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MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Gewöhnung an gute Impfstoff-News

DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Gewöhnung an gute Impfstoff-News

FRANKFURT (Dow Jones)--Etwas fester sind Europas Aktienmärkte am Mittwoch aus dem Handel gegangen. Nach lethargischem Handel im Tagesverlauf trieben freundliche US-Märkte am Abend nach oben. Positiv wurden Pfizer-Aussagen aufgenommen, man habe eine 95-prozentige Wirksamkeit beim Anti-Corona-Mittel erreicht. Für Zurückhaltung sorgten Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell, der es für noch zu früh hält, die Auswirkung möglicher Impfstoffe auf den Wirtschaftsausblick abzuschätzen. Der DAX stieg 0,5 Prozent auf 13.202 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legte um 0,4 Prozent zu auf 3.482 Punkte.

Die Aussicht auf Impfstoffe verlagert die Diskussion der Börsen auf ihren Transport. Hier legten Va-Q-Tec über 8 Prozent zu. Allerdings sorgt man sich bei dem Kühlboxhersteller über die Rahmenbedingungen. Denn während der Impfstoff von Biontech/Pfizer bei minus 70 Grad transportiert werden müsse, seien es bei dem von Moderna nur minus 20 Grad, was die Nachfrage nach Kühlboxen von Va-Q-Tech senken könnte. Biontech legten um 2,6 Prozent zu, an der Nasdaq sogar doppelt so viel.

Autogipfel lockt nicht - Moeller-Maersk erhöht Prognose 

Von keinen Anlagekäufen strategischer Investoren berichteten Händler nach dem Autogipfel zwischen Autoherstellern und Regierung am Vortag. VW schlossen 0,6 Prozent höher, BMW legten 1,4 Prozent zu und Daimler 2,1 Prozent, wobei den Schwaben positive Kommentare von JP Morgan halfen. Große Weichenstellungen jenseits der Erwartungen habe es nicht gegeben.

Gute Aussichten für die Weltwirtschaft kamen von Container-Reederei Moeller-Maersk, die ihre Jahresprognose erhöht haben und von einer "unerwartet starken Erholung der Nachfrage" sprachen. Der Bedarf an Containern wird von Volkswirten als Messlatte für den globalen Handel gesehen. Die Aktien verloren 1 Prozent, da sie sich seit ihrem März-Tief fast verdoppelt haben.

Die Gewinnmitnahmen bei konjunkturabhängigen Titeln gingen auch hierzulande weiter: So verloren MTU 2 Prozent, bei den Nebenwerten ging es für Dürr, Kion, Thyssenkrupp und andere zwischen 2 bis über 3 Prozent tiefer. Gesucht waren hingegen Branchen mit konstantem Geldstrom, so im DAX die Immobilienaktien: Vonovia und Deutsche Wohnen stiegen um 2,5 und 4,1 Prozent. Deutsche Börse gewannen 2,4 Prozent. Die Eschborner haben den Dienstleister Institutional Shareholder Services (ISS) zugekauft. Auch Adidas stiegen um 2,4 Prozent.

Erhöhte Unternehmensprognosen im Fokus 

Die neuen Mittelfristziele von Autozulieferer Schaeffler drückten die Aktien um 5,3 Prozent. Sie fielen je nach Sparte sehr unterschiedlich aus. Software AG sprangen um fast 12 Prozent nach oben dank erhöhter Prognosen für den Auftragseingang. Schon so kurz nach dem Quartalsbericht war die Heraufnahme der Prognose eine Überraschung für den Markt.

SAF-Holland legten sogar um 17,3 Prozent zu nach einer deutlich erhöhten Margenprognose: Die bereinigte EBIT-Marge für 2020 soll bei 5 bis 6 Prozent nach zuvor 3 bis 5 Prozent liegen. Global Fashion Group verloren rund 10 Prozent. Das Unternehmen hat die gute Performance der Aktie dazu genutzt, Geld bei den Investoren mit einer Kapitalerhöhung einzusammeln.

=== 
Index                  Schluss-  Entwicklung   Entwicklung  Entwicklung 
                         stand       absolut         in %          seit 
                                                           Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50          3.482,17       +13,69         +0,4%        -7,0% 
Stoxx-50               3.079,53        +8,24         +0,3%        -9,5% 
Stoxx-600                390,54        +1,72         +0,4%        -6,1% 
XETRA-DAX             13.201,89       +68,42         +0,5%        -0,4% 
FTSE-100 London        6.385,24       +19,91         +0,3%       -15,6% 
CAC-40 Paris           5.511,45       +28,45         +0,5%        -7,8% 
AEX Amsterdam            600,88        -0,06         -0,0%        -0,6% 
ATHEX-20 Athen         1.678,89       +39,02         +2,4%       -26,9% 
BEL-20 Bruessel        3.614,96       +22,46         +0,6%        -8,6% 
BUX Budapest          38.361,82      +891,32         +2,4%       -16,8% 
OMXH-25 Helsinki       4.504,75       +34,06         +0,8%        +6,7% 
ISE NAT. 30 Istanbul   1.447,09       +49,57         +3,5%        +4,2% 
OMXC-20 Kopenhagen     1.383,41        +0,20         +0,0%       +21,8% 
PSI 20 Lissabon        4.365,66       +52,06         +1,2%       -15,3% 
IBEX-35 Madrid         7.981,50       +47,20         +0,6%       -16,4% 
FTSE-MIB Mailand      21.622,66      +187,55         +0,9%        -8,8% 
RTS Moskau             1.276,75       +18,29         +1,5%       -17,6% 
OBX Oslo                 806,63        +2,23         +0,3%        -4,4% 
PX  Prag                 945,27       +10,52         +1,1%       -15,3% 
OMXS-30 Stockholm      1.922,53        +0,33         +0,0%        +8,5% 
WIG-20 Warschau        1.810,43       +16,87         +0,9%       -15,8% 
ATX Wien               2.511,29       +12,99         +0,5%       -21,0% 
SMI Zuerich           10.563,89        -1,23         -0,0%        -0,5% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/raz

(END) Dow Jones Newswires

November 18, 2020 12:00 ET (17:00 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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