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MÄRKTE EUROPA/Demokraten-Sieg bei US-Wahl treibt Kurse - DAX über 26.000 Punkte

DJ MÄRKTE EUROPA/Demokraten-Sieg bei US-Wahl treibt Kurse - DAX über 26.000 Punkte

DOW JONES--Der klare Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen ist zur Wochenmitte mit Erleichterung an den europäischen Aktienmärkten aufgenommen worden. Die Demokraten haben mit deutlichem Vorsprung die Mehrheiten im US-Repräsentantenhaus und im Senat erobert, was das Regieren für US-Präsident Donald Trump wesentlich schwieriger machen dürfte. Für den DAX ging es um 2,2 Prozent auf 26.438 Punkte nach oben, womit er deutlicher über die Marke von 26.000 Punkten kletterte. Der Euro-Stoxx-50 gewann 2 Prozent auf 6.266 Punkte. Daneben brachte eine Vielzahl von Quartalszahlen Bewegung in Einzelwerte.

"Geteilte Machtverhältnisse dürften für mehr politische Kontinuität sorgen und die Wahrscheinlichkeit umfassender Änderungen bei Steuern, Staatsausgaben oder Regulierung verringern. Da sich größere innenpolitische Gesetzesvorhaben nun schwieriger durchsetzen lassen, könnte Präsident Trump seinen Schwerpunkt stärker auf Handel, Zölle und Außenpolitik verlagern", so Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck.

Mit klareren Mehrheitsverhältnissen könnte zumindest die wahlbedingte Unsicherheit nachlassen, sagte Analyst Salah-Eddine Bouhmidi von IG. Die geopolitischen Risiken blieben jedoch bestehen. Insbesondere der Iran-Konflikt und eine mögliche Eskalation im Nahen Osten dürften die Anleger weiterhin beschäftigen.

Schwächster Sektor waren die Öl- und Gaswerte mit einem Minus von 2,2 Prozent. Sie folgten dem Ölpreis nach unten. Der europäische Technologiesektor sank um 0,2 Prozent. Händler verwiesen auf Befürchtungen, dass die Demokraten die US-Technologie-Branche stärker regulieren und vor allem die großen KI-Unternehmen stärker kontrollieren könnten. Infineon verloren 4,1, ASML 3,4 und STMicro 5,1 Prozent. Siemens Energy und ABB, die KI-Datenzentren ausrüsten, fielen um 8 und 2,8 Prozent.

Stärkster Sektor waren Bankenaktien mit Kursgewinnen von durchschnittlich 4,4 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen auf die Erwartung weiter steigender Zinsen. Diese würden die Zinsmargen der Banken und deren Ertragsaussichten verbessern. Überdies habe Goldman Sachs die Aktie der Deutschen Bank (+6,9%) in die Liste der Favoriten für November aufgenommen.

Rückenwind erhielten die Aktien aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien mit dem US-Wahlausgang. Die aktuellen Kursbewegungen spiegelten eher einen breiten Optimismus wider, dass das Schlimmste für den grünen Industrie-Sektor vorbei sein könnte, als konkrete gute Nachrichten, so Harry Braithwaite von Oxcap Analytics. Die Aktien von Vestas und Nordex stiegen um 2,9 bzw. 4,8 Prozent. Für die Aktie von Orsted ging es um 4,6 Prozent aufwärts.

BMW musste erneut die Prognose für dieses Jahr senken. Belastet von erweiterten und intensivierten Portfolio- und Strukturmaßnahmen rechnet der Automobilhersteller 2026 mit einer operativen Rendite im Autogeschäft von plus 0,5 bis minus 0,5 Prozent. Bisher hatte BMW nach der Gewinnwarnung im Sommer die Marge im Korridor von 1 bis 3 Prozent erwartet. BMW habe mit der Entscheidung, sein Restrukturierungsprogramm und seine Portfolioänderungen zu intensivieren und zu beschleunigen, einen willkommenen Schritt getan, hieß es von der Citi. Die Aktie stieg um 5,5 Prozent.

Raiffeisen bescheinigte Fresenius starke Drittquartalszahlen. Sowohl Umsatz als auch Gewinn legten spürbar zu - getragen durch Wachstum der beiden Sparten Kabi und Helios. Für das Gesamtjahr 2026 bleibe die Geschäftsführung optimistisch. Fresenius gewannen 5,3 Prozent.

