DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutsche Produktion steigt im September um 0,7 Prozent
Die Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands hat sich im September besser als erwartet entwickelt - allerdings von einem abwärts revidierten Vormonatsniveau. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stieg die Produktion gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent und lag kalenderbereinigt um 0,4 (August: 0,7) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten für August ein monatliches Minus von 0,2 Prozent prognostiziert. Der für August vorläufig gemeldete monatliche Produktionsanstieg von 2,0 Prozent wurde auf 1,0 Prozent revidiert.
Chinas Wirtschaft könnte im nächsten Jahr weiter unter Druck stehen
Chinas Wirtschaft könnte im nächsten Jahr weiter unter Druck stehen, schreiben die Analysten von Citi in einer Research Note. Citi hat diese Woche ihre China-Makro-Tour in Peking veranstaltet. Die allgemeine Stimmung unter Investoren, ehemaligen Politikberatern und Vertretern lokaler Denkfabriken sei dabei "gedämpfter" gewesen als bei früheren Touren, schreibt die Bank. Der weithin geteilte Konsens sei gewesen, dass "der Gegenwind für das Wachstum bis 2027 zunimmt, mit einer potenziellen Verlangsamung der Exporte und einer anhaltenden Schwäche des Konsums", schreibt Citi. Bank of Canada behält Inflationsziel von 2 Prozent im erneuerten Rahmenwerk bei.
Märkte preisen Zinspfade von US-Notenbank und EZB wahrscheinlich zu aggressiv ein
Die Markteinpreisung sowohl für die US-Notenbank als auch für die Europäische Zentralbank ist nach wie vor deutlich hawkish-er als das Zentralszenario von Indosuez Wealth Management. Der Stratege Lucas Meric und der Portfoliomanager Alexander Bell prognostizieren ein stabiles Wachstum und eine sich allmählich normalisierende Inflation, die die Straffung der Zentralbanken begrenzen werde. "Dennoch könnte es eine Weile dauern, bis sich genügend positive zugrunde liegende Inflations- und Wachstumsdaten angesammelt haben, damit dieses Szenario eintritt, was die Rentenmärkte in der Zwischenzeit volatil halten dürfte," meinen sie. Die Geldmärkte preisen laut LSEG in den nächsten 12 Monaten etwa 1,5 Zinserhöhungen der US-Notenbank und zwei Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank ein.
Die Bank of Canada und das Finanzministerium des Landes haben sich am Donnerstag darauf geeinigt, das System der Inflationssteuerung der Zentralbank um weitere fünf Jahre zu verlängern. Der Schwerpunkt liegt weiterhin darauf, die Gesamtinflation bei 2 Prozent zu halten. Die Zentralbank gehörte Anfang der 1990er Jahre zu den ersten, die ein System zur Inflationssteuerung einführten. Das Ziel bestand darin, die Zinssätze so festzulegen, dass eine Inflation von 2 Prozent erreicht und aufrechterhalten wird.
Kanada droht in fiskalische 'Gefahrenzone' zu geraten
Die liberale Regierung Kanadas sei dafür zu loben, dass sie eine Steuer- und Ausgabenpolitik zur Förderung von Unternehmensinvestitionen und zur Verbesserung der Produktivität eingeführt habe, meint Dominique Lapointe, Senior Director of Macro Strategy bei Manulife Investment Management. Dennoch befinde sich das fiskalische Profil Kanadas in einer Art "danger zone", sagte er dem WSJ. Seine Sorge sei, dass kein echter fiskalischer Puffer in den Haushaltsplan eingebaut sei, da die Regierung einen Teil der unerwarteten Einnahmen aus höheren Energiepreisen verwendet habe, um neue Maßnahmen im Wert von rund 140 Milliarden CAD über fünf Jahre hinweg zu finanzieren.
Mexikanische Notenbank senkt Leitzins in knapper Entscheidung
Die mexikanische Notenbank hat ihren Leitzins in einer knappen Entscheidung gesenkt. Sie bezeichnete dies als eine "einmalige Anpassung" und erwartet, den Zinssatz für einen längeren Zeitraum stabil zu halten. Das fünfköpfige Board der Gouverneure stimmte mit 3 zu 2 Stimmen dafür, den Tagesgeldsatz nach drei aufeinanderfolgenden Sitzungen ohne Veränderung um einen Viertelprozentpunkt auf 6,25 Prozent zu senken. Die stellvertretenden Gouverneure Galia Borja und Jonathan Heath stimmten dafür, den Zinssatz bei 6,5 Prozent zu belassen.
Moskau beschlagnahmt russische Fabriken von Japan Tobacco
Russland hat die Kontrolle über vier russische Fabriken des Konzerns japanischen Konzerns Japan Tobacco übernommen. Damit verschärft Moskau seine Druckkampagne gegen Tokio und den Westen aufgrund deren Unterstützung für die Ukraine. Der russische Präsident Wladimir Putin ordnete am späten Donnerstag an, die russischen Vermögenswerte von Japan Tobacco unter die vorübergehende Verwaltung eines lokalen Unternehmens zu stellen. Dies berichteten russische Staatsmedien.
DJG/DJN/apo
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November 06, 2026 03:00 ET (08:00 GMT)
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