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MÄRKTE EUROPA/Weitere Gewinne - DAX marktiert neues Allzeithoch

DJ MÄRKTE EUROPA/Weitere Gewinne - DAX marktiert neues Allzeithoch

DOW JONES--Auch am Donnerstag geht die Aufwärtstendenz an den europäischen Aktienmärkten weiter - wenn auch mit gebremstem Tempo. Der DAX steigt um 0,7 Prozent auf 26.625 Punkte und hat im Verlauf bei 26.671 Punkten ein neues Allzeithoch markiert. Der Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,6 Prozent auf 6.302 Punkte. Weiterhin treibt der deutliche US-Wahlausgang zugunsten der Demokraten an. Dieser habe für klare Verhältnisse gesorgt, nach denen man sich positionieren könne, heißt es.

"Der demokratische Durchmarsch im Repräsentantenhaus und Senat bei den US-Zwischenwahlen stellt eine bedeutende Veränderung der politischen Landschaft dar und hat dazu geführt, dass ein Teil der politischen und geopolitischen Risikoprämie aus den Märkten herausgenommen wurde", sagt Lloyd Chan, Senior-Währungsanalyst bei MUFG.

Die Erzeugerpreise in der Eurozone sind im September etwas stärker gestiegen als prognostiziert. Sie legten um 11,1 Prozent gegenüber Vorjahr zu. Selbst die Preise ohne die gestiegenen Energiekosten legten um 3,5 Prozent zu. Eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) im Dezember erscheint damit immer drängender, heißt es. Die Bank of England hat wie erwartet den Leitzins von 3,75 auf 4,00 Prozent erhöht.

Teilnehmer verweisen auf eine andauernde Sektor-Rotation in Europa. So reduziert sich der Ölsektor um 0,1 Prozent. Dagegen zeigen sich konjunktursensitive Branchen im Plus. So legen Chemiewerte um 1,1 Prozent, der Auto-Index um 0,3 Prozent und die Rohstoff-Werte um 2,2 Prozent zu. Treiber ist weiter der am Vortag deutlich gefallene Ölpreis nach den US-Wahlen.

Für Druck auf die Rüstungsbranche sorgt die Kombination aus gesenkter Rheinmetall-Prognose und dem Wahlsieg der US-Demokraten. "Perspektivisch steigen mit den Demokraten die Friedensaussichten und die Rüstungsausgaben dürften weltweit gekappt werden", sagt ein Händler. Dass Rheinmetall noch mit den verschobenen Aufträgen gekommen sei, sei ein "sehr unglückliches Timing". Rheinmetall knicken um 16,5 Prozent ein. Auch Hensoldt und Renk fallen um bis zu 7 Prozent. Die Ergebnisse für das dritte Quartal von Renk entsprachen weitgehend den Erwartungen, heißt es von RBC. Selbst Leonardo verlieren trotz erhöhter Auftragsprognose 2,9 Prozent.

Für die Commerzbank-Aktie geht es 1,9 Prozent nach unten. Die Geschäftszahlen zum dritten Quartal haben laut den Analysten von Barclays im Großen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen gelegen. Der Ausblick sei größtenteils bestätigt worden, allerdings mit einer leichten Senkung der Prognose für den Nettozinsüberschuss auf 8,5 von 8,6 Milliarden Euro. Der Fokus liege weiterhin auf den Plänen mit Unicredit, um Kosten und Ertragssynergien auszuarbeiten.

Einen Kurssprung machen die Aktien von Air France-KLM (+13%) nach deutlich besser als erwartet ausgefallenen Zahlen. "Das kommt noch zur Freude über den Ölpreis-Rückgang dazu", so ein Händler. Auch IAG und Lufthansa steigen um bis zu 2,1 Prozent. Der aktuell marktführende Brent-Kontrakt notiere bei über 96 Dollar, der Juni-Kontrakt kommendes Jahr liege aber nur bei über 85 Dollar.

