Osnabrück (ots) -
Angesichts von Verbotsdrohungen des hessischen Innenministers gegen künftige Jugendproteste hat die jugendpolitische Sprecherin im Bundesvorstand der Linkspartei, Maria Lara Moubarak, den Protest der Demonstranten scharf verteidigt.
"Wo kämen wir hin, wenn Innenminister unliebsame Demos einfach verbieten könnten, bloß weil im Anschluss außerhalb der Demo jemand randalieren könnte", sagte Moubarak im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). Einen Bann von unliebsamen Demonstrationen aus reiner Sorge vor möglichen Randalen am Rande nannte die Linken-Politikerin einen "Eingriff in die demokratischen Grundrechte". Es sei "gut, dass Jugendliche sich wieder trauen, ungehorsam zu sein", betonte die 25-jährige Moubarak gegenüber noz. Die Frage müsse deshalb lauten, wie demokratische Proteste sicher gemacht werden könnten, nicht wie man sie verhindere, so die Jugendsprecherin weiter. Gesellschaftlicher Fortschritt entstehe "nie durch bloßes Hinnehmen, sondern durch Widerstand".
Gegen die Bundesregierung erhob Moubarak schwere Vorwürfe: "Die Kriminellen sind nicht die Schüler, die für bessere Bildung auf die Straße gehen, sondern die Politiker in der Regierung, die durch ihre Entscheidungen die Lebensgrundlagen von uns gefährden". Deshalb werde man sich auch nicht einschüchtern lassen "und am 20. November gemeinsam mit dem Schulstreik gegen Wehrpflicht, Gewerkschaften und zahlreichen weiteren Organisationen europaweit auf der Straße stehen. Wir lassen uns unser demokratisches Recht auf Protest nicht nehmen".
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Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/58964/6385198
Angesichts von Verbotsdrohungen des hessischen Innenministers gegen künftige Jugendproteste hat die jugendpolitische Sprecherin im Bundesvorstand der Linkspartei, Maria Lara Moubarak, den Protest der Demonstranten scharf verteidigt.
"Wo kämen wir hin, wenn Innenminister unliebsame Demos einfach verbieten könnten, bloß weil im Anschluss außerhalb der Demo jemand randalieren könnte", sagte Moubarak im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). Einen Bann von unliebsamen Demonstrationen aus reiner Sorge vor möglichen Randalen am Rande nannte die Linken-Politikerin einen "Eingriff in die demokratischen Grundrechte". Es sei "gut, dass Jugendliche sich wieder trauen, ungehorsam zu sein", betonte die 25-jährige Moubarak gegenüber noz. Die Frage müsse deshalb lauten, wie demokratische Proteste sicher gemacht werden könnten, nicht wie man sie verhindere, so die Jugendsprecherin weiter. Gesellschaftlicher Fortschritt entstehe "nie durch bloßes Hinnehmen, sondern durch Widerstand".
Gegen die Bundesregierung erhob Moubarak schwere Vorwürfe: "Die Kriminellen sind nicht die Schüler, die für bessere Bildung auf die Straße gehen, sondern die Politiker in der Regierung, die durch ihre Entscheidungen die Lebensgrundlagen von uns gefährden". Deshalb werde man sich auch nicht einschüchtern lassen "und am 20. November gemeinsam mit dem Schulstreik gegen Wehrpflicht, Gewerkschaften und zahlreichen weiteren Organisationen europaweit auf der Straße stehen. Wir lassen uns unser demokratisches Recht auf Protest nicht nehmen".
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