Continental (+5,2%) hat nach einem überraschend hohen Gewinn im dritten Quartal 2026 ihre Jahresziele für die operative Rendite nach oben angepasst. Der Reifenhersteller profitierte im Dreimonatszeitraum von einer robusten operativen Entwicklung in seinem Kerngeschäft mit Pkw-Reifen, insbesondere in den Regionen Europa und Asien-Pazifik.

Bayer (+4,6%) bekommt für sein Lungenkrebsmedikament Sevabertinib nun auch eine Erstlinienzulassung in China.

Der Wafer-Hersteller Siltronic (+3,8%) hat nach kräftigen Steigerungen bei Umsatz, operativem Gewinn EBITDA und entsprechenden Margenverbesserungen im dritten Quartal die Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben. Fundamental untermauere das Zahlenwerk den Erholungskurs, da die Mengennachfrage deutlich anziehe, die Kapazitätsauslastung steige und sich sowohl Ergebnis als auch Cashflow sequenziell verbesserten, so die DZ Bank. Die Aktie konnte sich aber der schlechten Stimmung im Chipsektor nicht entziehen.

DAX-Gewinner mit einem Plus von 9,6 Prozent waren Heidelberg Materials. Der Baustoff-Konzern hat bei 10 Prozent Wachstum im dritten Quartal 9 Prozent mehr operativen Gewinn eingefahren als im Vorjahr. Laut Raiffeisen hat der Konzern die Umsatz- und Ergebniserwartungen geschlagen. An der Prognose hielt das Unternehmen fest.

Für die Papiere von Auto1 ging es im Zuge der Umschichtung aus Technologiewerten um 3,2 Prozent nach oben. Auf Konzernebene habe der Online-Gebrauchtwagenhändler die Markterwartungen bei den Absatzzahlen um 1 Prozent und beim bereinigten EBITDA um 3 Prozent verfehlt, merkte die Citi an. Für Verunsicherung sorge die Präzisierung des Ganzjahresausblicks 2026. Das Management rechne bei den Stückzahlen und beim Rohertrag im Groß- und im Einzelhandel (Autohero) nun nur noch mit Werten im mittleren Bereich der Prognosespanne, während das bereinigte Konzern-EBITDA an das untere Ende der Zielkorridors gesteuert werde.

Novo Nordisk (+5,6%) hat die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Der dänische Pharmakonzern begründete dies mit verbesserten Aussichten für seine wichtigsten Medikamente gegen Adipositas und Diabetes, insbesondere in Märkten außerhalb der USA.

=== 
Index      zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  6.265,71  +2,0  121,15    6.144,56    8,3 
Stoxx-50    5.455,20  +1,8   94,23    5.360,97    11,0 
DAX      26.437,67  +2,2  573,05    25.864,62    8,1 
MDAX      31.178,27  +1,4  434,91    27.039,42    1,7 
TecDAX     4.136,87  +1,1   44,28    3.091,28    14,4 
SDAX      18.266,22  +1,4  249,14    13.062,07    6,3 
FTSE      10.829,21  +1,8  190,78    10.638,43    9,1 
CAC       8.177,89  +2,0  157,58    8.020,31    0,3 
SMI      15.022,85  +1,9  279,76    14.743,09    13,2 
ATX       6.518,52  +1,9  122,39    6.396,13    22,1 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:15 Uhr 
EUR/USD          1,1231  +0,3  0,0038     1,1193     1,1192 
EUR/JPY          177,82  +0,1  0,2300     177,59    177,3600 
EUR/CHF          0,917  -0,2  -0,0015     0,9185     0,9186 
EUR/GBP          0,8336  -0,0  -0,0001     0,8337     0,8343 
USD/JPY          158,3  -0,2  -0,3600     158,66    158,4400 
GBP/USD          1,3469  +0,4  0,0058     1,3411     1,3414 
USD/CNY          6,6731  +0,0  0,0030     6,6701     6,6701 
USD/CNH          6,6728  +0,0  0,0029     6,6699     6,6695 
AUS/USD          0,7016  +0,7  0,0050     0,6966     0,6972 
Bitcoin/USD      80.311,44  +3,2 2.471,09    77.840,35   77.563,90 
 
ROHOEL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         88,53  -7,9   -7,56      96,09 
Brent/ICE         95,02  -8,3   -8,58     103,60 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.065,34  +3,5  137,09    3.928,25 
Silber           52,28  +5,0   2,51      49,77 
Platin         1.494,95  +5,6   78,93    1.416,02 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mgo

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November 04, 2026 12:20 ET (17:20 GMT)

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