzliche schuldenfinanzierte Steuersenkungen verschlechtert und generell das Schuldenwachsum verlangsamt. Das könnte den Anleihemarkt etwas entlasten.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    4.016,84  +2,3     88,59    3.928,25 
Silber    51,57  +3,6      1,80      49,77 
Platin   1.459,85  +3,1     43,83    1.416,02 
 

Der Goldpreis fiel im US-Handel um 0,7 Prozent auf 3.928 Dollar. Im asiatisch dominierten Geschäft am Mittwoch zieht er deutlich an auf 4.006 Dollar. Möglicherweise suchten Anleger Schutz vor einer potenziell unberechenbareren Trump-Regierung, so Chris Weston, Leiter des Research bei Pepperstone. Ein Erdrutschsieg der Demokraten erhöhe das Risiko einer konfrontativeren Regierung, insbesondere auf internationaler Ebene.

ÖL

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    96,55  +0,5      0,46      96,09 
Brent/ICE   103,92  +0,3      0,32     103,60 
 

Die Ölpreise gaben nach dem kräftigen Rückgang des Vortags noch etwas weiter nach. Das Barrel Brent ermäßigte sich um 1,1 Prozent auf 103,60 Dollar. Die Akteure am Ölmarkt hätten weiter auf auf eine diplomatische Lösung des Iran-Kriegs gesetzt, hieß es.

MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 20.00 UHR

CHINA - Konjunktur

Der von S&P Global erhobene RatingDog Services Einkaufsmanagerindex ist um Oktober auf 50,8 von 51,6 im September gesunken. Der offizielle Dienstleistungsindex war im Oktober von 50,2 auf 50,0 gesunken. Das Neugeschäft expandierte weiter, gestützt durch eine erfolgreiche Kundengewinnung, während die Exportaufträge dank einer verbesserten Auslandsnachfrage den sechsten Monat in Folge stiegen, wie RatingDog erläuterte. Das Wachstumstempo habe sich jedoch gegenüber September verlangsamt.

NEUSEELAND - Konjunktur

Neuseelands Arbeitslosenquote ist im dritten Quartal auf den höchsten Stand seit Mitte 2015 gestiegen. Sie trotzte damit den Erwartungen eines Rückgangs und bestätigte die jüngste Zurückhaltung der Zentralbank bei weiteren Zinserhöhungen. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,7 Prozent, verglichen mit 5,6 Prozent im zweiten Quartal. Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 5,5 Prozent gerechnet.

ADVANCED MICRO DEVICES (AMD)

hat im dritten Quartal einen Nettogewinn von 3,5 Milliarden Dollar erzielt und damit die Erwartungen der Analysten von 3,2 Milliarden übertroffen. Die Bruttomarge lag bei 56 (Konsensschätzung: 56) Prozent. Der Umsatz stieg auf 13,4 (13,1) Milliarden Dollar, maßgeblich angetrieben durch eine Verdopplung der Erlöse mit Rechenzentrumschips auf 8,5 Milliarden Dollar. Das Nettoergebnis wurde durch eine buchhalterische Belastung in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar aus dem OpenAI-Abkommen belastet, die jedoch größtenteils steuerlich ausgeglichen werden konnte.

AMGEN

hat im dritten Quartal einen Gewinn von 3,86 (Vorjahr: 3,22) Milliarden Dollar erzielt. Bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 6,45 (Analysten: 5,79) Dollar. Der Umsatz kletterte um 8 Prozent auf 10,37 (Vorjahr: 9,60; Analysten: 10,07) Milliarden Dollar. Amgen hob die Jahresprognose an und erwartet nun einen bereinigten Gewinn je Aktie von 22,90 bis 23,70 (zuvor: 22,30 bis 23,50) Dollar bei einem Umsatz von 38,9 bis 39,7 (zuvor: 38,2 bis 39,4) Milliarden Dollar.

ARISTA NETWORKS

hat im dritten Quartal einen Gewinn von 1,56 (Vorjahr: 0,85) Milliarden Dollar erzielt. Bereinigt lag das Ergebnis bei 1,20 (Konsensschätzung: 1,08) Dollar je Aktie. Der Umsatz stieg um 59 Prozent auf 3,66 (Vorjahr: 2,31; Kopnsensschätzung: 3,33) Milliarden Dollar. Für das vierte Quartal stellt das Unternehmen einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,26 bis 1,30 (1,15) Dollar bei Erlösen von 3,9 bis 4,0 (3,6) Milliarden Dollar in Aussicht. Die Jahresprognose liegt nun bei 13,3 (12,68) Milliarden Dollar Umsatz.

BLOCK

hat im dritten Quartal einen Nettogewinn von 565,6 (Vorjahr: 461,5) Millionen Dollar erzielt. Bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 1,13 (Analysten: 1,03) Dollar. Der Umsatz stieg auf 6,72 (Vorjahr: 6,11; Analysten: 6,58) Milliarden Dollar. Für das vierte Quartal stellt das Unternehmen einen bereinigten Gewinn von 1,15 (Analysten: 1,16) Dollar je Aktie in Aussicht.

BOOKING HOLDINGS

hat im dritten Quartal einen Gewinn von 2,72 (Vorjahr: 2,75) Milliarden Dollar erzielt. Bereinigt lag das Ergebnis bei 4,66 (Konsensschätzung: 4,49) Dollar je Aktie. Der Umsatz sank um 1 Prozent auf 8,89 (Konsensschätzung: 9,55) Milliarden Dollar. Die Bruttobuchungen übertrafen mit 54,4 Milliarden Dollar die Erwartung von 52,63 Milliarden. Für das vierte Quartal stellt Booking ein Buchungswachstum von 2 bis 4 Prozent in Aussicht; die Jahresziele für Bruttobuchungen und bereinigten Gewinn je Aktie wurden bestätigt.

SUPER MICRO COMPUTER

hat im ersten Geschäftsquartal einen Gewinn von 1,59 (Vorjahr: 0,168) Milliarden Dollar erzielt. Bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 1,81 Dollar, Analysten hatten 1,23 Dollar erwartet. Der Umsatz vervierfachte sich nahezu auf 19,95 (Vorjahr: 5,02) Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 17,53 Milliarden deutlich. Für das zweite Quartal stellt das Unternehmen einen bereinigten Gewinn von 1,66 bis 1,90 (Konsensschätzung: 1,14) Dollar je Aktie sowie Umsätze von 19,5 bis 21,5 (18,11) Milliarden in Aussicht. Für das Gesamtjahr prognostiziert Super Micro einen Umsatz zwischen 72 und 82 (73,03) Milliarden Dollar.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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November 04, 2026 01:50 ET (06:50 GMT)

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