Ludwigshafen (ots) -
Alkohol spielt im Joballtag insgesamt eine bedeutende Rolle / Jede*r Dritte ist bei Firmenfeiern meistens betrunken
Der gemeinsame Konsum von Getränken wie Bier, Wein und Schnaps gehört für viele Beschäftigte zum Berufsleben dazu. Auf Firmenveranstaltungen oder Geburtstagsfeiern im Kollegenkreis sind 33 Prozent der Mitarbeitenden oft betrunken. Die fehlenden Hemmungen führen teilweise zu Übergriffen. Besonders betroffen sind Berufseinsteiger*innen aus der Generation Z: Vier von zehn Beschäftigten zwischen 18 und 30 Jahren wurden auf Betriebsfeiern von Vorgesetzten oder Kolleg*innen unter Alkoholeinfluss schon sexuell belästigt. 43 Prozent haben beobachtet, wie andere auf solchen Veranstaltungen übergriffig wurden. Das sind Ergebnisse der Studie "Alkohol in Alltag, Familie und Beruf" der Pronova BKK, für die 1.228 Frauen und Männer ab 18 Jahren befragt wurden.
Alkohol wie Bier und Schnaps senkt bei vielen auch im Arbeitsleben die Hemmschwelle: 62 Prozent der 18- bis 30-Jährigen haben gesehen, wie Kolleg*innen auf Betriebsfeiern mit Vorgesetzten oder anderen Kolleg*innen flirten. 42 Prozent dieser Altersgruppe haben sich nach eigenen Angaben im beruflichen Umfeld schon mal danebenbenommen, weil sie alkoholisiert waren. Dass Alkoholkonsum im beruflichen Umfeld zur Gefahr werden kann, betrifft jedoch nicht nur die Jüngeren: Über alle Altersgruppen hinweg geben 23 Prozent der Berufstätigen an, auf Firmenveranstaltungen bereits sexuell belästigt worden zu sein, und 26 Prozent haben derartige Übergriffe bei anderen miterlebt.
"Alkohol entschuldigt weder sexuelle Belästigung noch andere Grenzüberschreitungen. Eine Betriebsfeier ist kein rechtsfreier Raum. Auch wenn die Atmosphäre lockerer ist, gelten dieselben Grenzen wie im Arbeitsalltag. Die Verantwortung für übergriffiges Verhalten liegt immer bei der Person, die diese Grenzen überschreitet", sagt Patrizia Thamm, Referentin der Gesundheitsförderung bei der Pronova BKK, Wirtschaftspsychologinsowie Trainerin für Resilienz und Achtsamkeit. "Führungskräfte übernehmen eine wichtige Vorbildfunktion, indem sie verantwortungsvoll mit Alkohol umgehen. Beschäftigte müssen außerdem wissen, an wen sie sich bei Vorfällen wenden können, und darauf vertrauen können, dass Grenzverletzungen ernst genommen werden und konsequent darauf reagiert wird."
Alkohol ist oft Teil des beruflichen Miteinanders
Gelegenheiten zum Alkoholkonsum gibt es im Arbeitsleben viele: Jede*r vierte Berufstätige geht mindestens einmal im Monat nach der Arbeit mit Kolleg*innen etwas trinken. Bei den unter 30-Jährigen ist es sogar etwa jede*r Dritte. Ein Glas Wein, ein Longdrink oder Sekt zum Anstoßen haben quasi Tradition. 36 Prozent berichten, dass bei Firmenfeiern, Geburtstagen von Kolleg*innen oder Abschiedsfeiern immer oder zumindest überwiegend Alkohol konsumiert wird.
