Köln (ots) -
Sentinel erkennt verborgene Risikofaktoren nach Erdbeben. Rumble Rims bringt Gehirnerschütterungs-Screening an die Seitenlinie.
- Das Projekt Sentinel ist der globale Erstplatzierte in der Kategorie Nachhaltigkeit. Sentinel ist ein Sensor zur Erkennung von Gebäudeschäden, der vom Bauingenieur und Absolventen der De La Salle University, Aldrei Ong, entwickelt wurde, um potenziell gefährliche strukturelle Schäden nach Erdbeben zu erkennen und dabei zu helfen, einsturzgefährdete Gebäude zu identifizieren.
- Das Projekt Rumble Rims ist der globale Erstplatzierte in der Kategorie Medizin. Rumble Rims wurde von Radhika Saran, Cleo Pontone und Sophia DeVito von der Harvard University entwickelt und zielt darauf ab, unentdeckte Gehirnerschütterungen zu verhindern, die Sportler einem erhöhten Risiko für Hirnverletzungen aussetzen. Das kostengünstige Headset nutzt Infrarot-Eye-Tracking, um die Untersuchung auf Gehirnerschütterungen direkt an den Spielfeldrand zu bringen und sicherere Entscheidungen über die Rückkehr ins Spiel zu ermöglichen.
Dyson hat die beiden globalen Gewinner des James Dyson Award für 2026 bekanntgegeben. Sentinel (https://www.jamesdysonaward.org/en-GB/2026/project/sentinel-a-building-damage-sensor?ot_consent=isGpcEnabled%3D0%26datestamp%3DTue%2BSep%2B22%2B2026%2B17%3A01%3A22%2BGMT%2B0100%2B(British%2BSummer%2BTime)%26version%3D202606.2.0%26browserGpcFlag%3D0%26isIABGlobal%3Dfalse%26hosts%3D%26consentId%3D2f6d1e1c-e6cd-4816-8dd0-61b738717459%26interactionCount%3D2%26isAnonUser%3D1%26landingPath%3DNotLandingPage%26groups%3DC0004%3A1%2CC0003%3A1%2CC0002%3A1%2CC0001%3A1%26intType%3D1%26geolocation%3DGB%3BENG%26AwaitingReconsent%3Dfalse%26isDntEnabled%3D0%26prevHadToken%3D0&ot_abclosed=2026-03-04T17%3A24%3A25.038Z) und Rumble Rims (https://www.jamesdysonaward.org/en-US/2026/project/rumble-rims) erhalten jeweils 30.000 britische Pfund. Beide Erfindungen machen Gefahren sichtbar, die sich sonst nur schwer erkennen lassen: Schäden im Inneren von Gebäuden nach Erdbeben sowie mögliche Folgen von Gehirnerschütterungen.
Seit 2005 hat der internationale Designwettbewerb mehr als 400 studentische Erfindungen weltweit mit insgesamt 1,5 Millionen britischen Pfund Preisgeld unterstützt. In diesem Jahr gingen 2.294 Beiträge von Nachwuchsingenieur*innen aus 28 Ländern und Regionen ein - mehr als je zuvor.
James Dyson, Gründer von Dyson, sagt: "Die diesjährigen globalen Gewinner Sentinel und Rumble Rims nehmen sich ernsthafter Gefahren für Leben und Gesundheit an - mit bemerkenswert einfachen Ideen. Ihre Lösungen könnten Leben retten. Genau diesen mutigen Ideenreichtum wollte ich fördern, als ich den James Dyson Award vor 21 Jahren ins Leben rief. Beide Projekte sind hochverdiente Gewinner."
