BÜDELSDORF (dpa-AFX) - Der Mobilfunkanbieter Freenet lässt seine Anteilseigner an dem durch den Verkauf von Ceconomy-Aktien ausgelösten Geldsegen teilhaben. Bis zum Ende des kommenden Geschäftsjahrs sollen für bis zu 75 Millionen Euro eigene Papiere zurückgekauft werden, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in Büdelsdorf mit. Die so erworbenen eigenen Aktien sollen eingezogen werden, was den Gewinn je Anteilschein rechnerisch erhöht. Die Aktie legte am Freitag zunächst zu, gab den Großteil ihrer Gewinne im sehr schwachen Börsenumfeld aber wieder ab.
Das Papier notierte am Freitag zuletzt 0,3 Prozent im Plus bei 23,30 Euro. In diesem Jahr hat es rund ein Fünftel eingebüßt. Der europäische Branchenindex Stoxx Europe 600 Telecommunication hat seit dem Jahreswechsel rund 6 Prozent gewonnen.
Citi-Analyst Carl Murdock-Smith verwies auf die kommende Woche anstehenden Quartalszahlen von Freenet. Vom Management erhofft er sich Aussagen zum Vertragsstreit mit Telefonica (O2) und zum Wettbewerb im deutschen Mobilfunk an sich. Zudem sei spannend, wie es nach den verfehlten Erwartungen beim operativen Ergebnis (Ebitda) im zweiten Quartal bei der Jahresprognose aussehe.
Die Finanzierung des Aktienrückkaufs erfolge aus einem Teil der rund 150 Millionen Euro aus dem Verkauf der Ceconomy-Aktien, die Freenet zufließen werden, hieß es weiter. Bei der Festlegung des Programmvolumens sei der anfängliche Kaufpreis von 76 Millionen Euro für die vollständige Übernahme des Online-TV-Anbieters (IPTV) waipu.tv berücksichtigt./he/men/lew/he