Gemeinsames Trinken ist für viele Deutsche Bestandteil des Berufslebens: 35 Prozent aller Berufstätigen und 42 Prozent aus der Gen Z sind der Meinung, dass das Feierabendbier mit Kolleg*innen zu einem guten Betriebsklima gehört. Jede*r Vierte befürchtet sogar berufliche Nachteile, wenn er oder sie keinen Drink mit Kolleg*innen nimmt. Bei den unter 30-Jährigen ist diese Sorge besonders ausgeprägt: 39 Prozent von ihnen haben Angst vor beruflichen Nachteilen, wenn sie Nein zu alkoholischen Getränken sagen.
"Es ist bemerkenswert, dass so viele Berufstätige negative Konsequenzen befürchten, wenn sie keinen Alkohol mittrinken. Denn für unser Verhalten ist nicht nur entscheidend, welche Folgen tatsächlich eintreten, sondern auch, welche Konsequenzen wir erwarten. Allein die Befürchtung negativer Reaktionen kann also dazu führen, dass Menschen ihr Verhalten anpassen. Gerade im Berufsleben spielen informelle Netzwerke eine wichtige Rolle. Daraus darf jedoch kein Druck entstehen, Alkohol zu trinken", sagt Pronova-BKK-Expertin Thamm. "Unternehmen müssen eine Kultur schaffen, in der sich niemand durch Alkoholverzicht ausgeschlossen oder als Außenseiter*in fühlt. Jede*r sollte frei entscheiden können, ob er oder sie ein alkoholisches Getränk möchte oder nicht."
Männer finden Alkohol im Job öfter normal als Frauen
Männer stehen Alkohol im beruflichen Umfeld deutlich offener gegenüber als Frauen. 44 Prozent der berufstätigen Männer glauben, dass Alkohol das Kennenlernen im Job erleichtert. Unter den Kolleginnen sind nur 26 Prozent dieser Meinung. 42 Prozent der männlichen Berufstätigen vertreten zudem die Meinung, dass sie auch ein Glas mittrinken sollten, wenn Geschäftspartner*innen oder Kund*innen Alkohol konsumieren. 31 Prozent der Frauen teilen diese Ansicht. Außerdem finden 41 Prozent der Männer, dass ein Feierabendbier im Kolleg*innenkreis zu einem guten Betriebsklima gehört. Diese Ansicht teilen jedoch nur 30 Prozent der berufstätigen Frauen.
"Eine gute Unternehmenskultur zeichnet sich dadurch aus, dass sich alle zugehörig fühlen und es selbstverständlich ist, keinen Alkohol zu trinken. Im Mittelpunkt sollten das Miteinander, der Austausch und gemeinsame Erlebnisse stehen, nicht der Alkohol", erklärt Thamm.
Mehr Informationen zur Studie "Arbeiten 2025" finden Sie hier:
pronovabkk.de/alkohol2026
Über die Studie
Für die repräsentative Studie "Alkohol in Alltag, Familie und Beruf" der Pronova BKK wurden 1.228 Frauen und Männer ab 18 Jahren im Juli und August 2026 online befragt. Darunter befinden sich 400 Personen der Generation Z im Alter von 30 Jahren oder jünger. Die Befragung untersucht, wie in Deutschland mit dem Thema Alkohol umgegangen wird und wie die persönlichen Erfahrungen der Befragten mit Alkohol sind. Dabei wird auch der Konsum von Alkohol im geschäftlichen Umfeld beleuchtet.
Über die Pronova BKK
Mit der Pronova BKK fühlt sich Krankenkasse leicht an. Ob analog oder digital - rund 580.000 Versicherte und 86.000 Firmenkund*innen können auf den ausgezeichneten Service und das Engagement der 1.500 Mitarbeitenden zählen. Seit über 200 Jahren gestaltet sie als Betriebskrankenkasse das Gesundheitssystem von morgen mit. Neben einfachen, schnellen und klaren Prozessen liegt der Fokus der Pronova BKK auf einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung des Unternehmens.
