FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Lkw- und Zuliefersektor sind Quartalszahlen von Daimler Truck und von Stabilus am Freitag bei Anlegern schlecht angekommen. Positiv reagierten die Investoren hingegen auf die jüngste Geschäftsentwicklung der Jost Werke .
Die im Dax notierten Aktien von Daimler Truck sackten im schwachen Gesamtmarkt nach ihrem starken Vortag mit 38,42 Euro bis auf den tiefsten Kurs seit Anfang Januar ab, am frühen Nachmittag verloren sie noch rund 4 Prozent auf 40,26 Euro. Dank der Kursrally im Sommer stehen sie seit Jahresbeginn noch mit fast 8 Prozent im Plus.
Der Auftragseingang im dritten Quartal sei wie von ihm erwartet schwach gewesen, kommentierte Anthony Dic von Oddo BHF. Die Markterwartungen hätten die Orders damit verfehlt. Insgesamt wertet er das Quartal allerdings als solide. Die Jahresziele hätten Bestand. Auch Bernstein-Analyst Harry Martin stellte auf die verfehlten Erwartungen an den Ordereingang ab, hier habe Daimler Truck stärker enttäuscht als die Konkurrenz.
Unter Druck gerieten zudem vor dem Wochenende im Nebenwerteindex SDax die Papiere des Branchenzulieferers Stabilus, der wegen gesenkter Erwartungen an das Geschäft in China und Nordamerika vorsichtiger wird. Das Kursminus betrug am Nachmittag 4,2 Prozent. Die neuen mittelfristigen Ziele seien jetzt realistischer und auch besser als erwartet, Abschreibungen und eine niedrigere Dividende wirkten aber negativ, hieß es am Markt. Die Abschreibungen zeigten, dass das Amerika-Geschäft nach wie vor der Schwachpunkt sei, schrieb Sebastian Ubert vom Analysehaus MPCM.
Zuversichtlicher blickt dagegen der Nutzfahrzeug-Zulieferer Jost nach einem guten dritten Quartal auf das laufende Jahr. Zwar erwartet das Unternehmen im Schlussquartal höhere Kosten, die es nur verzögert an die Kunden weitergeben kann. Allerdings profitiert Jost von der Integration des Hydraulikspezialisten Hyva. Der Kurs der ebenfalls im SDax notierten Aktien zog zuletzt um 3,1 Prozent an./ajx/ag/mis
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