Globaler Gewinner in der Kategorie Nachhaltigkeit: Sentinel (https://www.jamesdysonaward.org/en-GB/2026/project/sentinel-a-building-damage-sensor?ot_consent=isGpcEnabled%3D0%26datestamp%3DTue%2BSep%2B22%2B2026%2B17%3A01%3A22%2BGMT%2B0100%2B(British%2BSummer%2BTime)%26version%3D202606.2.0%26browserGpcFlag%3D0%26isIABGlobal%3Dfalse%26hosts%3D%26consentId%3D2f6d1e1c-e6cd-4816-8dd0-61b738717459%26interactionCount%3D2%26isAnonUser%3D1%26landingPath%3DNotLandingPage%26groups%3DC0004%3A1%2CC0003%3A1%2CC0002%3A1%2CC0001%3A1%26intType%3D1%26geolocation%3DGB%3BENG%26AwaitingReconsent%3Dfalse%26isDntEnabled%3D0%26prevHadToken%3D0&ot_abclosed=2026-03-04T17%3A24%3A25.038Z) von Aldrei Ong
Das Problem
Jedes Jahr ereignen sich weltweit etwa 1.700 Erdbeben der Stärke 5 oder höher.[1] Besonders starke Beben können Gebäude und die Menschen darin schwer gefährden und hohe wirtschaftliche Schäden verursachen. Zwischen 1970 und 2023 verursachten geophysikalische Katastrophen wie Erdbeben schätzungsweise Schäden in Höhe von 1,59 Billionen US-Dollar.[2]
Erdbeben können Risse und Schäden im Inneren von Betonkonstruktionen verursachen, die zunächst nicht sichtbar sind. Um zu beurteilen, ob ein Gebäude sicher ist, verlassen sich Fachleute häufig auf Sichtprüfungen und spezielle Tests. Nach einem schweren Erdbeben gilt es oft, viele Gebäude gleichzeitig zu prüfen. Das kostet Zeit und Geld und kann den Alltag erheblich stören. Während Rauchmelder und Brandalarme viele andere Sicherheitsrisiken kontinuierlich überwachen, entdecken Fachleute Schäden an der Gebäudestruktur meist erst bei regelmäßigen Inspektionen.
Die Lösung
Aldrei Ong ist Bauingenieur und Absolvent der De La Salle University auf den Philippinen. Mit Sentinel hilft er dabei, Gebäude zu erkennen, die einstürzen könnten. Seine Erfindung verwandelt einen handelsüblichen Betonabstandhalter - ein Bauteil, das Bewehrungsstahl beim Bau an der richtigen Stelle hält - in einen kostengünstigen Sensor. Er kann verborgene Risse und innere Schäden erkennen.
Sentinel besteht aus selbstüberwachendem Beton mit leitfähigen Materialien. Sie lassen Strom durch den Betonblock fließen. Entsteht ein Riss oder wird der Beton beschädigt, verändert sich der elektrische Widerstand. Dieser messbare Ausschlag kann auf einen möglichen Schaden hinweisen. Eingebettete Elektroden verbinden jeden Block mit einem kleinen Elektronikmodul. Das Modul vergleicht laufend die Messwerte mit dem ursprünglichen Messwert des Sensors. Registriert es eine deutliche Veränderung, überträgt es die Daten drahtlos an ein Online-Dashboard. Ingenieur*innen können den Zustand eines Gebäudes so aus der Ferne und über längere Zeit verfolgen.
Aldrei schätzt, dass sich ein Sentinel-Abstandhalter für 10 philippinische Pesos herstellen lässt - etwa 0,15 US-Dollar. Damit könnte man die Sensoren kostengünstig in größerer Zahl einsetzen. Weil Sentinel ein Bauteil nutzt, das ohnehin in Stahlbetonkonstruktionen steckt, lässt sich die Technik bereits beim Bau integrieren, ohne ein zusätzliches Bauteil in die Gebäudestruktur einzufügen.
Aldrei entwickelte Sentinel im Rahmen seiner Masterarbeit zu selbstüberwachendem Beton. Mehr als ein Jahr lang mischte, härtete und prüfte er über 125 Betonproben. So verfeinerte er das Material und untersuchte, wie sich sein elektrischer Widerstand unter Belastung und bei Rissbildung verändert.
Inzwischen hat Aldrei Sentinel-Sensoren in ein Gebäude auf den Philippinen eingebaut, um sie im Alltag zu überwachen. Nach dem Gewinn des James Dyson Award will er die Technik weiter validieren, die handgelötete Elektronik durch eine eigens entwickelte Leiterplatte ersetzen und Varianten für bestehende Gebäude entwickeln.
James Dyson über Sentinel: "Nach einem Erdbeben können schwere Schäden im Inneren eines Betongebäudes verborgen bleiben - und damit lebensgefährlich sein. Aldreis Sentinel macht aus einem Bauteil, das auf Baustellen ohnehin zum Einsatz kommt, auf clevere Weise einen kostengünstigen Sensor. Er erkennt Risse und warnt früh vor Schäden. So lassen sich Probleme entdecken, bevor sie teuer werden - und vor allem, bevor Menschen in einsturzgefährdeten Gebäuden leben oder arbeiten."
