Frankfurt/Main - Am Mittwoch hat der Dax kräftig zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.438 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Im Tagesverlauf konnte der Dax seine Zugewinne kontinuierlich ausbauen.
"Mit dem heutigen, endlich beherzten Sprung des Dax über die Marke von 26.000 Punkten hat sich die Chance auf eine Jahresendrallye deutlich erhöht", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Nach Wochen voller Inflationssorgen, steigender Anleiherenditen und geopolitischer Unsicherheit scheinen die Anleger nach den US-Midterms wieder bereit zu sein, größere Risiken einzugehen."
Was zunächst für erhebliche Verunsicherung gesorgt hatte, werde inzwischen differenzierter bewertet, erklärte der Analyst. "Die veränderten politischen Kräfteverhältnisse könnten die US-Haushaltspolitik stärker disziplinieren und damit zumindest einen Teil der Sorgen über die ausufernde Staatsverschuldung und langfristig hohe Anleiherenditen entschärfen."
Auch im Nahen Osten könnte sich eine neue Dynamik entwickeln, so Lipkow. "Die Anleger setzen darauf, dass sich die politischen Rahmenbedingungen verändern und dadurch die Chancen auf eine Entspannung des Konflikts verbessern. Nachhaltig sinkende Energiepreise würden nicht nur den Inflationsdruck reduzieren, sondern auch die Gewinnperspektiven vieler Unternehmen verbessern. Gleichzeitig könnten sie den Notenbanken mehr geldpolitischen Spielraum verschaffen", erklärte er. "Für die Aktienmärkte wäre das eine besonders günstige Kombination aus nachlassendem Kostendruck und geringeren Zinsrisiken."
Auch aus der Vielzahl überzeugender Quartalszahlen im Dax schöpften die Anleger neue Zuversicht, so Lipkow. "Besonders die Ergebnisse von Heidelberg Materials, Scout24 und Continental sorgen für Kaufinteresse und zeigen, dass die deutschen Unternehmen trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds positive Überraschungen liefern können."
Zudem signalisiere der deutsche Einkaufsmanagerindex weiterhin Wachstum und untermauere damit die Hoffnung auf eine breit angelegte wirtschaftliche Erholung. "Selbst die hohen Energiepreise scheinen diese Entwicklung bislang nicht entscheidend ausbremsen zu können. Die Anleger setzen zunehmend darauf, dass die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr wieder stärker an Dynamik gewinnt", erläuterte der Analyst. "Die Börse beginnt damit, den erhofften Aufschwung des Jahres 2027 bereits heute einzupreisen."
Hinzu komme die zuletzt ausgeprägte Branchenrotation. "Während die hoch bewerteten Technologie- und KI-Aktien teilweise kräftig korrigierten, konnten andere Sektoren die Verluste im Gesamtmarkt weitgehend auffangen", so Lipkow. Dadurch habe sich die Aufwärtsbewegung auf eine breitere Grundlage gestellt. "Gleichzeitig erscheinen einige der zuvor stark gefragten Technologiewerte nach ihren Kursrückgängen wieder attraktiver. Sollte auch hier die Kaufbereitschaft zurückkehren, könnte die nächste Aufwärtsbewegung zusätzliche Dynamik gewinnen."
Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Heidelberg Materials, Zalando und Scout 24 an der Spitze der Kursliste, im Minus standen zu diesem Zeitpunkt lediglich die Aktien von Infineon, Hochtief und Siemens Energy.
Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Dezember kostete 88 Euro und damit vier Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 14 bis 16 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis sank ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 98,78 US-Dollar, das waren 4,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1222 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8911 Euro zu haben.
"Mit dem heutigen, endlich beherzten Sprung des Dax über die Marke von 26.000 Punkten hat sich die Chance auf eine Jahresendrallye deutlich erhöht", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Nach Wochen voller Inflationssorgen, steigender Anleiherenditen und geopolitischer Unsicherheit scheinen die Anleger nach den US-Midterms wieder bereit zu sein, größere Risiken einzugehen."
Was zunächst für erhebliche Verunsicherung gesorgt hatte, werde inzwischen differenzierter bewertet, erklärte der Analyst. "Die veränderten politischen Kräfteverhältnisse könnten die US-Haushaltspolitik stärker disziplinieren und damit zumindest einen Teil der Sorgen über die ausufernde Staatsverschuldung und langfristig hohe Anleiherenditen entschärfen."
Auch im Nahen Osten könnte sich eine neue Dynamik entwickeln, so Lipkow. "Die Anleger setzen darauf, dass sich die politischen Rahmenbedingungen verändern und dadurch die Chancen auf eine Entspannung des Konflikts verbessern. Nachhaltig sinkende Energiepreise würden nicht nur den Inflationsdruck reduzieren, sondern auch die Gewinnperspektiven vieler Unternehmen verbessern. Gleichzeitig könnten sie den Notenbanken mehr geldpolitischen Spielraum verschaffen", erklärte er. "Für die Aktienmärkte wäre das eine besonders günstige Kombination aus nachlassendem Kostendruck und geringeren Zinsrisiken."
Auch aus der Vielzahl überzeugender Quartalszahlen im Dax schöpften die Anleger neue Zuversicht, so Lipkow. "Besonders die Ergebnisse von Heidelberg Materials, Scout24 und Continental sorgen für Kaufinteresse und zeigen, dass die deutschen Unternehmen trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds positive Überraschungen liefern können."
Zudem signalisiere der deutsche Einkaufsmanagerindex weiterhin Wachstum und untermauere damit die Hoffnung auf eine breit angelegte wirtschaftliche Erholung. "Selbst die hohen Energiepreise scheinen diese Entwicklung bislang nicht entscheidend ausbremsen zu können. Die Anleger setzen zunehmend darauf, dass die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr wieder stärker an Dynamik gewinnt", erläuterte der Analyst. "Die Börse beginnt damit, den erhofften Aufschwung des Jahres 2027 bereits heute einzupreisen."
Hinzu komme die zuletzt ausgeprägte Branchenrotation. "Während die hoch bewerteten Technologie- und KI-Aktien teilweise kräftig korrigierten, konnten andere Sektoren die Verluste im Gesamtmarkt weitgehend auffangen", so Lipkow. Dadurch habe sich die Aufwärtsbewegung auf eine breitere Grundlage gestellt. "Gleichzeitig erscheinen einige der zuvor stark gefragten Technologiewerte nach ihren Kursrückgängen wieder attraktiver. Sollte auch hier die Kaufbereitschaft zurückkehren, könnte die nächste Aufwärtsbewegung zusätzliche Dynamik gewinnen."
Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Heidelberg Materials, Zalando und Scout 24 an der Spitze der Kursliste, im Minus standen zu diesem Zeitpunkt lediglich die Aktien von Infineon, Hochtief und Siemens Energy.
Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Dezember kostete 88 Euro und damit vier Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 14 bis 16 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis sank ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 98,78 US-Dollar, das waren 4,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1222 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8911 Euro zu haben.
© 2026 dts Nachrichtenagentur
