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MÄRKTE EUROPA/Weitere Gewinne - DAX marktiert neues Allzeithoch

DJ MÄRKTE EUROPA/Weitere Gewinne - DAX marktiert neues Allzeithoch

DOW JONES--Die Aufwärtstendenz an den europäischen Aktienmärkten setzt sich am Donnerstag fort - wenn auch mit gebremstem Tempo. Für den DAX geht es um 0,7 Prozent auf 26.611 Punkte nach oben. Bei 26.631 Punkten wurde ein neues Allzeithoch markiert. Der Euro-Stoxx-50 steigt ebenfalls um 0,7 Prozent auf 6.309 Punkte. Der US-Wahlausgang zugunsten der Demokraten habe für klare Verhältnisse gesorgt, nach denen man sich positionieren könne, heißt es.

Im Verlauf kommen Inflationsdaten mit den EU-Erzeugerpreisen (PPI) und die Zinsentscheidung der Bank of England. Hier wird eine Erhöhung des Leitzinses von 3,75 auf 4,00 Prozent erwartet. Auch die Interpretation des US-Wahlergebnisses geht weiter: "Der demokratische Durchmarsch im Repräsentantenhaus und Senat bei den US-Zwischenwahlen stellt eine bedeutende Veränderung der politischen Landschaft dar und hat dazu geführt, dass ein Teil der politischen und geopolitischen Risikoprämie aus den Märkten herausgenommen wurde", sagt Lloyd Chan, Senior Währungsanalyst bei MUFG, zu den Folgen.

Teilnehmer sprechen von einer anhaltenden Sektor-Rotation in Europa. Bewegung gibt es weiter im Ölsektor, der um 1,3 Prozent fällt. Dagegen zeigen sich konjunktursensitive Branchen im Plus. So legen Chemiewerte um 1,5 Prozent, der Auto-Index um 1,6 Prozent und die Rohstoff-Werte um 2,1 Prozent zu. Treiber ist weiter der am Vortag deutlich gefallene Ölpreis nach den US-Wahlen.

Für Druck auf die Rüstungsbranche in Europa sorgt die Kombination aus gesenkter Rheinmetall-Prognose und dem Wahlsieg der US-Demokraten. "Perspektivisch steigen mit den Demokraten die Friedensaussichten und die Rüstungsausgaben dürften weltweit gekappt werden", so ein Händler. Damit stehe die gesamte Branche unter Druck. Dass Rheinmetall dann noch mit den verschobenen Aufträgen gekommen sei, sei ein "sehr unglückliches Timing". Rheinmetall knicken um 17,6 Prozent ein. Auch Hensoldt und Renk fallen um bis zu 6 Prozent. Selbst Leonardo verlieren trotz erhöhter Auftragsprognose 2,7 Prozent.

Für die Commerzbank-Aktie geht es 2,2 Prozent nach unten. Die Bank hat im dritten Quartal von einem starken Ertragswachstum bei gleichzeitig stabilen Kosten profitiert. Der Gewinn legte zu und erfüllte die Markterwartungen. Die Gewinnprognose wurde bestätigt. Die Commerzbank wird aber für den Nettozinsüberschuss im Gesamtjahr wegen eines intensiveren Wettbewerbs etwas pessimistischer.

Einen Kurssprung machen die Aktien von Air France-KLM (+11%) nach deutlich besser als erwarteten Zahlen. "Das kommt noch zur Freude über den Ölpreis-Rückgang dazu", sagt ein Händler. Auch IAG und Lufthansa stiegen deswegen um bis zu 2,5 Prozent. Der Frontmonat Brent notiere aktuell bei rund 95 Dollar, der Juni-Kontrakt kommendes Jahr liege aber nur bei über 85 Dollar.

Der leicht erhöhte Ausblick bei der Deutschen Telekom (-1,6%) sei keine Überraschung mehr, heißt es im Handel. "Übergeordnet sind Zahlen aber momentan nicht so bedeutsam", sagt ein Händler. Bei der Aktie stehe mit ihrer gewinnbringenden US-Tochter vor allem im Blick, wie sich das Konkurrenz-Netzwerk durch Sattelliten von SpaceX in den USA entwickeln wird. Beim Dividendenvorschlag lägen die geplanten 1,10 leicht unter der Konsenserwartung von 1,12 Euro.