Pressekontakt:
Nina Remor
Tel.: 0214 32296-2305
Fax: 0214 32296-8305
E-Mail: presse@pronovabkk.de
Original-Content von: pronova BKK, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/119123/6384523
Alkohol spielt im Joballtag insgesamt eine bedeutende Rolle / Jede*r Dritte ist bei Firmenfeiern meistens betrunken
Der gemeinsame Konsum von Getränken wie Bier, Wein und Schnaps gehört für viele Beschäftigte zum Berufsleben dazu. Auf Firmenveranstaltungen oder Geburtstagsfeiern im Kollegenkreis sind 33 Prozent der Mitarbeitenden oft betrunken. Die fehlenden Hemmungen führen teilweise zu Übergriffen. Besonders betroffen sind Berufseinsteiger*innen aus der Generation Z: Vier von zehn Beschäftigten zwischen 18 und 30 Jahren wurden auf Betriebsfeiern von Vorgesetzten oder Kolleg*innen unter Alkoholeinfluss schon sexuell belästigt. 43 Prozent haben beobachtet, wie andere auf solchen Veranstaltungen übergriffig wurden. Das sind Ergebnisse der Studie "Alkohol in Alltag, Familie und Beruf" der Pronova BKK, für die 1.228 Frauen und Männer ab 18 Jahren befragt wurden.
Alkohol wie Bier und Schnaps senkt bei vielen auch im Arbeitsleben die Hemmschwelle: 62 Prozent der 18- bis 30-Jährigen haben gesehen, wie Kolleg*innen auf Betriebsfeiern mit Vorgesetzten oder anderen Kolleg*innen flirten. 42 Prozent dieser Altersgruppe haben sich nach eigenen Angaben im beruflichen Umfeld schon mal danebenbenommen, weil sie alkoholisiert waren. Dass Alkoholkonsum im beruflichen Umfeld zur Gefahr werden kann, betrifft jedoch nicht nur die Jüngeren: Über alle Altersgruppen hinweg geben 23 Prozent der Berufstätigen an, auf Firmenveranstaltungen bereits sexuell belästigt worden zu sein, und 26 Prozent haben derartige Übergriffe bei anderen miterlebt.
"Alkohol entschuldigt weder sexuelle Belästigung noch andere Grenzüberschreitungen. Eine Betriebsfeier ist kein rechtsfreier Raum. Auch wenn die Atmosphäre lockerer ist, gelten dieselben Grenzen wie im Arbeitsalltag. Die Verantwortung für übergriffiges Verhalten liegt immer bei der Person, die diese Grenzen überschreitet", sagt Patrizia Thamm, Referentin der Gesundheitsförderung bei der Pronova BKK, Wirtschaftspsychologinsowie Trainerin für Resilienz und Achtsamkeit. "Führungskräfte übernehmen eine wichtige Vorbildfunktion, indem sie verantwortungsvoll mit Alkohol umgehen. Beschäftigte müssen außerdem wissen, an wen sie sich bei Vorfällen wenden können, und darauf vertrauen können, dass Grenzverletzungen ernst genommen werden und konsequent darauf reagiert wird."
Alkohol ist oft Teil des beruflichen Miteinanders
Gelegenheiten zum Alkoholkonsum gibt es im Arbeitsleben viele: Jede*r vierte Berufstätige geht mindestens einmal im Monat nach der Arbeit mit Kolleg*innen etwas trinken. Bei den unter 30-Jährigen ist es sogar etwa jede*r Dritte. Ein Glas Wein, ein Longdrink oder Sekt zum Anstoßen haben quasi Tradition. 36 Prozent berichten, dass bei Firmenfeiern, Geburtstagen von Kolleg*innen oder Abschiedsfeiern immer oder zumindest überwiegend Alkohol konsumiert wird.
