Die Vivecti Group GmbH, Ulm ("Vivecti"), und die Sana Einkauf und Logistik GmbH, Ismaning ("Sana SEL"), haben ihre Zusammenschlussanmeldung vom 25. Februar 2026 gestern zurückgenommen.
Zuvor hatte das Bundeskartellamt bereits Ende Juni 2026 substantielle Bedenken gegen den geplanten Zusammenschluss geltend gemacht. Die daraufhin von den Unternehmen vorgeschlagenen Zusagen waren nicht geeignet, den drohenden Wegfall des Wettbewerbs zu kompensieren. Daher kündigte das Bundeskartellamt am 3. November 2026 an, zeitnah über die Anmeldung entscheiden zu wollen. Zwei Tage später wurde die Anmeldung nun zurückgenommen.
Vivecti und Sana SEL sind die mit deutlichem Abstand führenden Einkaufskooperationen im Gesundheitsbereich. Sie bündeln die Nachfrage von Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen und verhandeln auf dieser Grundlage mit Herstellern und Lieferanten Rahmenverträge und Einkaufskonditionen. Für den Betrieb eines Krankenhauses ist ein Sortiment von mehr als 10.000 Artikeln insbesondere aus dem Medikalbereich erforderlich, wozu Verträge mit einer Vielzahl von Lieferanten geschlossen werden müssen. Die angeschlossenen Einrichtungen können die Produkte anschließend zu diesen Konditionen direkt bei den jeweiligen Herstellern und Händlern beziehen. Für ihre Dienstleistung erhalten die Einkaufskooperationen von den Lieferanten in der Regel eine vom Umsatz abhängige Gebühr ("Admin-Fee").
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: "Krankenhäuser sind auf leistungsfähige Einkaufsdienstleister angewiesen. Der Zusammenschluss von Vivecti und Sana SEL hätte den Wettbewerb erheblich geschwächt. Zwar können größere Einkaufsvolumina bessere Konditionen ermöglichen. Eine zu starke Nachfragemacht kann aber auch zulasten der Lieferanten gehen und gerade in innovativen Branchen wie der Medizintechnik den Innovationswettbewerb schwächen. Hinzu kommt, dass keineswegs sicher ist, ob mögliche Vorteile überhaupt bei den Krankenhäusern ankommen oder vor allem den Eigentümern der Einkaufsdienstleister zugutekommen. Gerade für kleinere, häufig kommunale Krankenhäuser, die ihren Einkauf nicht selbst organisieren können, drohen dadurch höhere Kosten. Entscheidend ist deshalb, dass zwischen den Einkaufsdienstleistern ausreichend Wettbewerb erhalten bleibt."
Vivecti und Sana SEL stehen gemeinsam für deutlich mehr als 50 Prozent des Beschaffungsvolumens für medizinischen Sachbedarf, den Gesundheitseinrichtungen über die von Einkaufskooperationen verhandelten Konditionen beziehen. Die Märkte für Einkaufskooperationsdienstleistungen sind Plattformmärkte, die durch Größenvorteile und Netzwerkeffekte geprägt sind. Dadurch kann ein Selbstverstärkungseffekt entstehen, der es kleineren Wettbewerbern unmöglich macht, mit sehr großen Anbietern Schritt zu halten.
Vivecti, die von dem Private-Equity-Investor Nordic Capital kontrolliert wird, bietet verschiedene Dienstleistungen im Gesundheitswesen an. Als Einkaufskooperation ist sie über ihre Tochtergesellschaft Prospitalia GmbH, Ulm, tätig.
Sana SEL ist Teil der Sana Kliniken AG, dem drittgrößten privaten Klinikkonzern in Deutschland, der auch zahlreiche Medizinische Versorgungszentren (MVZ) betreibt. Eigentümer der Sana Kliniken AG sind verschiedene private Krankenversicherungsunternehmen.
Zuvor hatte das Bundeskartellamt bereits Ende Juni 2026 substantielle Bedenken gegen den geplanten Zusammenschluss geltend gemacht. Die daraufhin von den Unternehmen vorgeschlagenen Zusagen waren nicht geeignet, den drohenden Wegfall des Wettbewerbs zu kompensieren. Daher kündigte das Bundeskartellamt am 3. November 2026 an, zeitnah über die Anmeldung entscheiden zu wollen. Zwei Tage später wurde die Anmeldung nun zurückgenommen.
Vivecti und Sana SEL sind die mit deutlichem Abstand führenden Einkaufskooperationen im Gesundheitsbereich. Sie bündeln die Nachfrage von Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen und verhandeln auf dieser Grundlage mit Herstellern und Lieferanten Rahmenverträge und Einkaufskonditionen. Für den Betrieb eines Krankenhauses ist ein Sortiment von mehr als 10.000 Artikeln insbesondere aus dem Medikalbereich erforderlich, wozu Verträge mit einer Vielzahl von Lieferanten geschlossen werden müssen. Die angeschlossenen Einrichtungen können die Produkte anschließend zu diesen Konditionen direkt bei den jeweiligen Herstellern und Händlern beziehen. Für ihre Dienstleistung erhalten die Einkaufskooperationen von den Lieferanten in der Regel eine vom Umsatz abhängige Gebühr ("Admin-Fee").
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: "Krankenhäuser sind auf leistungsfähige Einkaufsdienstleister angewiesen. Der Zusammenschluss von Vivecti und Sana SEL hätte den Wettbewerb erheblich geschwächt. Zwar können größere Einkaufsvolumina bessere Konditionen ermöglichen. Eine zu starke Nachfragemacht kann aber auch zulasten der Lieferanten gehen und gerade in innovativen Branchen wie der Medizintechnik den Innovationswettbewerb schwächen. Hinzu kommt, dass keineswegs sicher ist, ob mögliche Vorteile überhaupt bei den Krankenhäusern ankommen oder vor allem den Eigentümern der Einkaufsdienstleister zugutekommen. Gerade für kleinere, häufig kommunale Krankenhäuser, die ihren Einkauf nicht selbst organisieren können, drohen dadurch höhere Kosten. Entscheidend ist deshalb, dass zwischen den Einkaufsdienstleistern ausreichend Wettbewerb erhalten bleibt."
Vivecti und Sana SEL stehen gemeinsam für deutlich mehr als 50 Prozent des Beschaffungsvolumens für medizinischen Sachbedarf, den Gesundheitseinrichtungen über die von Einkaufskooperationen verhandelten Konditionen beziehen. Die Märkte für Einkaufskooperationsdienstleistungen sind Plattformmärkte, die durch Größenvorteile und Netzwerkeffekte geprägt sind. Dadurch kann ein Selbstverstärkungseffekt entstehen, der es kleineren Wettbewerbern unmöglich macht, mit sehr großen Anbietern Schritt zu halten.
Vivecti, die von dem Private-Equity-Investor Nordic Capital kontrolliert wird, bietet verschiedene Dienstleistungen im Gesundheitswesen an. Als Einkaufskooperation ist sie über ihre Tochtergesellschaft Prospitalia GmbH, Ulm, tätig.
Sana SEL ist Teil der Sana Kliniken AG, dem drittgrößten privaten Klinikkonzern in Deutschland, der auch zahlreiche Medizinische Versorgungszentren (MVZ) betreibt. Eigentümer der Sana Kliniken AG sind verschiedene private Krankenversicherungsunternehmen.
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