Siemens Healthineers hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei einem vergleichbaren Wachstum von 4,0 Prozent einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,42 Euro verbucht. Damit wurden die eigenen Ziele erfüllt und die des Marktes leicht übertroffen. Für das neue Geschäftsjahr rechnet das Medizintechnikunternehmen mit 4,0 bis 5,0 Prozent vergleichbarem Wachstum und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,20 bis 2,40 Euro je Aktie. Die Papiere notieren kaum verändert.

Raiffeisen bescheinigt DHL (unv.) solide Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026. Der Ausblick sei daraufhin angehoben worden. Ein Wermutstropfen bleibe der Gewinn, der die Erwartungen nicht erreicht habe.

Lanxess steigen nach den Zahlen für das dritte Quartal um 19 Prozent. Die Aktie habe sich zuletzt wesentlich schlechter als der Sektor entwickelt, so JP Morgan. Vor diesem Hintergrund dürften ein leicht über den Erwartungen liegendes bereinigtes EBITDA für das dritte Quartal und ein im Vergleich zur Schätzung der Analysten wesentlich stärkerer freier Cashflow, zusammen mit einer Prognose für das bereinigte EBITDA im vierten Quartal von 90 bis 100 Millionen Euro eine Outperformance der Aktie unterstützen.

Arcelormittal gewinnen nach den Ergebnissen für das dritte Quartal 5,2 Prozent. Als "unter dem Strich gut" werden die Zahlen der Swiss Re zum dritten Quartal im Handel kommentiert. Die Erwartungen seien im Vorfeld schon hoch gewesen, was der vorhergende Aufwärtstrend der Aktien zeige. Sie seien nicht enttäuscht worden. Swiss Re gewinnen 0,8 Prozent.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.309,05  +0,7   43,34    6.265,71      8,9 
Stoxx-50        5.474,91  +0,4   19,71    5.455,20      11,3 
DAX          26.611,10  +0,7   173,43    26.437,67      8,7 
MDAX          31.549,57  +1,2   371,30    27.039,42      3,1 
TecDAX         4.123,81  -0,3   -13,06    3.091,28      13,9 
SDAX          18.455,50  +1,0   189,28    13.062,07      7,5 
FTSE          10.921,78  +0,9   92,57    10.829,21      10,0 
CAC           8.268,72  +1,1   90,83    8.177,89      1,5 
SMI          15.065,69  +0,3   42,84    15.022,85      13,6 
ATX           6.565,68  +0,7   47,16    6.518,52      23,2 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:30 Uhr 
EUR/USD          1,1240  +0,1   0,0013     1,1227     1,1222 
EUR/JPY          177,87  +0,0   0,0100     177,86    177,8100 
EUR/CHF          0,9175  +0,0   0,0002     0,9173     0,9170 
EUR/GBP          0,834  +0,1   0,0008     0,8332     0,8334 
USD/JPY          158,25  -0,1  -0,1700     158,42    158,4500 
GBP/USD          1,3474  +0,0   0,0003     1,3471     1,3463 
USD/CNY          6,6692  -0,1  -0,0039     6,6731     6,6731 
USD/CNH          6,6683  -0,1  -0,0064     6,6747     6,6739 
AUS/USD          0,7013  +0,1   0,0009     0,7004     0,7003 
Bitcoin/USD      80.460,48  +0,4   281,51    80.178,97   80.532,75 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         88,14  +0,0    0,02      88,12 
Brent/ICE         94,85  +0,2    0,23      94,62 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.125,03  +1,6   65,29    4.059,74 
Silber           52,68  +0,9    0,47      52,21 
Platin         1.514,88  +1,2   18,04    1.496,84 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/apo

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November 05, 2026 04:01 ET (09:01 GMT)

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