Gemeinsames Trinken ist für viele Deutsche Bestandteil des Berufslebens: 35 Prozent aller Berufstätigen und 42 Prozent aus der Gen Z sind der Meinung, dass das Feierabendbier mit Kolleg*innen zu einem guten Betriebsklima gehört. Jede*r Vierte befürchtet sogar berufliche Nachteile, wenn er oder sie keinen Drink mit Kolleg*innen nimmt. Bei den unter 30-Jährigen ist diese Sorge besonders ausgeprägt: 39 Prozent von ihnen haben Angst vor beruflichen Nachteilen, wenn sie Nein zu alkoholischen Getränken sagen.
"Es ist bemerkenswert, dass so viele Berufstätige negative Konsequenzen befürchten, wenn sie keinen Alkohol mittrinken. Denn für unser Verhalten ist nicht nur entscheidend, welche Folgen tatsächlich eintreten, sondern auch, welche Konsequenzen wir erwarten. Allein die Befürchtung negativer Reaktionen kann also dazu führen, dass Menschen ihr Verhalten anpassen. Gerade im Berufsleben spielen informelle Netzwerke eine wichtige Rolle. Daraus darf jedoch kein Druck entstehen, Alkohol zu trinken", sagt Pronova-BKK-Expertin Thamm. "Unternehmen müssen eine Kultur schaffen, in der sich niemand durch Alkoholverzicht ausgeschlossen oder als Außenseiter*in fühlt. Jede*r sollte frei entscheiden können, ob er oder sie ein alkoholisches Getränk möchte oder nicht."
Männer finden Alkohol im Job öfter normal als Frauen
Männer stehen Alkohol im beruflichen Umfeld deutlich offener gegenüber als Frauen. 44 Prozent der berufstätigen Männer glauben, dass Alkohol das Kennenlernen im Job erleichtert. Unter den Kolleginnen sind nur 26 Prozent dieser Meinung. 42 Prozent der männlichen Berufstätigen vertreten zudem die Meinung, dass sie auch ein Glas mittrinken sollten, wenn Geschäftspartner*innen oder Kund*innen Alkohol konsumieren. 31 Prozent der Frauen teilen diese Ansicht. Außerdem finden 41 Prozent der Männer, dass ein Feierabendbier im Kolleg*innenkreis zu einem guten Betriebsklima gehört. Diese Ansicht teilen jedoch nur 30 Prozent der berufstätigen Frauen.
"Eine gute Unternehmenskultur zeichnet sich dadurch aus, dass sich alle zugehörig fühlen und es selbstverständlich ist, keinen Alkohol zu trinken. Im Mittelpunkt sollten das Miteinander, der Austausch und gemeinsame Erlebnisse stehen, nicht der Alkohol", erklärt Thamm.
Mehr Informationen zur Studie "Arbeiten 2025" finden Sie hier:
pronovabkk.de/alkohol2026
Über die Studie
Für die repräsentative Studie "Alkohol in Alltag, Familie und Beruf" der Pronova BKK wurden 1.228 Frauen und Männer ab 18 Jahren im Juli und August 2026 online befragt. Darunter befinden sich 400 Personen der Generation Z im Alter von 30 Jahren oder jünger. Die Befragung untersucht, wie in Deutschland mit dem Thema Alkohol umgegangen wird und wie die persönlichen Erfahrungen der Befragten mit Alkohol sind. Dabei wird auch der Konsum von Alkohol im geschäftlichen Umfeld beleuchtet.
Über die Pronova BKK
Mit der Pronova BKK fühlt sich Krankenkasse leicht an. Ob analog oder digital - rund 580.000 Versicherte und 86.000 Firmenkund*innen können auf den ausgezeichneten Service und das Engagement der 1.500 Mitarbeitenden zählen. Seit über 200 Jahren gestaltet sie als Betriebskrankenkasse das Gesundheitssystem von morgen mit. Neben einfachen, schnellen und klaren Prozessen liegt der Fokus der Pronova BKK auf einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung des Unternehmens.
Pressekontakt:
Nina Remor
Tel.: 0214 32296-2305
Fax: 0214 32296-8305
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