NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Donnerstag nach einem Kurseinbruch zur Wochenmitte vorerst stabilisiert. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Januar kostete 95,15 US-Dollar und damit etwa ein halbes Prozent mehr als am Vortag.
Am Mittwoch war der Preis für Rohöl der Sorte Brent um etwa zehn Dollar je Barrel eingebrochen. Am Ölmarkt spekulieren Anleger darauf, dass der deutliche Wahlsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen die Bemühungen zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten beschleunigen könnte. Der Wahlerfolg verschafft den Demokraten mehr Einfluss auf die amerikanischen Staatsausgaben, was den Spielraum der US-Regierung für ein weiteres Vorgehen im Iran-Konflikt einschränken könnte.
In der vergangenen Woche hatte der Brent-Preis noch bei fast 117 Dollar gestanden, bevor am Markt Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung für ein Ende des Iran-Kriegs aufgekeimt waren. Auslöser für den Preiseinbruch war unter anderem ein Medienbericht über mögliche Fortschritte bei den Friedensbemühungen und eine Interimsvereinbarung zwischen den USA und dem Iran.
Höhere Rohölexporte aus dem Nahen Osten sowie die Aussage von US-Präsident Donald Trump, dass er derzeit keine Pläne für einen Angriff auf den Iran habe, würden den Druck auf die Rohölpreise vorerst aufrechterhalten, sagte Analyst Dennis Kissler vom Handelshaus BOK Financial Securities./jkr/jsl/stk