Aldrei Ong sagt über den Gewinn: "Globaler Gewinner in der Kategorie Nachhaltigkeit beim James Dyson Award zu werden, bedeutet mir sehr viel - nicht nur wegen der möglichen Wirkung von Sentinel, sondern auch, weil die Auszeichnung zeigt, was Beharrlichkeit, Neugier und der Wille zur ständigen Verbesserung bewirken können. Der Weg war voller Zweifel, Frust und Rückschläge. Trotzdem würde ich es wieder genauso machen. Diese Anerkennung gibt mir das Vertrauen, Sentinel weiter voranzubringen. Ich möchte Gebäude sicherer machen und Menschen helfen, die Bauwerke, auf die sie angewiesen sind, besser zu verstehen."
Dr. Bernardo Lejano, Professor für Bauingenieurwesen am Department of Civil Engineering, sagt: "Ich freue mich sehr, dass Aldrei seine Forschung zu selbstüberwachendem Beton nach dem Masterstudium fortgesetzt und daraus ein innovatives, nachhaltiges System zur Überwachung von Gebäudestrukturen entwickelt hat. Es könnte Leben retten und Eigentum schützen. Ich glaube, dass Sentinel schon bald zum festen Bestandteil von Stahlbetonbauwerken werden könnte und damit schnellere Sicherheitsprüfungen ermöglicht. Ich hoffe, Aldreis Erfolg inspiriert viele junge Ingenieur*innen, über den Tellerrand hinauszudenken."
Globaler Gewinner in der Kategorie Medizin: Rumble Rims (https://www.jamesdysonaward.org/en-US/2026/project/rumble-rims) von Cleo Pontone, Radhika Saran und Sophia DeVito
Das Problem
Gehirnerschütterungen sind im Sport ein ernstes Risiko, egal ob Breiten- oder Spitzensport. Unerkannte Gehirnerschütterungen sind für Athlet*innen eine ernste Gefahr: Nehmen sie trotz Verletzung keine Auszeit, riskieren sie noch schwerere Hirnverletzungen zuzuziehen. Eine Gehirnerschütterung lässt sich nicht immer sofort erkennen. Die Symptome unterscheiden sich von Mensch zu Mensch und können sich erst bis zu 72 Stunden später zeigen.[3]
Zwar gibt es technische Verfahren für objektive Untersuchungen, doch sie sind oft teuer und an Kliniken gebunden. Viele Schulen und Breitensportteams können sie sich deshalb nicht leisten. Bei Checks am Spielfeldrand hängt die Einschätzung dagegen stark vom menschlichen Urteilsvermögen ab.
Die Lösung
Cleo Pontone, Radhika Saran und Sophia DeVito studieren an der Harvard University. Mit Rumble Rims haben sie ein kostengünstiges Headset mit Infrarot-Augenverfolgung entwickelt. Es soll die Lücke zwischen teuren klinischen Tests und der Einschätzung am Spielfeldrand schließen und ein objektives Screening direkt vor Ort ermöglichen.
In einem kurzen Test von zwei bis drei Minuten erfassen Infrarotkameras, wie die Augen der betroffenen Person einem Objekt folgen, den Blick fixieren und sich bewegen. Solche Augenbewegungen können objektive Hinweise auf neurologische Beeinträchtigungen geben. Eine mobile Anzeige wertet die Messungen in Echtzeit aus und unterstützt die Entscheidung, ob jemand zur professionellen medizinischen Untersuchung überwiesen werden sollte.
Darüber hinaus ermöglicht ein "Recovery Dashboard" weitere Tests über einen längeren Zeitraum. So entsteht eine objektive Dokumentation, mit der Athlet*innen, ihre Familien und medizinische Fachkräfte den Verlauf beobachten können, bevor jemand wieder Sport treibt. Rumble Rims soll ein Screening ermöglichen, aber keine Diagnose stellen. Eine qualifizierte medizinische Fachkraft muss weiterhin über die Rückkehr in den Sport entscheiden.