Der leicht erhöhte Ausblick bei der Deutschen Telekom (-2,2%) sei keine Überraschung mehr, heißt es im Handel. "Übergeordnet sind Zahlen aber momentan nicht so bedeutsam", sagt ein Händler. Siemens Healthineers hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei einem vergleichbaren Wachstum von 4,0 Prozent einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,42 Euro verbucht. Damit wurden die eigenen Ziele erfüllt und die des Marktes leicht übertroffen. Für das neue Geschäftsjahr rechnet das Medizintechnikunternehmen mit 4,0 bis 5,0 Prozent vergleichbarem Wachstum und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,20 bis 2,40 Euro je Aktie. Die Papiere verlieren 2 Prozent.

Raiffeisen bescheinigt DHL (unv.) solide Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026. Der Ausblick sei daraufhin angehoben worden. Ein Wermutstropfen bleibe der Gewinn, der die Erwartungen nicht erreicht habe.

Lanxess steigen nach den Zahlen für das dritte Quartal um 18,4 Prozent. Die Aktie habe sich zuletzt wesentlich schlechter als der Sektor entwickelt, so JP Morgan. Vor diesem Hintergrund dürften ein leicht über den Erwartungen liegendes bereinigtes EBITDA und ein im Vergleich zur Schätzung der Analysten wesentlich stärkerer freier Cashflow, zusammen mit einer Prognose für das bereinigte EBITDA im vierten Quartal von 90 bis 100 Millionen Euro eine Outperformance der Aktie unterstützen.

Arcelormittal gewinnen nach Zahlen für das dritte Quartal 2,9 Prozent. Als "unter dem Strich gut" werden die Zahlen der Swiss Re (+1,3%) zum dritten Quartal im Handel kommentiert. Dagegen fallen Moeller-Maersk um 8,8 Prozent. Der Ausblick sei zwar wegen der erhöhten Frachtraten nach oben genommen worden, dies könnte sich jedoch bei einem Frieden um die Straße von Hormus schnell ändern, heißt es. Im Fahrwasser verlieren Hapag-Lloyd 2,6 Prozent.

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.301,91  +0,6   36,20    6.265,71      8,8 
Stoxx-50        5.468,24  +0,2   13,04    5.455,20      11,2 
DAX          26.624,76  +0,7   187,09    26.437,67      8,7 
MDAX          31.450,38  +0,9   272,11    27.039,42      2,7 
TecDAX         4.121,84  -0,4   -15,03    3.091,28      13,8 
SDAX          18.447,78  +1,0   181,56    13.062,07      7,4 
FTSE          10.900,50  +0,7   71,29    10.829,21      9,7 
CAC           8.239,43  +0,8   61,54    8.177,89      1,1 
SMI          15.016,13  -0,0   -6,72    15.022,85      13,2 
ATX           6.644,75  +1,9   126,23    6.518,52      24,8 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:30 Uhr 
EUR/USD          1,1218  -0,1  -0,0009     1,1227     1,1222 
EUR/JPY          177,7  -0,1  -0,1600     177,86    177,8100 
EUR/CHF          0,9178  +0,1   0,0005     0,9173     0,9170 
EUR/GBP          0,8329  -0,0  -0,0003     0,8332     0,8334 
USD/JPY          158,4  -0,0  -0,0200     158,42    158,4500 
GBP/USD          1,3463  -0,1  -0,0008     1,3471     1,3463 
USD/CNY          6,668  -0,1  -0,0051     6,6731     6,6731 
USD/CNH          6,6664  -0,1  -0,0083     6,6747     6,6739 
AUS/USD          0,7013  +0,1   0,0009     0,7004     0,7003 
Bitcoin/USD      80.178,96  0,0   -0,01    80.178,97   80.532,75 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         89,78  +1,9    1,66      88,12 
Brent/ICE         96,62  +2,1    2,00      94,62 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.127,96  +1,7   68,22    4.059,74 
Silber           52,71  +1,0    0,50      52,21 
Platin         1.521,71  +1,7   24,87    1.496,84 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln

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November 05, 2026 07:26 ET (12:26 GMT)

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