Der Auto- und Industriezulieferer muss wegen schlechterer Aussichten für seine Geschäfte in China und Nordamerika seine Mittelfristziele kürzen. Vor dem Hintergrund eines anhaltend herausfordernden Umfelds der Branche, insbesondere reduzierter Absatzerwartungen im Geschäft in China und Nordamerika sowie einer geringeren Investitionsneigung bei Produktionsausrüstung, geht STABILUS nun von weniger Umsatz und Marge aus als bisher: Im Geschäftsjahr 2030 dürfte der Umsatz daher laut Unternehmensangaben bei 1,5 Mrd. Euro liegen. Bisher hatte man hier 500 Mio. Euro mehr angepeilt. Die bereinigte Marge auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll noch bei 12 bis 15 statt bisher erwarteten 15 % liegen. Die in Teilen überraschend schwache Nachfrage in der Region Amerikas führte im abgelaufenen Geschäftsjahr zudem zu einer Abschreibung von 67 Mio. Euro, die im vierten Quartal verbucht wurde. Im vierten Geschäftsquartal sank der Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,4 % auf 302 Mio. Euro. Das bereinigte Ebit sank von 34 auf 28,9 Mio. Euro. Inklusive der Abschreibung wird STABILUS im Schlussabschnitt einen operativen Verlust von 48,1 Mio. Euro verbuchen. Im Geschäftsjahr 2026 dürfte das Ergebnis im Tagesgeschäft voraussichtlich um ein Viertel auf 63,7 Mio. Euro gesunken sein. An die Aktionäre sollen vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats und der Hauptversammlung 0,22 Euro je Anteilschein ausgeschüttet werden - im Geschäftsjahr 2025 waren es noch 0,35 Euro gewesen.
Catharina Nitsch aus Ihrer Bernecker Redaktion / www.bernecker.info
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