Das Team testete zunächst Prototypen für Helme, Mundschutze und Kinnstützen. Schließlich fiel die Entscheidung auf ein Headset mit seitlich angebrachten Infrarotkameras und dichroitischen Spiegeln im 45-Grad-Winkel. Während des gesamten Entwicklungsprozesses holten sich das Trio Rückmeldungen von medizinischen Fachkräften und Trainer*innen. Nach dem Gewinn des James Dyson Award wollen Cleo, Radhika und Sophia einen weiterentwickelten Prototyp bauen und testen, den Augenbewegungstest verbessern und Rumble Rims gemeinsam mit Sportler*innen, Trainer*innen sowie medizinischen Berater*innen validieren. Langfristig möchten sie die Technik an Schulen und im Jugendsport erproben und die Zulassung als Medizinprodukt vorantreiben.
James Dyson über Rumble Rims: "Immer wieder hören wir von Unfällen mit Kopfverletzungen - besonders im Sport - und von den Folgen, die Betroffene später im Leben tragen. Eine Gehirnerschütterung zu erkennen, ist jedoch komplex: Dafür braucht man oft Spezialgeräte und die Expertise einer Klinik. Deshalb findet ein Screening nicht immer dann statt, wenn es nötig wäre. Cleo, Radhika und Sophia bringen eine objektive Untersuchung an die Seitenlinie, genau dorthin, wo wichtige Entscheidungen fallen. Ihre Erfindung könnte dazu beitragen, bleibende Hirnverletzungen zu verhindern, von denen so viele Sportlerinnen und Sportler betroffen sind."
Cleo, Radhika und Sophia sagen über den Gewinn: "Die Anerkennung durch den James Dyson Award bestärkt uns in der Überzeugung, dass wir bestehende Probleme nicht einfach hinnehmen müssen. Gehirnerschütterungen im Jugendsport behandeln wir inzwischen fast als Normalität, obwohl sie langfristige neurologische Folgen haben können. Wir können solche Gewohnheiten hinterfragen und eine zugänglichere, besser nutzbare Welt gestalten. Technologie sollte Menschen dann erreichen, wenn sie sie brauchen, und nicht erst, wenn der Schaden bereits entstanden ist. Der Award gibt uns eine großartige Chance, auf Pilotprojekte hinzuarbeiten, die Rumble Rims an jede Seitenlinie bringen könnten."
Shuya Gong, Lehrkraft im Masterstudiengang Design Engineering an der Harvard University, sagt: "Mich hat besonders beeindruckt, wie Cleo, Sophia und Radhika mit schnellen Prototypen und neugierigen Experimenten elegante Wege fanden, anspruchsvolle Ideen zu testen. Gleichzeitig hielten sie daran fest, dass ihre Lösung bezahlbar und einfach zu nutzen sein muss - an der Seitenlinie ebenso wie zu Hause. Rumble Rims verbindet auf überzeugende Weise fürsorgliches Design mit technischer Genauigkeit."
Bild- und Videomaterial zu den Projekten Sentinel und Rumble Rims können Sie hier (https://dyson.canto.global/v/GJMUHTID6Q/folder/TRFLF?viewIndex=0) herunterladen.
James Dyson Award
Der James Dyson Award (https://www.jamesdysonaward.org/de-DE/) ist ein internationaler Designwettbewerb, der die nächste Generation von Designingenieur*innen inspiriert und auszeichnet. Der Award findet 2026 zum 21. Mal statt, wurde von der James Dyson Foundation (https://www.jamesdysonfoundation.co.uk/) ins Leben gerufen und hat bereits mehr als 400 problemlösende Erfindungen mit über 1,5 Millionen britischen Pfund Preisgeld unterstützt. Der Wettbewerb ist in 28 Ländern und Regionen aktiv.
[1] QuakeScout, Earthquake Statistics: How Many Earthquakes Happen Each Day & Year. Siehe hier (https://www.quakescout.com/statistics).
[2] UN Office for Disaster Risk Reduction, Global Assessment Report 2025. Siehe hier (https://www.undrr.org/gar/gar2025/hazard-exploration/earthquakes).
[3] Fifa and World Health Organisation's Suspect and Protect campaign. Siehe hier (https://www.who.int/news/item/18-09-2024-fifa-and-world-health-organization-launch-global-concussion-awareness-campaign).
