DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Einzelhandelsumsätze der Eurozone im September eingebrochen
Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone sind im September gesunken, da anhaltend hohe Energiepreise das Vertrauen der Verbraucher belasteten. Das Absatzvolumen in der 21 Länder umfassenden Währungsunion sank im Monatsvergleich um 0,7 Prozent, nachdem es im August noch um 0,4 Prozent gestiegen war. Dies teilte das Statistikamt der Europäischen Union, Eurostat, am Freitag mit. Dies war der stärkste Umsatzrückgang seit Juni 2024. Damit wurden die Erwartungen der von The Wall Street Journal befragten Ökonomen verfehlt, die mit unveränderten Umsätzen gerechnet hatten.
Chinas Verbraucherpreisdruck blieb wahrscheinlich gedämpft
Der Verbraucherpreisdruck in China ist laut ING in einer Research Note angesichts der anhaltenden Schwäche der Inlandsnachfrage wahrscheinlich gedämpft geblieben. Die Inflation des Verbraucherpreisindex sei im Oktober im Jahresvergleich voraussichtlich auf 0,8 Prozent von 0,9 Prozent im September leicht gesunken, schreibt ING. Gleichwohl werde erwartet, dass der Erzeugerpreisindex im Oktober im Jahresvergleich weiter auf 5,3 Prozent steigen werde, nach 5,0 Prozent im September, was hauptsächlich auf die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise zurückzuführen sei, heißt es weiter. China wird nächste Woche Inflationsdaten veröffentlichen.
Märkte dämpfen Erwartungen an Zinserhöhungen der Bank of England
Anleger dämpfen ihre Erwartungen an Zinserhöhungen der Bank of England in den kommenden Monaten, da Sorgen über die KI-Branche die Stimmung belasten. Die Märkte preisen derzeit nur noch zwei Zinserhöhungen der Bank of England im Jahr 2027 vollständig ein. Die Wahrscheinlichkeit für eine dritte Anhebung bis zum Jahresende liegt bei 49 Prozent, wie Daten von LSEG zeigen. Dies ist ein Rückgang gegenüber den drei Zinserhöhungen der Bank of England für 2027, die die Märkte zu Beginn dieser Woche noch vollständig eingepreist hatten. Am Donnerstag hat die Bank of England ihren Leitzins in einer weithin erwarteten Entscheidung auf 4,0 Prozent angehoben.
Ölpreis vor kräftigem Wochenverlust nach US-Zwischenwahlen
Die Ölpreise fallen unter 100 US-Dollar pro Barrel, wobei sich die Anleger auf den nächsten Schritt Washingtons gegenüber dem Iran nach den US-Zwischenwahlen konzentrieren. Im frühen europäischen Handel verliert die Nordseesorte Brent zur Lieferung im kommenden Monat 0,7 Prozent auf 97,54 US-Dollar je Barrel, während WTI-Futures um 0,8 Prozent auf 89,83 US-Dollar je Barrel nachgeben. Die Benchmarks steuern damit auf einen massiven Wochenverlust von mehr als 13 Prozent zu. Händler beobachten weiterhin die Entwicklungen im Nahen Osten angesichts von Anzeichen für diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges.
+++ Konjunkturdaten +++
Schweiz/SNB: Währungsreserven Okt 758,504 Mrd CHF
Schweiz/SNB: Währungsreserven betrugen im Sep 770,295 Mrd CHF
DJG/DJN/apo
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November 06, 2026 07:30 ET (12:30 GMT)
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