DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
US-Produktivität wächst im 3Q viel stärker als erwartet
Die Produktivität in den USA ist im dritten Quartal deutlicher als erwartet gestiegen und war im zweiten Quartal höher als bisher angenommen. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, stieg die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal nach vorläufiger Berechnung um 3,6 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Produktivitätszuwachs von nur 2,9 Prozent gerechnet. Für das zweite Quartal wurde ein revidierter Anstieg der Produktivität um 2,1 (vorläufig: 1,4) Prozent gemeldet. Lohnstückkosten sanken im Berichtszeitraum um 0,7 Prozent, während für das Vorquartal ein Anstieg um revidiert 1,9 (vorläufig: 1,2) gemeldet wurde. Volkswirte hatten hier einen Rückgang um 0,1 Prozent erwartet.
Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe sinkt erneut
Die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe hat ihren Abwärtstrend in der vergangenen Woche fortgesetzt. Damit wurden die Erwartungen eines leichten Anstiegs erneut widerlegt. Die Zahl der Personen, die in der Woche bis zum 31. Oktober einen Erstantrag auf Arbeitslosenunterstützung stellten, belief sich auf 189.000. Wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, waren dies 6.000 Anträge weniger als der nach oben korrigierte Wert von 195.000 aus der Vorwoche. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit 197.000 neuen Anträgen gerechnet.
Fed-Mitglied Hammack fordert erneut kleine Zinserhöhungen zur Eindämmung der Inflation
Die Präsidentin der Cleveland-Fed, Beth Hammack, eine der beiden Vertreterinnen, die in der vergangenen Woche für eine Zinserhöhung gestimmt hatten, sagte, dass die Geldpolitik weiter gestrafft werden müsse, damit die Zentralbank die Inflation erfolgreich eindämmen könne. Hammack bekräftigte am Donnerstag ihre Forderung aus dem Vormonat, dass die Notenbank im Zuge einer restriktiveren Ausrichtung eher kleinere, häufigere Zinsanpassungen vornehmen sollte als große, einmalige Schritte. Ein solches Vorgehen würde Haushalte, Unternehmen und Finanzmärkte weniger belasten, sagte Hammack in einer Rede auf einer Konferenz in Zürich.
Baubeginne von Rechenzentren verzögern sich
Der Bau von Rechenzentren geht nicht mehr so zügig voran wie früher, wie aus einem aktuellen Bericht von Globaldata hervorgeht. Der Analyse zufolge benötigen entsprechende Projekte inzwischen rund 33 Prozent länger, nur um überhaupt in Gang zu kommen. Globaldata führt die breite Verlangsamung auf mehrere Faktoren zurück, darunter den wachsenden Widerstand gegen den Bau lokaler Rechenzentren in den USA. Die USA dominieren den derzeitigen Rechenzentrumsboom mit dem mit Abstand größten Anteil an der weltweiten Entwicklung (56 Gigawatt Kapazität bis zum Jahresende prognostiziert, verglichen mit mindestens 24 GW in China).
Paraguays Präsident Pena tritt nach Bankpleite zurück
Der Präsident von Paraguay, Santiago Pena, ist am Donnerstag zurückgetreten. Ihm drohte im Kongress ein nahezu sicheres Amtsenthebungsverfahren, nachdem eine Bank zusammengebrochen war, zu der er enge Verbindungen unterhielt. Dies versetzt der starken, exportorientierten Wirtschaft eines der engsten Verbündeten Washingtons in Südamerika einen schweren Schlag. "Ich habe die Entscheidung getroffen, meinen Rücktritt als Präsident von Paraguay einzureichen", sagte Pena in einer Ansprache auf der Plattform X. "Ich möchte mich beim Volk entschuldigen, falls ich es an irgendeinem Punkt enttäuscht habe. Es war niemals meine Absicht, das Vertrauen zu verraten, das es in mich gesetzt hat."
EU-Gericht verweist Veto gegen KLM-Staatshilfen an Vorinstanz zurück
Das höchste Gericht der Europäischen Union hat die Vorinstanz angewiesen, ihre Nichtigerklärung staatlicher Beihilfen in Milliardenhöhe für die Fluggesellschaft KLM während der Coronavirus-Pandemie erneut zu prüfen. Dies bedeutet einen Rückschlag für den Rivalen Ryanair, der die Covid-19-Hilfen für andere Fluggesellschaften angefochten hatte. Die irische Fluggesellschaft hatte gegen die Genehmigungen staatlicher Beihilfen in Höhe von 3,4 Milliarden Euro für die niederländische Fluggesellschaft KLM sowie gegen einen Umstrukturierungsplan über 321 Millionen Euro für die deutsche Fluggesellschaft Condor im Zuge der Pandemie geklagt. Das Gericht der Europäischen Union (EuG), das zweithöchste Gericht des Blocks, hatte sich damals auf die Seite von Ryanair gestellt.
DJG/DJN/hab
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November 05, 2026 13:00 ET (18:00 GMT)
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