Pressekontakt:
Um weitere Informationen zu erhalten, kontaktieren Sie bitte:
Dyson Press Office
dyson-press@osk.de
Original-Content von: Dyson GmbH, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/17136/6383897
Sentinel erkennt verborgene Risikofaktoren nach Erdbeben. Rumble Rims bringt Gehirnerschütterungs-Screening an die Seitenlinie.
- Das Projekt Sentinel ist der globale Erstplatzierte in der Kategorie Nachhaltigkeit. Sentinel ist ein Sensor zur Erkennung von Gebäudeschäden, der vom Bauingenieur und Absolventen der De La Salle University, Aldrei Ong, entwickelt wurde, um potenziell gefährliche strukturelle Schäden nach Erdbeben zu erkennen und dabei zu helfen, einsturzgefährdete Gebäude zu identifizieren.
- Das Projekt Rumble Rims ist der globale Erstplatzierte in der Kategorie Medizin. Rumble Rims wurde von Radhika Saran, Cleo Pontone und Sophia DeVito von der Harvard University entwickelt und zielt darauf ab, unentdeckte Gehirnerschütterungen zu verhindern, die Sportler einem erhöhten Risiko für Hirnverletzungen aussetzen. Das kostengünstige Headset nutzt Infrarot-Eye-Tracking, um die Untersuchung auf Gehirnerschütterungen direkt an den Spielfeldrand zu bringen und sicherere Entscheidungen über die Rückkehr ins Spiel zu ermöglichen.
Dyson hat die beiden globalen Gewinner des James Dyson Award für 2026 bekanntgegeben. Sentinel (https://www.jamesdysonaward.org/en-GB/2026/project/sentinel-a-building-damage-sensor?ot_consent=isGpcEnabled%3D0%26datestamp%3DTue%2BSep%2B22%2B2026%2B17%3A01%3A22%2BGMT%2B0100%2B(British%2BSummer%2BTime)%26version%3D202606.2.0%26browserGpcFlag%3D0%26isIABGlobal%3Dfalse%26hosts%3D%26consentId%3D2f6d1e1c-e6cd-4816-8dd0-61b738717459%26interactionCount%3D2%26isAnonUser%3D1%26landingPath%3DNotLandingPage%26groups%3DC0004%3A1%2CC0003%3A1%2CC0002%3A1%2CC0001%3A1%26intType%3D1%26geolocation%3DGB%3BENG%26AwaitingReconsent%3Dfalse%26isDntEnabled%3D0%26prevHadToken%3D0&ot_abclosed=2026-03-04T17%3A24%3A25.038Z) und Rumble Rims (https://www.jamesdysonaward.org/en-US/2026/project/rumble-rims) erhalten jeweils 30.000 britische Pfund. Beide Erfindungen machen Gefahren sichtbar, die sich sonst nur schwer erkennen lassen: Schäden im Inneren von Gebäuden nach Erdbeben sowie mögliche Folgen von Gehirnerschütterungen.
Seit 2005 hat der internationale Designwettbewerb mehr als 400 studentische Erfindungen weltweit mit insgesamt 1,5 Millionen britischen Pfund Preisgeld unterstützt. In diesem Jahr gingen 2.294 Beiträge von Nachwuchsingenieur*innen aus 28 Ländern und Regionen ein - mehr als je zuvor.
James Dyson, Gründer von Dyson, sagt: "Die diesjährigen globalen Gewinner Sentinel und Rumble Rims nehmen sich ernsthafter Gefahren für Leben und Gesundheit an - mit bemerkenswert einfachen Ideen. Ihre Lösungen könnten Leben retten. Genau diesen mutigen Ideenreichtum wollte ich fördern, als ich den James Dyson Award vor 21 Jahren ins Leben rief. Beide Projekte sind hochverdiente Gewinner."
