FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Tarifkonflikt der deutschen Metall- und Elektroindustrie sind während der Warnstreiks weitere Verhandlungen geplant. Für das Tarifgebiet Mitte mit Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland soll an diesem Freitag in Frankfurt weiter gesprochen werden, wie die IG Metall mitteilte. Zuvor wird bereits am Donnerstag in Baden-Württemberg in ebenfalls in der dritten Runde abgeklopft, ob sich ein Lösungsweg abzeichnet.
Die IG Metall setzte am Mittwoch ihre Warnstreiks fort, die sie am Sonntag mit Ablauf der Friedenspflicht begonnen hatte. Schwerpunkte waren heute unter anderem das Opel-Werk in Rüsselsheim, das John-Deere-Werk in Kaiserslautern und Ford in Saarlouis. Die Aktionen sollten auch am Donnerstag fortgesetzt werden.
Gewerkschaft: Fünf Prozent mehr Geld und sichere Jobs
Die IG Metall will in den Tarifverhandlungen für rund 3,7 Millionen Beschäftigte den Druck erhöhen. Betroffen von den zeitlich befristeten Ausständen sind wichtige Industriezweige wie Auto, Maschinenbau, Elektro und Metallerzeugung.
Die Gewerkschaft hat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fünf Prozent mehr Geld sowie die Sicherung von Jobs und Standorten gefordert. Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung und 2028 eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 vorsah. Begründet wurde die Offerte unterhalb der Teuerungsrate mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und den hohen Kostenbelastungen für die Industrie in Deutschland./ceb/DP/stk
