Der Halbleiterkonzern Infineon sowie neun weitere Chiphersteller müssen wegen verbotener
Preisabsprachen Millionenbußen zahlen. Die EU-Kommission bestrafte
die Unternehmen am Mittwoch mit einem Bußgeld von insgesamt 331
Millionen Euro. Davon entfällt knapp die Hälfte auf den japanischen
Hersteller Samsung. Infineon muss 56,7 Millionen Euro zahlen. Die
Unternehmen hätten die Preise für DRAM-Chips mit den Konkurrenten
abgesprochen, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Zum Kartell
gehörten die Firmen Micron, Samsung, Hynix, Infineon, NEC, Hitachi
Zosen , Mitsubishi Corp , Toshiba
, Elpida und Nanya. Micron blieb straffrei, da
der Konzern das Kartell anzeigte./mt/DP/stb
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.
Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.
Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.
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