Globaler Gewinner in der Kategorie Nachhaltigkeit: Sentinel (https://www.jamesdysonaward.org/en-GB/2026/project/sentinel-a-building-damage-sensor?ot_consent=isGpcEnabled%3D0%26datestamp%3DTue%2BSep%2B22%2B2026%2B17%3A01%3A22%2BGMT%2B0100%2B(British%2BSummer%2BTime)%26version%3D202606.2.0%26browserGpcFlag%3D0%26isIABGlobal%3Dfalse%26hosts%3D%26consentId%3D2f6d1e1c-e6cd-4816-8dd0-61b738717459%26interactionCount%3D2%26isAnonUser%3D1%26landingPath%3DNotLandingPage%26groups%3DC0004%3A1%2CC0003%3A1%2CC0002%3A1%2CC0001%3A1%26intType%3D1%26geolocation%3DGB%3BENG%26AwaitingReconsent%3Dfalse%26isDntEnabled%3D0%26prevHadToken%3D0&ot_abclosed=2026-03-04T17%3A24%3A25.038Z) von Aldrei Ong
Das Problem
Jedes Jahr ereignen sich weltweit etwa 1.700 Erdbeben der Stärke 5 oder höher.[1] Besonders starke Beben können Gebäude und die Menschen darin schwer gefährden und hohe wirtschaftliche Schäden verursachen. Zwischen 1970 und 2023 verursachten geophysikalische Katastrophen wie Erdbeben schätzungsweise Schäden in Höhe von 1,59 Billionen US-Dollar.[2]
Erdbeben können Risse und Schäden im Inneren von Betonkonstruktionen verursachen, die zunächst nicht sichtbar sind. Um zu beurteilen, ob ein Gebäude sicher ist, verlassen sich Fachleute häufig auf Sichtprüfungen und spezielle Tests. Nach einem schweren Erdbeben gilt es oft, viele Gebäude gleichzeitig zu prüfen. Das kostet Zeit und Geld und kann den Alltag erheblich stören. Während Rauchmelder und Brandalarme viele andere Sicherheitsrisiken kontinuierlich überwachen, entdecken Fachleute Schäden an der Gebäudestruktur meist erst bei regelmäßigen Inspektionen.
Die Lösung
Aldrei Ong ist Bauingenieur und Absolvent der De La Salle University auf den Philippinen. Mit Sentinel hilft er dabei, Gebäude zu erkennen, die einstürzen könnten. Seine Erfindung verwandelt einen handelsüblichen Betonabstandhalter - ein Bauteil, das Bewehrungsstahl beim Bau an der richtigen Stelle hält - in einen kostengünstigen Sensor. Er kann verborgene Risse und innere Schäden erkennen.
Sentinel besteht aus selbstüberwachendem Beton mit leitfähigen Materialien. Sie lassen Strom durch den Betonblock fließen. Entsteht ein Riss oder wird der Beton beschädigt, verändert sich der elektrische Widerstand. Dieser messbare Ausschlag kann auf einen möglichen Schaden hinweisen. Eingebettete Elektroden verbinden jeden Block mit einem kleinen Elektronikmodul. Das Modul vergleicht laufend die Messwerte mit dem ursprünglichen Messwert des Sensors. Registriert es eine deutliche Veränderung, überträgt es die Daten drahtlos an ein Online-Dashboard. Ingenieur*innen können den Zustand eines Gebäudes so aus der Ferne und über längere Zeit verfolgen.
Aldrei schätzt, dass sich ein Sentinel-Abstandhalter für 10 philippinische Pesos herstellen lässt - etwa 0,15 US-Dollar. Damit könnte man die Sensoren kostengünstig in größerer Zahl einsetzen. Weil Sentinel ein Bauteil nutzt, das ohnehin in Stahlbetonkonstruktionen steckt, lässt sich die Technik bereits beim Bau integrieren, ohne ein zusätzliches Bauteil in die Gebäudestruktur einzufügen.
Aldrei entwickelte Sentinel im Rahmen seiner Masterarbeit zu selbstüberwachendem Beton. Mehr als ein Jahr lang mischte, härtete und prüfte er über 125 Betonproben. So verfeinerte er das Material und untersuchte, wie sich sein elektrischer Widerstand unter Belastung und bei Rissbildung verändert.
Inzwischen hat Aldrei Sentinel-Sensoren in ein Gebäude auf den Philippinen eingebaut, um sie im Alltag zu überwachen. Nach dem Gewinn des James Dyson Award will er die Technik weiter validieren, die handgelötete Elektronik durch eine eigens entwickelte Leiterplatte ersetzen und Varianten für bestehende Gebäude entwickeln.
