GESAMT-ROUNDUP 5/Trump abgestraft: Demokraten triumphieren bei Kongresswahl
WASHINGTON - In vielen amerikanischen Haushalten war es schon weit nach Mitternacht, als sich die, die gegen Donald Trump sind, in die Arme fielen. Bei einer historischen Parlamentswahl haben die Bürgerinnen und Bürger mit der Politik des republikanischen Präsidenten abgerechnet und den Demokraten die volle Kontrolle über den Kongress übertragen. Die Ergebnisse am frühen deutschen Morgen waren so eindeutig, dass auch Trump nichts anderes übrig blieb, als zu gratulieren.
USA: Stimmung im US-Dienstleistungssektor schwächelt
TEMPE - Die Stimmung im US-Dienstleistungssektor hat sich im Oktober eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex ISM fiel um 0,4 Punkte auf 54,5 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Mittwoch in Tempe mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 54,8 Punkten gerechnet. Der ISM-Index bleibt damit aber klar über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern und signalisiert weiter eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität.
Schweitzer: 95 Prozent des Renten-Reformgesetzes fertig
BERLIN - Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) will die angekündigte Rentenreform der Regierung "so schnell wie möglich" vorlegen. "Nichts, was auf dem Tisch liegt, wird dadurch besser, dass es noch länger auf dem Tisch liegt", sagte Schweitzer auf dem Chemie-Arbeitgeber-Tag 2026 in Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte am Vortag angekündigt, dass die geplante Rentenreform in wesentlichen Teilen vor Weihnachten im Kabinett verabschiedet werden solle.
Schwedische Notenbank erhöht Leitzins wie erwartet auf 2,0 Prozent
STOCKHOLM - Die Notenbank von Schweden hat den Leitzins wegen der erhöhten Inflation erstmals seit 2023 angehoben und weitere Zinsschritte in Aussicht gestellt. Der Leitzins wird um 0,25 Prozentpunkte auf 2,00 Prozent erhöht, wie die Notenbank am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten dies im Schnitt erwartet. Es ist die erste Änderung seit mehr als einem Jahr und die erste Anhebung seit 2023.
ROUNDUP/EU-Kommission: Montenegro könnte nächstes EU-Mitglied werden
BRÜSSEL - Das Westbalkanland Montenegro könnte nach Einschätzung der EU-Kommission das nächste Mitgliedsland der Europäischen Union werden. Wie aus einer neuen Analyse der Brüsseler Behörde hervorgeht, könnte das Land bereits Ende dieses Jahres die Beitrittsverhandlungen erfolgreich abschließen. Die tatsächliche Aufnahme in die Staatengemeinschaft könnte dann 2028 erfolgen.
Außenhandelspräsident: Trumps Zollpolitik wird fortbestehen
BERLIN - Der Außenhandelsverband BGA dämpft Hoffnungen, dass US-Präsident Donald Trump seine Zollpolitik nach der Niederlage der Republikaner bei den Midterms ändert. "Für den Außenhandel ändert sich durch die Ergebnisse der US-Kongresswahlen zunächst nichts", sagte BGA-Präsident Dirk Jandura der "Rheinischen Post". Die Außenhandelspolitik bleibe maßgeblich vom US-Präsidenten geprägt. "Er kann hier weiterhin viel freier agieren als in der künftigen nationalen Politik."
ROUNDUP/Inflationrate der Eurozone steigt auf 4,0 Prozent
LUXEMBURG - Getrieben von hohen Energiepreisen ist die Inflation in der Eurozone im Oktober auf den höchsten Stand seit über drei Jahren gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise um 4,0 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist die höchste Inflationsrate seit September 2023. Volkswirte hatten den Anstieg der Rate so erwartet.
ROUNDUP: Dienstleister-Stimmung der Eurozone trübt sich stärker ein als erwartet
LONDON - Die Stimmung der Dienstleister in der Eurozone hat sich im Oktober stärker als erwartet verschlechtert. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel um 1,6 Punkte auf 51,4 Punkte, wie S&P am Mittwoch in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine erste Schätzung etwas nach unten revidiert.
Großbritannien: Dienstleistungsstimmung verbessert sich moderater als erwartet
LONDON - Die Stimmung der Dienstleister in Großbritannien hat sich im Oktober weniger als erwartet verbessert. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Punkte auf 52,8 Punkte, wie S&P am Mittwoch in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung war noch ein Anstieg auf 53,1 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung der Erstschätzung gerechnet.
Iran gibt sich nach US-Wahlen kämpferisch
TEHERAN - Am Tag nach den Zwischenwahlen mit der herben Niederlage für die Republikaner von US-Präsident Donald Trump gibt sich der Iran kämpferisch. "Den Iran anzugreifen bringt keinen Sieg", schrieb Außenamtssprecher Ismail Baghai auf der Plattform X auf Englisch. Der Iran könne nicht durch Drohungen eingeschüchtert werden, hieß es weiter.
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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
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