James Dyson über Sentinel: "Nach einem Erdbeben können schwere Schäden im Inneren eines Betongebäudes verborgen bleiben - und damit lebensgefährlich sein. Aldreis Sentinel macht aus einem Bauteil, das auf Baustellen ohnehin zum Einsatz kommt, auf clevere Weise einen kostengünstigen Sensor. Er erkennt Risse und warnt früh vor Schäden. So lassen sich Probleme entdecken, bevor sie teuer werden - und vor allem, bevor Menschen in einsturzgefährdeten Gebäuden leben oder arbeiten."
Aldrei Ong sagt über den Gewinn: "Globaler Gewinner in der Kategorie Nachhaltigkeit beim James Dyson Award zu werden, bedeutet mir sehr viel - nicht nur wegen der möglichen Wirkung von Sentinel, sondern auch, weil die Auszeichnung zeigt, was Beharrlichkeit, Neugier und der Wille zur ständigen Verbesserung bewirken können. Der Weg war voller Zweifel, Frust und Rückschläge. Trotzdem würde ich es wieder genauso machen. Diese Anerkennung gibt mir das Vertrauen, Sentinel weiter voranzubringen. Ich möchte Gebäude sicherer machen und Menschen helfen, die Bauwerke, auf die sie angewiesen sind, besser zu verstehen."
Dr. Bernardo Lejano, Professor für Bauingenieurwesen am Department of Civil Engineering, sagt: "Ich freue mich sehr, dass Aldrei seine Forschung zu selbstüberwachendem Beton nach dem Masterstudium fortgesetzt und daraus ein innovatives, nachhaltiges System zur Überwachung von Gebäudestrukturen entwickelt hat. Es könnte Leben retten und Eigentum schützen. Ich glaube, dass Sentinel schon bald zum festen Bestandteil von Stahlbetonbauwerken werden könnte und damit schnellere Sicherheitsprüfungen ermöglicht. Ich hoffe, Aldreis Erfolg inspiriert viele junge Ingenieur*innen, über den Tellerrand hinauszudenken."
Globaler Gewinner in der Kategorie Medizin: Rumble Rims (https://www.jamesdysonaward.org/en-US/2026/project/rumble-rims) von Cleo Pontone, Radhika Saran und Sophia DeVito
Das Problem
Gehirnerschütterungen sind im Sport ein ernstes Risiko, egal ob Breiten- oder Spitzensport. Unerkannte Gehirnerschütterungen sind für Athlet*innen eine ernste Gefahr: Nehmen sie trotz Verletzung keine Auszeit, riskieren sie noch schwerere Hirnverletzungen zuzuziehen. Eine Gehirnerschütterung lässt sich nicht immer sofort erkennen. Die Symptome unterscheiden sich von Mensch zu Mensch und können sich erst bis zu 72 Stunden später zeigen.[3]
Zwar gibt es technische Verfahren für objektive Untersuchungen, doch sie sind oft teuer und an Kliniken gebunden. Viele Schulen und Breitensportteams können sie sich deshalb nicht leisten. Bei Checks am Spielfeldrand hängt die Einschätzung dagegen stark vom menschlichen Urteilsvermögen ab.
Die Lösung
Cleo Pontone, Radhika Saran und Sophia DeVito studieren an der Harvard University. Mit Rumble Rims haben sie ein kostengünstiges Headset mit Infrarot-Augenverfolgung entwickelt. Es soll die Lücke zwischen teuren klinischen Tests und der Einschätzung am Spielfeldrand schließen und ein objektives Screening direkt vor Ort ermöglichen.
In einem kurzen Test von zwei bis drei Minuten erfassen Infrarotkameras, wie die Augen der betroffenen Person einem Objekt folgen, den Blick fixieren und sich bewegen. Solche Augenbewegungen können objektive Hinweise auf neurologische Beeinträchtigungen geben. Eine mobile Anzeige wertet die Messungen in Echtzeit aus und unterstützt die Entscheidung, ob jemand zur professionellen medizinischen Untersuchung überwiesen werden sollte.
Darüber hinaus ermöglicht ein "Recovery Dashboard" weitere Tests über einen längeren Zeitraum. So entsteht eine objektive Dokumentation, mit der Athlet*innen, ihre Familien und medizinische Fachkräfte den Verlauf beobachten können, bevor jemand wieder Sport treibt. Rumble Rims soll ein Screening ermöglichen, aber keine Diagnose stellen. Eine qualifizierte medizinische Fachkraft muss weiterhin über die Rückkehr in den Sport entscheiden.
Das Team testete zunächst Prototypen für Helme, Mundschutze und Kinnstützen. Schließlich fiel die Entscheidung auf ein Headset mit seitlich angebrachten Infrarotkameras und dichroitischen Spiegeln im 45-Grad-Winkel. Während des gesamten Entwicklungsprozesses holten sich das Trio Rückmeldungen von medizinischen Fachkräften und Trainer*innen. Nach dem Gewinn des James Dyson Award wollen Cleo, Radhika und Sophia einen weiterentwickelten Prototyp bauen und testen, den Augenbewegungstest verbessern und Rumble Rims gemeinsam mit Sportler*innen, Trainer*innen sowie medizinischen Berater*innen validieren. Langfristig möchten sie die Technik an Schulen und im Jugendsport erproben und die Zulassung als Medizinprodukt vorantreiben.
James Dyson über Rumble Rims: "Immer wieder hören wir von Unfällen mit Kopfverletzungen - besonders im Sport - und von den Folgen, die Betroffene später im Leben tragen. Eine Gehirnerschütterung zu erkennen, ist jedoch komplex: Dafür braucht man oft Spezialgeräte und die Expertise einer Klinik. Deshalb findet ein Screening nicht immer dann statt, wenn es nötig wäre. Cleo, Radhika und Sophia bringen eine objektive Untersuchung an die Seitenlinie, genau dorthin, wo wichtige Entscheidungen fallen. Ihre Erfindung könnte dazu beitragen, bleibende Hirnverletzungen zu verhindern, von denen so viele Sportlerinnen und Sportler betroffen sind."
Cleo, Radhika und Sophia sagen über den Gewinn: "Die Anerkennung durch den James Dyson Award bestärkt uns in der Überzeugung, dass wir bestehende Probleme nicht einfach hinnehmen müssen. Gehirnerschütterungen im Jugendsport behandeln wir inzwischen fast als Normalität, obwohl sie langfristige neurologische Folgen haben können. Wir können solche Gewohnheiten hinterfragen und eine zugänglichere, besser nutzbare Welt gestalten. Technologie sollte Menschen dann erreichen, wenn sie sie brauchen, und nicht erst, wenn der Schaden bereits entstanden ist. Der Award gibt uns eine großartige Chance, auf Pilotprojekte hinzuarbeiten, die Rumble Rims an jede Seitenlinie bringen könnten."
Shuya Gong, Lehrkraft im Masterstudiengang Design Engineering an der Harvard University, sagt: "Mich hat besonders beeindruckt, wie Cleo, Sophia und Radhika mit schnellen Prototypen und neugierigen Experimenten elegante Wege fanden, anspruchsvolle Ideen zu testen. Gleichzeitig hielten sie daran fest, dass ihre Lösung bezahlbar und einfach zu nutzen sein muss - an der Seitenlinie ebenso wie zu Hause. Rumble Rims verbindet auf überzeugende Weise fürsorgliches Design mit technischer Genauigkeit."
Bild- und Videomaterial zu den Projekten Sentinel und Rumble Rims können Sie hier (https://dyson.canto.global/v/GJMUHTID6Q/folder/TRFLF?viewIndex=0) herunterladen.
James Dyson Award
Der James Dyson Award (https://www.jamesdysonaward.org/de-DE/) ist ein internationaler Designwettbewerb, der die nächste Generation von Designingenieur*innen inspiriert und auszeichnet. Der Award findet 2026 zum 21. Mal statt, wurde von der James Dyson Foundation (https://www.jamesdysonfoundation.co.uk/) ins Leben gerufen und hat bereits mehr als 400 problemlösende Erfindungen mit über 1,5 Millionen britischen Pfund Preisgeld unterstützt. Der Wettbewerb ist in 28 Ländern und Regionen aktiv.
[1] QuakeScout, Earthquake Statistics: How Many Earthquakes Happen Each Day & Year. Siehe hier (https://www.quakescout.com/statistics).
[2] UN Office for Disaster Risk Reduction, Global Assessment Report 2025. Siehe hier (https://www.undrr.org/gar/gar2025/hazard-exploration/earthquakes).
[3] Fifa and World Health Organisation's Suspect and Protect campaign. Siehe hier (https://www.who.int/news/item/18-09-2024-fifa-and-world-health-organization-launch-global-concussion-awareness-campaign).
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